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Aveleen Avides interviewt auf ihrem Blog Autoren/Schriftsteller und berichtet über Buchevents, Buchmessen, Corine-Preisverleiungen, Lesungen und BookloverConferenzen.

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  • 09/06/14--08:59: Interview mit Nika Lubitsch
  • Willkommen bei Aveleen Avide

    Nika Lubitsch hat ihren Traum wahr gemacht und hat einen Winter in Florida verbracht – bei totaler Überwachung. Eine Agentur brannte mit ihren Tantiemen durch und ansonsten treibt es Nika mörderisch um. Im Interview verrät sie ihren wahren Namen.

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Das 2. Gesicht“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    image

    Foto: © Nika Lubitsch

    Nika Lubitsch ist Autorin.

    Nika Lubitsch lebt in Berlin-Zehlendorf.

    NIKA LUBITSCH:

    AVELEEN AVIDE:
    Du schreibst auf deinem Blog, dass ihr nach Amerika gegangen seid. Wer ist denn noch dabei, wenn ich fragen darf?

    NIKA LUBITSCH:

    Mein Ehemann, natürlich.
    AVELEEN AVIDE:
    Du bist ein halbes Jahr nach Amerika, genauer gesagt nach Florida gegangen. Dein letzter Blogeintrag zu Florida ist vom Mai 2014. Bist du wieder in Berlin?

    NIKA LUBITSCH:
    Ja, ich bin seit 1. Juni wieder in Berlin.

    AVELEEN AVIDE:
    Wo in Florida warst du und wieso nur ein halbes Jahr?

    NIKA LUBITSCH:
    Wir waren in Cape Coral und für mehr als ein halbes Jahr haben wir kein Visum. Wir haben allerdings immer davon geträumt, einmal den ganzen Winter dort zu verbringen und das haben wir im letzten Winter dann einfach mal in die Tat umgesetzt.

    AVELEEN AVIDE:
    Was hast du an Ideen aus Florida mitgebracht und was hat es dir gegeben?

    NIKA LUBITSCH:
    Ich habe in Florida meinen Thriller „Das 2. Gesicht“ geschrieben. Nebenbei habe ich meine täglichen Erlebnisse in ein blog geschrieben, das nicht nur von der Florida Sun übernommen worden ist, sondern auch die Grundlage für mein E-Book: „Snowbirds – Mein Winter in Florida“ bildete.

    AVELEEN AVIDE:
    Wieso schreibst du unter dem Pseudonym Nika Lubitsch und darf man deinen Geburtsnamen wissen?

    NIKA LUBITSCH:
    Ehrlich? Ich hatte Angst, mir mit meinen Romanen meinen Namen als Autorin von frechen Sachbüchern zu verderben. Da ich inzwischen mit meinen Romanen sehr viel erfolgreicher bin als mit meinen Sachbüchern, die allesamt übrigens bei namhaften Verlagen erschienen sind, kann ich jetzt auch meinen Namen verraten. Muss ja nicht mein Geburtsname sein, oder? Im normalen Leben heiße ich Monika von Ramin.

    AVELEEN AVIDE:
    Vor 2 Jahren hast du dein 1. E-Book veröffentlicht und im September 2014 hast du auf deinen Blog geschrieben, dass du 330.000 Bücher bisher verkauft hast. GRATULIERE. Wie fühlt sich das an?

    NIKA LUBITSCH:
    Da fragst du noch? Großartig fühlt sich das an. Wobei es gar nicht um das Geld geht, sondern darum, dass sich für mich mein größter Traum erfüllt hat: Ich habe davon geträumt, eine weltberühmte Schriftstellerin zu werden. Na ja, das mit dem weltberühmt ist noch nicht so weit, aber es scheint zumindest möglich.

    AVELEEN AVIDE:
    Du schreibst von deiner ehemaligen Angestellten. Was hattest du für ein Geschäft?

    NIKA LUBITSn CH:
    Ich hatte eine Werbe- und PR-Agentur.

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig? Und warum?

    NIKA LUBITSCH:
    Ich bin Sternzeichen Schütze. Schützen fühlen sich am anderen Ende der Welt immer am wohlsten. Ich liebe es, neue Länder und Menschen zu entdecken, ich bin der Typ Abenteuerurlaub. Dschungel, Großstadt, Wüste, außergewöhnlich muss es sein. Ich liege nie am Strand, ich brauche auch kein Meer. Und bevor ich in ein Museum besuche, gehe ich lieber auf den Basar oder in ein Kaufhaus. Da lerne ich am meisten über ein Land.

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du?

    NIKA LUBITSCH:
    Schreiben, aber das ist ja jetzt mein Beruf. Außerdem koche ich noch gern und esse ebenso leidenschaftlich. Ich liebe es, fremde Küchen zu entdecken, neue Geschmacksrichtungen auszuprobieren. Und dann bekoche ich damit jeden, der nicht schnell genug weglaufen kann.

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    NIKA LUBITSCH:
    Natürlich lese ich am liebsten Krimis, und das schon seit 45 Jahren. Ich könnte glatt ein Krimilexikon schreiben. Im Moment lese ich gerade Peter J. Kraus: „Ruhe sanft in Hollywood“. Ich mag dieses Buch, es erinnert ein wenig an die alten Philip Marlowe-Krimis von Raymond Chandler. Er hat ganz großartig die Atmosphäre von Los Angeles eingefangen.

    AVELEEN AVIDE:
    Wieso hast du dich entschlossen, dein erstes Buch ohne Verlag als E-Book zu veröffentlichen?

    NIKA LUBITSCH:
    Das war eigentlich gar kein richtiger Entschluss. Im Gegenteil, ich war vor zwei Jahren mit mehreren Verlagen und einem Agenten in Verhandlung über die Veröffentlichung eines weiteren frechen Sachbuchs, von dem es damals nur ein Exposé gab. Und dann habe ich im Fernsehen die Sommerwerbung für die Kindles gesehen, da steckte ein Kindle in den Shorts eines Mädchens, das mit einem Jungen an den Strand lief. Ich hatte selbst ein paar Monate vorher einen Kindle geschenkt bekommen und war begeistert, besonders weil das Ding so schön leicht ist, und das Urlaubsgepäck so wunderbar entlastet.

    Ich hatte in einer Kindle-Gebrauchsanweisung gelesen, dass man auch eigene Texte über KDP hochladen kann. Das hatte sich irgendwie in irgendeiner meiner Gehirnwindungen festgesetzt. Und dann sehe ich also diesen TV-Spot und denke: Shorts. Short Storys. Ich hatte über viele Jahre hinweg jeden Monat eine Kurzgeschichte für ein Schreibforum zur Übung geschrieben. Mitten in der Nacht bin ich aufgewacht. Das ist es, habe ich mir gesagt. Die halbe Welt wird jetzt Kindles kaufen und was mag man am Strand lesen? Short Storys. Noch in der gleichen Nacht hatte ich den Titel: Strandgut. Aber der war leider schon vergeben, also habe ich Strandglut daraus gemacht und meine Short(s) Stories darunter veröffentlicht. Ich habe in zwei Wochen damit 660 Euro verdient. Wow, habe ich mir gedacht, du hast ja doch noch ein paar Romanmanuskripte in der Schublade, die nie ein Verlag veröffentlichen wollte…

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    NIKA LUBITSCH:
    Leben.

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    NIKA LUBITSCH: In „Das 2. Gesicht“ geht es lt. Amazon.de um:
    Nach einer überstürzten Hochzeit folgt Julia dem weltberühmten Thrillerautor George Osterman nach Amerika und findet sich unversehens mutterseelenallein in seinem luxuriösen Anwesen in Florida wieder – George zieht es vor, seine Thriller an einem geheimen Ort zu schreiben. Doch dann tauchen in den Everglades Leichenteile auf, deren Verstümmelungen Julia erschreckend an Georges Bücher erinnern. Wer ist der Mann, den sie geheiratet hat und der sich jetzt vor ihr in seinem Strandhaus versteckt? Gemeinsam mit ihrer Freundin begibt sie sich auf die Suche nach dem wahren Ich ihres Mannes. Sie werden in einen tödlichen Strudel von Ereignissen gerissen, zu denen George Osterman das Drehbuch schrieb.

    Hier finden Sie weitere Informationen:
    Das 2. Gesicht: Thriller

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Das 2. Gesicht“?

    NIKA LUBITSCH:
    In einem Teil dieses Romans verarbeite ich auch die Erlebnisse, die wir in unserem gemieteten Haus in Florida hatten. Dort gab es gefühlt hunderttausend Schalter, Sensoren und Kameras, irgendwo blinkte es immer rot oder grün, und irgendetwas piepste immer. Sogar in unseren Lieblingsrestaurants fühlten wir uns von Kameras beobachtet. Natürlich habe ich auch regelmäßig die Nachrichten in Florida gesehen und die bestehen zu 80 % aus Mord und Totschlag, man hat das Gefühl, von Verbrechern eingekreist zu sein. Eigentlich wollte ich ja nie einen Serienkiller-Roman schreiben, da ich selbst auch mehr auf intelligente Verbrechen stehe, aber das bot sich in Florida einfach an und ich hoffe, dass ich es trotzdem geschafft habe, einen intelligenten Plot zu finden. Die Ausgangsfrage lautete: Ist es überhaupt möglich in dieser Rundum-Bewachung einen Mord zu begehen?

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Das 2. Gesicht“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    NIKA LUBITSCH:
    Oh ja, ich bin immer wieder total zusammengebrochen. Denn ich habe einfach das Gleiche recherchiert wie meine Protagonistinnen. Was dabei herausgekommen ist, liest man in dem Buch. Aber es ist wirklich beängstigend, wie viel man über andere Menschen in Amerika herausbekommen kann. Natürlich habe ich auch die Polizei – also den Sheriff – gefragt, ob ich ein Interview mit einem Mitarbeiter machen dürfe oder ob man mir einen pensionierten Sheriff nennen könnte, der mir bei der ein oder anderen Frage behilflich sein könnte. Ich habe nicht mal eine Antwort darauf bekommen. Dafür aber regelmäßige Anrufe von der Polizei. Dass im Umkreis von einem Kilometer ein verurteilter Sexualstraftäter eingezogen ist. Mit Adresse!

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an den Plot für „Das 2. Gesicht“ heran? Könntest du uns ein Beispiel für deine ersten Überlegungen zur Handlung von „Das 2. Gesicht“ geben?

    NIKA LUBITSCH:
    Zunächst war es das Haus. Dann waren es die Nachrichten. Und dann habe ich recherchiert über verurteilte Serienmörder, deren Mordmethoden und Motive. Wobei mich die Motive mehr interessiert haben als die Methoden, da habe ich selbst eine ganz schön blutige Fantasie.

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    NIKA LUBITSCH:
    Ich liebe Dialoge. Und ich liebe etwas ganz Altmodisches: Ich mag eine starke Erzählstimme. Auch wenn ich sonst ein Jünger von Sol Stein bin (Show! Don’t tell!). Mit den Charakteren habe ich eher Probleme. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass die Menschen nicht so unterschiedlich sind, wie sie gern glauben. Und dass ein Mensch, der vom Geiz getrieben wird, nicht eine Entwicklung durchlaufen kann, an deren Ende die Großzügigkeit steht. Der Leopard wechselt nicht seine Flecken.
    Aber genau das fordert ständig die herrschende Literaturkritik.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    NIKA LUBITSCH:
    Es war mein halbes Leben lang mein Job sehr komplex denken zu müssen. Aber wenn ich etwas übersehe, dann habe ich ja noch meinen Mann, der das zuerst liest und meine Lektorin, die hoffentlich nicht auf Seite 20 vor Langeweile mit dem Kopf auf die Tischplatte knallt.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an die Protagonistin Julia heran? Würdest du uns dafür einfach mal ein Beispiel für die ersten Überlegungen zur Figur geben?

    NIKA LUBITSCH:
    Auch ich habe einmal in meinem früheren Leben als PR-Tante morgens um halb acht auf dem Flughafen Tegel in Anwesenheit der Weltpresse die Liebe auf den ersten Blick kennengelernt. Im Gegensatz zu Julia bin ich ihr nicht gefolgt, aber über diese Szene konnte ich mich in meine Julia hineinversetzten.

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    NIKA LUBITSCH:
    Nein, nein, ich bin kein Erstplot-Schreiber. Ich schreibe einen Prolog und dann gucke ich mal, was daraus wird. Ich erfinde meine Figuren und lasse sie handeln. Natürlich habe ich so etwas wie einen grob gestrickten Plot im Kopf, aber den kegeln meine Protagonisten mit Vorliebe bereits im vierten Kapitel aus dem Manuskript. Mir macht es mehr Spaß ein Buch zu schreiben, das mich immer wieder überrascht, als nach einem fertigen Plan etwas abzuarbeiten. Wenn mir das schon keinen Spaß macht, warum sollte es dann meinen Lesern gefallen?

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Roman arbeitest?

    NIKA LUBITSCH:
    Nehmen wir mal einen typischen Tag in Cape Coral. Ich schlurfe morgens in die Küche zur Kaffeemaschine und räume dann die Terrasse von der Schlacht des Vorabends auf. Danach gehe ich ins Internet und checke meine Post, Facebook und die Nachrichten. Und danach gibt es entweder Frühstück mit Ei und Bergen von Obst oder gar nichts, weil ich nämlich gerade die Idee, die ich in der Nacht hatte, in die Tat umsetzen muss. Wenn es Frühstück gibt, fahre ich hinterher einkaufen und wenn ich zurück komme und immer noch keine Idee habe, dann muss ich aufräumen, Mittagessen kochen, das Abendbrot vorbereiten und wenn das immer noch nicht hilft, dann muss ich ein Nickerchen machen. Das heißt, ich muss mich mit den kleinen Dingen des Lebens beschäftigen, bis meine Protagonisten mir zuraunen: „Los, komm, du weißt doch, wie ich das gemacht habe“. Wenn ich mich aber die halbe Nacht schlaflos auf meiner Matratze gewälzt habe, dann ist die Chance für ein Frühstück gleich Null. Denn dann wollen meine Protagonisten, dass ihr Leben weitergeht und ich bin ganz hampelig.

    AVELEEN AVIDE:
    Wo schreibst du am liebsten?

    NIKA LUBITSCH:
    An meinem Schreibtisch zu Hause. Das war in Cape Coral nicht so toll, weil ich dort an einem etwas zu hohen Tisch gesessen habe, der selbst für einen hochfahrbaren Schreibtischstuhl zu hoch war. Mehr als zehn Seiten konnte ich da pro Tag nicht schreiben, denn mit so einer falschen Haltung verkrampft man total im Nacken. Aber ich hatte Gott sei Dank Melanie, eine ehemalige Undercover Agentin der US-Armee, die mich zweimal die Woche für eine Massage besucht hat.

    AVELEEN AVIDE:
    Hörst du auch Musik beim Schreiben und falls Ja, welche, oder brauchst du absolute Stille?

    NIKA LUBITSCH:
    Absolute Stille.

    AVELEEN AVIDE:
    Wirst du von einer Agentur vertreten? Und falls Ja, was ist für dich der Vorteil, von einer Agentur vertreten zu werden?

    NIKA LUBITSCH:
    Mein erster Agent ist nach dem dritten Buch mit meiner Kohle durchgebrannt. Ich habe daraufhin ein paar Jahre nichts mehr geschrieben und als ich dann weiterschreiben wollte, habe ich mir eine neue Agentur gesucht, eine sehr namhafte Agentur übrigens. Und noch während die Agentur für mich verhandelt hat, habe ich „Der 7. Tag“ als E-Book veröffentlicht. Und dann habe ich mal in meinem Vertrag mit der Agentur geguckt und vor Schreck sofort um eine Vertragsauflösung gebeten.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    NIKA LUBITSCH:
    Ich arbeite zurzeit an zwei Büchern. Das eine ist der zweite Kudamm 216-Krimi mit dem Team rund um Alice von Kaldenberg. Diese Krimireihe liegt mir sehr am Herzen, sie hat natürlich eine andere Zielgruppe als meine Einzelkrimis mit den Zahlen. Es sind Private-Eye-Krimis, ein etwas altmodisches Genre und hier sind meine Vorbilder Rex Stout und Robert B. Parker. Es war immer mein Traum, so eine Reihe in Berlin spielen zu lassen. „Sommernachtsmord“, so heißt der Krimi, ist zurzeit bei meiner Lektorin.

    Währenddessen überarbeite ich „Alligator Valley“. Um dieses Buch kreise ich bereits seit zwei Jahren, es ist eigentlich mein absolutes Lieblingsbuch, das ich vor zehn Jahren zusammen mit meinem Mann konzipiert habe. Mein Agent und seine Lektorin mochten das Manuskript nicht („Sie wollten doch wohl keinen Actionfilm schreiben“). Die Verlage haben das Manuskript alle abgelehnt mit Begründungen wie (wörtlich): „Das ist ein Hollywoodfilm.“ „Das ist Grimme-Preis-Verdächtig“. „Sollen wir aus der Autorin jetzt einen weiblichen Schätzing machen?“ „Und wo bitte soll das im Buchhandel stehen?“. Der letzte Punkt war der eigentliche Knackpunkt. Das Buch ist eine Mischung zwischen Familiensaga, Drama, Dystopie, Liebesgeschichte, Actionthriller. Ich bin gespannt, ob das Manuskript als E-Book ein Erfolg wird. In den letzten Tagen habe ich es nach zehn Jahren nochmal gelesen. Ich habe stundenlang geheult, so ergriffen war ich von der Geschichte, zwischendurch habe ich immer wieder schallend gelacht und als ich es zur Seite gelegt habe, habe ich gesagt: Das ist das beste Buch, das ich je geschrieben habe.

    Und dann liegen da auf meinem Schreibtisch ein paar bekritzelte Zettel. Darauf steht: „Der 1. Mann“. Der Grobplott steht, nächste Woche fange ich mit dem Buch an, der Titel ist bereits geschützt.

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen Roman veröffentlichen möchten?

    NIKA LUBITSCH:
    Tu es einfach. Such dir einen Lektor, einen Korrekturleser und einen guten Grafiker.

    AVELEEN AVIDE:
    Nika, vielen Dank für das Interview.


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    Heute gibt 1 Buch zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 3. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Das 2. Gesicht“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. Wer mir die nachfolgende Frage richtig beantwortet, der kann „Das 2. Gesicht“ gewinnen: ?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
    Alles Nähere – hier klicken.

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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

    Hier lese ich aus meinem Buch “Samtene Nächte” aus der erotischen Kurzgeschichte “Erotischer Zirkel”. „Samtene Nächte“ ist bei Amazon.de in der Top 100 der Erotik-Bestseller. :-)


    Hier gibt es ein Video – von dem ich nicht weiß, wer das für mich gemacht hat… Alles sehr geheimnisvoll…

    Wenn Sie hier klicken, dann kommen Sie zu meinen Lesungen aus "Samtene Nächte".

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Interviews mit Autoren“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung aller bisher erschienenen Interviews auf meinem Internetblog.

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Sonstige Einträge“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung unter der alle Lesungen, die Buchmesse in Frankfurt 2007/2008 und Kurzinterviews und v.a. aufgeführt sind.

    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

    Das war Aveleen Avide
    Glauben Sie an sich!

    Schauen Sie also wieder rein, wenn es heißt:
    Willkommen bei Aveleen Avide

    Ihre Aveleen Avide
    Aveleen Avide jetzt auch bei Twitter: http://twitter.com/aveleenavide

    Aveleen Avide Copyright Richard Föhr

    Foto: © Richard Föhr

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  • 09/12/14--12:29: Interview mit Kathrin Hanke
  • Willkommen bei Aveleen Avide

    Kathrin Hanke schreibt gemeinsam mit Claudia Kröger Krimis. Kathrin hat inzwischen 4 Kinder, der Nachzügler ist letzte Woche geboren worden. Ich GRATULIERE ganz herzlich. Bei 4 Kindern rockt es in der „Bude“ und nebenher wird’s ordentlich kriminell.

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Heidegrab“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    Foto Kathrin Hanke

    Foto: © Kathrin Hanke

    Kathrin Hanke ist Autorin.

    Kathrin Hanke wurde 1969 in Hamburg geboren, wo sie auch heute wieder lebt – mit Mann, drei Kindern, zwei Katzen und einem Hund. Mitte September 2014 soll das vierte Kind kommen. Darf ich fragen, wie alt deine anderen Kinder sind und ob es Mädchen oder Jungen sind?

    KATHRIN HANKE:
    Klar darfst du das fragen, denn über ihre Kinder erzählen Mütter ja bekanntlich gern!
    Meine beiden Ältesten werden diesen Oktober 16 Jahre und ich glaube, sie zählen bereits die Tage bis dahin, weil man dann ja doch so einiges mehr darf. Die beiden sind Zwillinge, ein Mädchen und ein Junge. Zwillinge liegen zwar bei mir in der Familie, doch hatte ich das völlig bei unserer Familienplanung vergessen, da die Tante von mir mit Zwillingen bereits vor meiner eigenen Geburt nach Amerika ausgewandert ist. So waren mein Mann und ich damals ziemlich überrascht, als der Arzt uns die fröhliche Mitteilung machte, dass wir auf einen Schlag zwei Babys bekommen werden. Weil es dann aber mit den Zweien so schön war, haben wir knapp eineinhalb Jahre später noch ein Baby bekommen, ein Mädchen (im Mai gerade 14 Jahre geworden). Tja, und nun erwarten wir tatsächlich jeden Tag noch einen kleinen Nachzügler. Wir wissen jetzt bereits, dass es ein Junge wird und sind alle schon ganz aufgeregt vor lauter Neugierde auf ihn.

    AVELEEN AVIDE:
    Anmerkung Aveleen: Das Baby ist gesund und munter vor der errechneten Zeit geboren worden.

    AVELEEN AVIDE:
    Mit 3 und bald vier Kindern ist bestimmt viel Leben in der "Bude"?

    KATHRIN HANKE:
    Absolut. Bei uns ist immer irgendwie Gewusel. Wir haben ja auch noch drei Tiere, die durchaus auch Aufmerksamkeit für sich beanspruchen. Darüber hinaus geben sich zusätzlich die Freunde unserer Kinder bei uns die Klinke in die Hand, aber als Einzelkind liebe ich das. Schon früher mochte ich am liebsten zu denjenigen von meinen Freundinnen mit Geschwistern gehen. Am herrlichsten fand ich dort die Gespräche am Essenstisch. Das ist bis heute so geblieben, obwohl bei uns kaum einer je sein Thema mal bis zum Ende erzählt bekommt, weil ein anderer auch unbedingt was loswerden will und nicht abwarten mag.

    AVELEEN AVIDE:
    Du schreibst mit Claudia Kröger zusammen. Wie habt ihr euch gefunden?

    KATHRIN HANKE:
    Claudia und ich haben uns 2009 über ein berufliches Projekt, bei dem es – wie soll es anders sein? – ums Schreiben ging, kennengelernt. Damals war ich selbstständig und Claudia meine Auftraggeberin, wir waren von vornherein auf einer Wellenlänge und nachdem das Projekt abgeschlossen war, haben wir uns nahezu sofort privat verabredet – übrigens in Lüneburg, darum spielen letztlich auch unsere Krimis dort. Allerdings wussten wir beide bei unserem ersten privaten Treffen noch nicht, dass wir uns am Ende als nicht gesucht jedoch gefundene Schreibpartnerinnen voneinander verabschieden würden.

    Wir haben stundenlang in einem Café gesessen. Beide zu Beginn Cola light getrunken (es war schließlich noch nachmittags), die gleiche Zigarettenmarke geraucht, Nachrichten von anderen auf zwei sehr ähnliche Handynummern bekommen, festgestellt, dass wir beide in unserer Jugend alle „Angélique“-Bände gelesen haben und uns auch sonst viel voneinander erzählt, auch von unserem gegenseitigen Traum, einen Krimi zu schreiben. Irgendwie war es dann keine Frage, dass wir den zusammen angehen und so haben wir schon gleich bei diesem ersten Treffen über Figuren, den Handlungsort und natürlich den Plot herumgesponnen. Herausgekommen ist dabei „Blutheide“, unser 1. Lüneburg Krimi und jetzt sind wir nicht nur beste Freundinnen, sondern eben ein Autorinnenduo. Anders ist es für mich grad auch gar nicht vorstellbar.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich eure Zusammenarbeit vorstellen?

    KATHRIN HANKE:
    Vor allem vertrauensvoll. Claudia und ich können uns die abgedrehtesten Ideen zu einem Buch (und auch sonst!) erzählen, ohne knallrot zu werden und vom anderen ausgelacht. Wir sehen das Brainstormen zu beispielsweise dem Plot eines neues Buches nicht als Kampf, sondern als gegenseitige Beflügelung.

    In der Praxis sind unsere wichtigsten Instrumente bei der Zusammenarbeit unsere Computer (ausgestattet mit dem gleichen Word-Programm), E-Mail und Telefon, da wir beide je von unseren Schreibtischen aus arbeiten, ca. 40 Kilometer voneinander entfernt. Wir schreiben in der Regel abwechselnd an einer Geschichte, da wir von Anfang an in nur einem Dokument arbeiten. Im Schneeballprinzip schicken wir uns dann das Dokument hin und her um dort anzusetzen, wo die andere aufgehört hat. Darüber hinaus korrigiert diejenige, die das Dokument gerade hat, auch gleich das Geschriebene der anderen. Hierfür nutzen wir die Korrekturfunktion von Word, damit klar ist, was verändert wurde und die andere es wiederum später annehmen und/oder gar ergänzen kann. Durch diese Art des Korrigieren wissen wir selbst am Ende übrigens kaum mehr, wer von uns nun was geschrieben hat, da sich zudem unsere Schreibstile total gleichen.

    AVELEEN AVIDE:
    Unter einem Pseudonym schreibst du ab und zu Heftromane für eine Arztserie. Wie kam es dazu?

    KATHRIN HANKE:
    Ehrlich gesagt hat das ganz viel mit meiner Großmutter zu tun und natürlich mit meiner zweiten Leidenschaft neben dem Schreiben, dem Lesen. Schon als Kind habe ich alles verschlungen, was ich in die Hände bekommen habe und bei meiner Großmutter waren das nun mal ausschließlich die „abgeschlossenen Romane“ in ihren diversen Zeitschriften oder eben „Groschenromane“. Da ich häufig bei meiner Großmutter war, bin ich dadurch wohl auch irgendwie geprägt worden und ich hab schon damals dauernd gesagt: „Irgendwann schreib ich auch mal solche Hefte.“

    Ich habe nie aufgehört, auch Heftromane zu lesen und ebenso mein Vorhaben, mindestens einen einmal selbst zu Schreiben, habe ich nie aufgegeben. Vor einigen Jahren hab ich es dann einfach mal gemacht: Ich habe bei einem großen Heftromanverlag angerufen, mich vorgestellt und gebeten, es einmal versuchen zu dürfen. Ich hatte Glück und durfte, da der Verlag just zu dieser Zeit, ohne dass ich das wusste, neue Schreiber für eine Arztserie suchte. Natürlich haben die nicht die Katze im Sack gekauft. Vorab musste ich ein paar Schreibproben an den Verlag schicken und als die gefielen, konnte ich loslegen. Gleich der Erste hat mir riesigen Spaß gemacht und ich bin solange ich konnte dabei geblieben. Aktuell schreibe ich allerdings keine Heftromane, da ich meine ganze freie Zeit in die Krimis stecke.

    AVELEEN AVIDE:
    Du hast als Ghostwriterin Fach- und Kinderbücher geschrieben. Wie bist du dazu gekommen?

    KATHRIN HANKE:
    Bereits während meines Studiums – ich habe Kulturwissenschaften in Lüneburg studiert mit den Schwerpunkten Musik und Sprache & Kommunikation – bin ich von einer Expertin auf letzterem Gebiet angesprochen worden, mit ihr gemeinsam ein Buch über Kommunikation zu schreiben. Nachdem das Buch dann auf dem Markt war, kannten mich ein paar Leute vor allem aus der Verlagsbranche und haben mich angesprochen, für ihre Klienten zu ghosten, was ich gern gemacht habe: Ich konnte Schreiben und habe damit sogar Geld verdient – ein Traum! Da man beim ghosten ja mehr oder minder das schreibt, was der Auftraggeber sich vorstellt, dem allerdings eine sinnvolle Struktur gibt und es vor allem angenehm lesbar macht, habe ich mich nicht auf eine Themenrichtung festgelegt. Zudem finde ich es immer wieder interessant, mich in die unterschiedlichsten Bereiche einzuarbeiten. Auf diese Weise habe ich verschiedenste Fachbücher und eben auch mal ein Kinderbuch geghostet.

    AVELEEN AVIDE:
    Du arbeitest bis heute als Werbetexterin. Wie lässt sich das bloß alles mit Mann und 3, fast 4 Kindern schaffen, frage ich mich als Single? (Bitte sag jetzt nicht, das liegt am Zeitmanagement). ;-)

    KATHRIN HANKE:
    Wenn ich jetzt mit „Zeitmanagement“ kommen würde, müsste ich die Finger heimlich kreuzen, allerdings würde mich meine Familie bestimmt auffliegen lassen. Nein, ich muss zugeben, dass es bei uns ziemlich chaotisch zugeht und ich beneide jeden, der es anders hinbekommt. Ich werde leider niemals in diesen Kreis gehören. Selbst dann nicht, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Das ist wohl eine Typsache und heißt außerdem, dass ich auch nicht meinen Brot und Butterjob, das Werbetexten, als Ausrede benutzen kann. Allerdings habe ich einen ziemlich netten Arbeitgeber und ich konnte immer dann, wenn es möglich war, Homeoffice machen. Das hat schon einiges erleichtert. Ich spreche in der Vergangenheit, da ich ja aktuell im Mutterschutz bin und deswegen sowieso zu Hause. Generell ist das aber das Gute an einem wie auch immer geartetem Texterjob: Im Prinzip kann man ihn von überall aus machen und wenn man grad zu Hause schreibt vielleicht sogar zwischendurch mal Aufräumen, Kochen und Familientaxi sein ...

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig? Und warum?

    KATHRIN HANKE:
    Grundsätzlich mag ich es dort, wo es warm ist und ich mag Wasser. Das heißt aber nicht, dass ich im Urlaub den ganzen Tag am Strand herumliegen kann. Ganz und gar nicht. Ich brauche auch im Urlaub die Abwechslung. Glücklicherweise geht es meiner Familie genau so und wir reisen seit Jahren dorthin, wo es auch etwas zu sehen und zu entdecken gibt. Ja, ich würde sagen, dass ist mir an einem Urlaubsort bzw. einer Region wichtig. Allerdings muss es dabei auch nicht von einem Museum ins nächste gehen, denn natürlich heißt Urlaub auch für mich entspannen. So verbringe ich ebenso gern Zeit in Cafés oder z. B. auf einheimischen Märkten und beobachte dabei Land und Leute, sauge die Atmosphäre ein.

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du?

    KATHRIN HANKE:
    Ich bin da seit jeher sehr einseitig, denn ja, meine Leidenschaften sind meine Hobbys: Lesen und Schreiben. Früher stand da auch noch Querflöte, doch das bekomme ich zeitlich schon lange nicht mehr hin. Ich freue mich aber sehr darüber, dass ich dieses Hobby an meine älteste Tochter weitergegeben habe.

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    KATHRIN HANKE:
    „Dark Places“ von Gilian Flynn. Ich bin noch relativ am Anfang, darum kann und will ich mir noch kein Urteil darüber erlauben, aber es gehört zum Genre, was ich zum Lesen bevorzuge: (Psycho)thriller. Hier bin ich totaler Fan von Cody McFadyen und ich erwarte sehnsüchtig das Erscheinen seines nächsten Buches, was schon bald der Fall sein wird.

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    KATHRIN HANKE:
    Da gibt es mehrere Facetten. Als Werbetexterin und auch Ghostwriterin jongliere ich gern mit Worten und freue mich, wenn ich die Menschen mit ihnen erreiche – das ist aber auch schließlich mein Job!

    Als Autorin erzähle ich eine Geschichte, auf die ich Lust habe. Dadurch kann ich mich in die Geschichte völlig hineinfallen lassen, sie erleben wie im wahren Leben und dennoch irgendwo im Hinterkopf wissen, dass sie nur fiktiv ist (was gerade bei Kriminalromanen nicht verkehrt ist ...). Und ich schließe Freundschaften, während ich allein an meinem Schreibtisch sitze. Ich weiß, dass es vielen Autoren mit ihren Figuren so geht, und das soll uns mal einer nachmachen. Ich freue mich mit meinen Figuren, ich leide mit ihnen, begleite sie einfach und streite mich auch mal. Und: Natürlich sind nicht alle meine Figuren meine Freunde und gegen manche habe ich auch wirklich eine Abneigung, doch bin ich auch diesen Figuren dankbar. Kurz und gut: Durch das Schreiben spüre ich mich verstärkt, da es für mich ein hochemotionaler Prozess ist.

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    KATHRIN HANKE: In „Heidegrab“ geht es lt. Amazon.de um:
    Mitten in den Vorbereitungen für das Lüneburger Stadtfest muss Katharina von Hagemann sich mit grausigen Funden auseinandersetzen: Menschliche Körperteile werden in und um Lüneburg entdeckt. Wer treibt hier sein sadistisches Spiel? Wird in der sonst so idyllischen Hansestadt jemand qualvoll zu Tode gefoltert? Ein Zufall bringt die Kommissarin auf eine verstörende Spur und lässt sie die verworrenen Zusammenhänge hinter diesem brutalen Fall erahnen. Doch kann sie ihn auch aufklären?

    Hier finden Sie weitere Informationen:
    Heidegrab: Kriminalroman

    Youtube-Kanal von Kathrin Hanke mit einem Trailer:

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Heidegrab“?

    KATHRIN HANKE:
    Puh, das weiß ich gar nicht mehr. Genau weiß ich nur, dass ich mit meiner Co-Autorin Claudia Kröger gemeinsam beim Nachdenken über einen Folgekrimi zu unserem ersten Lüneburg-Krimi „Blutheide“ auf den Inhalt gekommen bin. Und wir wollten irgendwie Lüneburg als Hansestadt thematisieren. Von da kommt man dann schnell zum Mittelalter und zu Foltermethoden. :-)

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Heidegrab“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    KATHRIN HANKE:
    Nein, nicht wirklich. Was ich aber immer wieder total schön finde, ist, wie nett und hilfsbereit mir völlig fremde Menschen bei den Buchrecherchen gegenübertreten.

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    KATHRIN HANKE:
    So richtig hab ich mir dazu noch nie Gedanken gemacht, was sicher daran liegt, dass ich alles im Ganzen sehe. Das heißt dann wohl, dass ich alles gleich gern mag. :-)

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    KATHRIN HANKE:
    Da „Heidegrab“ der 2. Band einer Serie ist, dem noch, wie ich und meine Co-Autorin geplant haben, viele weitere folgen sollen, haben wir ganz bewusst am Ende des Buches lose Fäden. Das sind jedoch solche, die das Privatleben unserer stets wiederkehrenden Protagonisten betreffen und im nächsten Band aufgegriffen und weiterverfolgt werden.

    Was den jeweiligen abgeschlossenen Fall innerhalb eines Buches betrifft, passen wir einfach auf, dass alles seinen Abschluss findet ohne sich unnötig in die Länge zu ziehen. Manchmal verknoten wir hierfür auch zwei aus verschiedenen Richtungen kommende Fäden, aber ich denke, das ist nichts Ungewöhnliches.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an die Protagonisten Katharina von Hagemann heran? Würdest du uns dafür einfach mal ein Beispiel für die ersten Überlegungen zur Figur geben?

    KATHRIN HANKE:
    Ich bzw. wir wollten unsere Protagonistin absolut mögen. Dafür brauchte Katharina von Hagemann aber auch Ecken und Kanten, denn erst das macht einen Charakter glaubwürdig und damit für den einen oder anderen sympathisch. Meine Co-Autorin und ich haben hierfür eine stichpunktartige Charakterisierung von Katharina aufgeschrieben, wobei nicht immer alle Charakterzüge in einem Buch in Erscheinung treten müssen und auch im Laufe eines Schreibprozesses weitere Charakterzüge auf die Liste dazu kommen. Letzteres liegt daran, dass Katharina von Hagemann sich schließlich wie jeder Mensch weiterentwickelt und wir auch nicht von Beginn an alles über unsere Kommissarin wussten.

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    KATHRIN HANKE:
    Nein, ich entwickele relativ schnell eine Geschichte und da ich die Lüneburg-Krimis ja zu zweit schreibe und Claudia ähnlich tickt wie ich, geht eine Entwicklung sogar noch schneller – wir spielen uns da die Bälle sehr gut zu. Dann wird das Exposè geschrieben – wofür selbstverständlich auch schon recherchiert wurde – und im Anschluss das Manuskript, an das wir trotz Exposé relativ frei herangehen. Das heißt wir hangeln uns lediglich am Exposé entlang ohne es sklavisch abzuarbeiten, da eine Geschichte bei uns durchaus mal ein kurzzeitig ein „Eigenleben“ entwickeln darf, für das wir dann auch während des Schreibprozesses recherchieren müssen.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass Geschichtenerzählen für mich wie ein Fluss ist, den ich entlangschippere: Die Route ist mir klar und ich will auch irgendwann am festgelegten Endpunkt ankommen, aber auf der Strecke gibt vieles zu entdecken, wovon ich bei der Reiseplanung noch gar nichts wusste.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Roman arbeitest?

    KATHRIN HANKE:
    Das kann ich nicht sagen, da ich nicht nach Plan arbeite, geschweige denn eine Struktur habe, was an meinem Leben neben dem Schreiben liegt. Jeder Tag sieht bei mir anders aus und wie der aussieht, weiß ich manchmal morgens selbst noch nicht. So arbeite ich immer dann, wenn ich Zeit habe. Das kann über den Tag verteilt auch immer mal hier eine Stunde und dort zwei sein.

    AVELEEN AVIDE:
    Wo schreibst du am liebsten?

    KATHRIN HANKE:
    In meinem Büro! Nicht schön, nicht groß, aber hier bin ich nicht Mama, Ehefrau oder sonstwer, hier bin ich die, die schreibt. Da reagiere ich wie ein Pawloscher Hund: Sobald ich die Bürotür hinter mir schließe, bin ich bereits in meiner aktuellen Geschichte und kann da ansetzen wo ich aufgehört habe.

    AVELEEN AVIDE:
    Hörst du auch Musik beim Schreiben und falls Ja, welche, oder brauchst du absolute Stille?

    KATHRIN HANKE:
    Nein, ich höre beim Schreiben keine. Musik lenkt mich ab, weil ich fast bei jeder im Kopf mitsinge oder zumindest mitsumme. Da kann ich irgendwie nicht gegen an.

    AVELEEN AVIDE:
    Wirst du von einer Agentur vertreten? Und falls Ja, was ist für dich der Vorteil, von einer Agentur vertreten zu werden?

    KATHRIN HANKE:
    Nein, ich werde von keiner Agentur vertreten.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    KATHRIN HANKE:
    Zusammen mit Claudia Kröger schreibe ich gerade an der 3. Lüneburg Krimi-Folge die 2015 im Herbst erscheinen wird. Außer dass sie wieder mit unserer Kommissarin Katharina von Hagemann ist und die neben einem ziemlich nervenaufreibenden Fall auch privat ordentlich durcheinander gerät, darf ich tatsächlich noch nicht mehr darüber erzählen.

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen Roman veröffentlichen möchten?

    KATHRIN HANKE:
    Schon oft gehört und gelesen, aber absolut richtig: Glaube an dich!

    AVELEEN AVIDE:
    Kathrin, vielen Dank für das Interview.


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    Heute gibt 1 Buch zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 2. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Heidegrab“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. Wer mir die nachfolgende Frage richtig beantwortet, der kann „Heidegrab“ gewinnen: Wie welcher berühmte Hund reagiert Kathrin in ihrem Büro?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
    Alles Nähere – hier klicken.

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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

    Hier lese ich aus meinem Buch “Samtene Nächte” aus der erotischen Kurzgeschichte “Erotischer Zirkel”. „Samtene Nächte“ ist bei Amazon.de in der Top 100 der Erotik-Bestseller. :-)


    Hier gibt es ein Video – von dem ich nicht weiß, wer das für mich gemacht hat… Alles sehr geheimnisvoll…

    Wenn Sie hier klicken, dann kommen Sie zu meinen Lesungen aus "Samtene Nächte".

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Interviews mit Autoren“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung aller bisher erschienenen Interviews auf meinem Internetblog.

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Sonstige Einträge“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung unter der alle Lesungen, die Buchmesse in Frankfurt 2007/2008 und Kurzinterviews und v.a. aufgeführt sind.

    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

    Das war Aveleen Avide
    Glauben Sie an sich!

    Schauen Sie also wieder rein, wenn es heißt:
    Willkommen bei Aveleen Avide

    Ihre Aveleen Avide
    Aveleen Avide jetzt auch bei Twitter: http://twitter.com/aveleenavide

    Aveleen Avide Copyright Richard Föhr

    Foto: © Richard Föhr

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  • 09/19/14--10:01: Interview mit Astrid Korten
  • Willkommen bei Aveleen Avide

    Für Astrid Korten kommen zuerst Familie und Freunde und dann das Schreiben. Sie hat 176 Frauen im Alter von 25 bis 75 Jahren interviewt und ihnen die Frage gestellt: „Was wäre für dich ein Grund, deinen Mann zu töten? Und „Welche Mordmethode würdest du im Falle eines Mordes bevorzugen?“ Männer gebt auf eure Frauen acht!

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Eiskalter Schlaf“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    Foto Astrid Korten

    Foto: © Astrid Korten

    Astrid Korten ist Autorin.

    Astrid Korten wurde 1962 im niederländischeb Heerlen geboren. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Kettwig. Darf ich fragen, wer alles zur Familie gehört?

    ASTRID KORTEN:
    Wir sind eine richtige Patchwork-Familie: Ehemann Peter, Söhne David, Sven, Ingo, Klein-Tom, Pia und Bekki, Marion, Jean-Marie, eine Tante, zwei Cousinen, neun Nichten, sieben Neffen, die Katze „Kater“ und der Hund „Hund“.

    AVELEEN AVIDE:
    Du hast in Leiden und Maastricht Wirtschaftswissenschaften studiert. Du warst Marketing- und Vertriebsleiterin und Geschäftsführerin für rennomierte Firmen im In- und Ausland. Fehlt dir diese strikte Businesswelt und deren Schnelllebigkeit manchmal?

    ASTRID KORTEN:
    Ich muss hier etwas klarstellen. Ich habe in Leiden Kunst studiert und später Wirtschaftswissenschaften in Maastricht. Meine Eltern haben mich damals aus Leiden gezerrt, weil ich dort das Studentinnendasein in vollen Zügen genossen habe. Das Studium war nebensächlich. In Maastricht wurde ich dann fleißig.

    Mir fehlt mein ehemaliger Beruf nicht, der mir immer viel Spaß bereitet hat, Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt und die ganze Welt bereist. Die Weltmetropolen dienen heute daher oft als Romankulisse und die Menschen, denen ich begegnet bin, finden manchmal einen Platz in einem Thriller. Hongkong zum Beispiel diente als Schauplatz für den Thriller „Tödliche Perfektion“. Ich hatte dort mal eine Niederlassung.

    AVELEEN AVIDE:
    In "Eiskalter Schlaf" spielt Hypnose eine große Rolle und was damit für Schindluder getrieben wurde. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Wie kamst du an diese Geschichte?

    ASTRID KORTEN:
    Ich habe vor einigen Jahren die Protagonistin „Anna“ kennengelernt. Sie wurde während mehreren Therapiesitzungen von ihrem Therapeuten missbraucht, der die Sitzungen filmte. Anna hat mir die Tonbänder zur Verfügung gestellt. Wenn ein Therapeut seine Macht eines schutzbedürftigen Menschen derart missbraucht, missbraucht er durch seine Handlung den Patienten ein zweites Mal. Anna und ich stehen nach wie vor in Kontakt. Sie lebt mit ihrer Familie im Norden des Landes und es geht ihr heute gut.

    AVELEEN AVIDE:
    Ich habe irgendwo gelesen, dass du einen Buchpreis überreichst. Finde den Artikel aber nicht mehr. Um was für einen Preis geht es da?

    ASTRID KORTEN:
    Der Buchpreis UNKNOWN 2014 wurde in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Es ist ein Buchpreis für junge,
    unbekannte Autoren, die abseits des Mainstream gute Bücher schreiben. Dieses Jahr wurde der Autor, Andre Biakowski, mit seinem Werk „OBIAD – mehr als nur Mittagessen“ ausgezeichnet.

    Biakowski schildert darin seine Begegnungen mit Überlebenden aus den Konzentrationslagern. „Das eigene Erleben eines sozialen Jahres in Polen, dem Leser in Form von Briefen, derart zu eigen zu machen, dass die zutiefst verspürte Betroffenheit auf ihn übergeht, verdeutlicht die hohe schriftstellerische Kunst des Autors“, lautete das Urteil der Jury.
    Die Buchmesse UNKNOWN bietet unbekannten Autoren und Kleinverlagen eine Möglichkeit, sich jährlich in Essen ihre Werke vorzustellen. Ich habe in diesem Jahr als Schirmherrin die Messe unterstützt.

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du zusätzlich zum Saxophon spielen?

    ASTRID KORTEN:
    Ein Mensch ohne Liebhaberei ist wie ein Dampfkessel ohne Ventil. Insofern habe ich schon immer einige Hobbys gepflegt. Leider spiele ich heute nicht mehr allzu oft Saxophon – das bedeutet: ich spiele nicht mehr in einer Band. Die Zeiten sind vorbei. Mein zweites Hobby ist die Malerei. Es ist ein Hobby, das ich besonders gerne im Sommer pflege. Dafür habe ich ein kleines Gewächshaus als Atelier umgerüstet.

    Meine Bilder verkaufen sich recht gut. In erster Linie sind es Auftragsarbeiten wie spezielle Porträts oder ein Motiv, das sich ein Auftraggeber wünscht. Aber es müssen schon ausgefallene Wünsche und interessante Gesichter sein. Die Porträtmalerei nach Foto lehne ich ab. Das ist mir zu langweilig. Ich male den Menschen hinter dem Spiegel.

    AVELEEN AVIDE:
    Brasilien und Schottland liebst du. Gegensätzlicher könnte es gar nicht sein. Was fasziniert dich gerade an diesen Ländern?

    ASTRID KORTEN:
    Ich bin in den Niedenlanden geboren und Brasilien ist meine zweite Heimat, meine dritte Heimat ist Deutschland. Ich habe viele Jahre in Sao Paulo gelebt und dorthin eine berufliche und familiäre Bindung. Aus dem Grund spielt das Land und seine Ureinwohner eine besondere Rolle in meinem Bestseller „Eiskalte Umarmung“. Vor vielen Jahren bot sich mir die Gelegenheit, im Amazonas einige Tage unter den Jivaro zu leben und ihre Riten zu studieren. Es war ein unglaubliches Erlebnis, das ich niemals vergessen werde.

    Schottland hingegen liebe ich aufgrund seiner Kultur, seiner Natur, seiner Mystik, seines Lichts. Die Highlands sind Wiese, Rhododendron- und Heidelandschaften in wunderschönen Farben, die sogar noch im Spätherbst leuchteten. Im Frühjahr sind es die hellgelben Rapsfelder, die das saftige Grün aufspalten und dann weichen die sanften Hügel düsteren und geheimnisvollen Moorlandschaften. Die Stille in den Highlands ist ein Erlebnis der besonderen Art. Deshalb hat die Sekte Lux Humane (das menschliche Licht) aus dem Thriller „Tödliche Perfektion“ dort ihren Hauptsitz.

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig?

    ASTRID KORTEN:
    Mein Mann und ich entscheiden das immer spontan. Wenn ich allerdings recherchiere, dann reise ich an den Orten meiner Romane. Was ist mir wichtig an einem Urlaubsort? Nun, ich bin nicht der Strandurlauber. Ich kombiniere ganz gerne. Von allem etwas, Hauptsache es gefällt uns an einem Ort oder in einem Land.

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    ASTRID KORTEN:
    Ich lese gerade den Thriller Krähenmädchen. Puh. Er wurde von der Kritik gelobt. Für mich ist es ein Thriller, der mich nach Mo Hayders „Behandlung“ mal wieder richtig fasziniert hat. In der Regel lese ich sehr gerne Klassiker und gute Romane. Räuber und Gendarm mag ich überhaupt nicht. Meine Favoriten sind in der Regel die Autoren aus dem Diogenes-Verlag.

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    ASTRID KORTEN:
    Schreiben macht mir viel Freude. An erster Stelle kommt aber meine Familie und meine Freunde und dann das Schreiben. Die meisten kennen mich als Thriller-Autorin, aber ich schreibe auch hin und wieder mal Humorvolles und Theaterstücke. Auch arbeite ich mit einer niederländischen Autorin an einem hochbrisanten Thriller und habe mit einer Kollegin aus Österreich ein Kinderbuchprojekt abgeschlossen. Die Arbeit mit anderen Kollegen macht mir viel Spaß, insbesondere dann, wenn es passt.

    Cover Eiskalter Schlaf

    ASTRID KORTEN: In „Eiskalter Schlaf“ geht es lt. Amazon.de um:
    „Ich glaube, meine Erinnerung kehrt zurück. Ich habe Angst davor, denn ich spüre, rieche und schmecke ihn, meinen Peiniger.“
    Gibt es Alpträume, aus denen ein Opfer nicht erwachen kann? Anna wurde von einem brutalen Serienkiller entführt. Zwar konnte Kommissar Benedikt van Cleef ihr das Leben retten, doch auch Jahre später hat Anna das Grauen nicht vergessen. Schlimmer noch: Sie beginnt, zunehmend die Kontrolle über sich zu verlieren. Kann eine Hypnosetherapie ihr helfen, das zurückliegende Kapitel abzuschließen – oder wird dadurch neuen Schrecken die Tür geöffnet? Zur gleichen Zeit ermittelt Benedikt van Cleef in einem anderen Fall. Die Spuren
    führen weit in die Vergangenheit zurück – und zu einem bestialischen Verbrechen, das noch immer nicht gesühnt wurde …

    Hier finden Sie weitere Informationen:
    EISKALTER SCHLAF: Poesie des Bösen: Thriller

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Eiskalter Schlaf“?

    ASTRID KORTEN:
    Der Missbrauch eines Menschen während einer Therapiesitzung – ob nun physisch oder psychisch – ist immer noch ein Tabuthema in Deutschland. Aus diesem Grund habe ich den Thriller geschrieben. Ich glaube, dass meine Leser die Botschaft verstehen. Der Thriller soll aufrütteln, wie meine anderen Bücher auch. Meine Romane haben immer einen realen Hintergrund, auch wenn ich diese mit Fiktion verbinde. Manchmal schreibe ich hart an der Grenze und das hat mir schon die eine oder andere, weniger freundliche Rezension eingebracht. Aber ich schreibe bewusst keine Mimi-Krimis, sonders harte Realitätsthriller. „Eiskalte Umarmung“ stand über zwei Monate auf Platz 1 der Bestsellerliste und fünf weiteren Monaten in den Top 20. „Tödliche Perfektion stand im Juli auf Platz 1.

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Eiskalter Schlaf“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    ASTRID KORTEN:
    Hm … ich wurde nach dem Erscheinen von der Bildzeitung angerufen. Ob wir mal ein Interview mit Foto und dergleichen machen wollten – nach dem Motto: die Autorin, der Therapeut und sein Opfer. Anna ist ihr fiktiver Name und ich würde niemals ihren Namen preisgeben. Diskretion hat für mich oberste Priorität.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an den Plot für „Eiskalter Schlaf“ heran? Könntest du uns ein Beispiel für deine ersten Überlegungen zur Handlung von „Eiskalter Schlaf“ geben?

    ASTRID KORTEN:
    Eiskalter Schlaf ist die Fortsetzung von „Eiskalte Umarmung“. Der Plot entstand bereits während ich noch an Band 1 arbeitete, in dem die Protagonistin von ihrem späteren Psychiater behandelt wird. Dann erhielt ich per Zufall die Tonbänder und der Rest war der „schicksalhafte Verlauf“ eines Psychothrillers.

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    ASTRID KORTEN:
    Mir fällt das Schreiben leicht, das gilt auch für Dialoge, Charaktere, etc., weil ich im Vorfeld gründlich recherchiere. Was ich überhaupt nicht mag, ist ein Exposé. Nein - eine Quälerei, eine tolle Geschichte zu raffen. Viele KollegInnen mögen das, ich definitiv nicht.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    ASTRID KORTEN:
    Das sind ja Fragen. Lesen, lesen, prüfen, lesen, lesen, prüfen, Erstlektorat, prüfen, lesen. Schwerstarbeit. Ich versuche immer, eine möglichst vollständige Auflösung anzubieten, aber manchmal überlasse ich sie dem Leser. Unsere Leser sagen uns dann, wie wir es beim nächsten Mal besser machen können. Dafür liebe ich sie.

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    ASTRID KORTEN:
    Zunächst ist da die Grundidee. Ich beginne mit der Recherche und schließe sie ab. Danach entwickle ich den Figurenspiegel, den Plot, die Kapitel, etc. wie viele Autoren. Manchmal entwickelt sich eine Geschichte plötzlich in eine andere Richtung und das ganze Spiel fängt wieder von vorne an.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Roman arbeitest?

    ASTRID KORTEN:
    Nach dem Frühstück gehe ich zum Sport und danach schreibe ich – in der Regel acht Stunden täglich. In der Endphase eines Romans sogar noch länger. Für meine Familie richte ich in dieser Phase „Sprechzeiten“ ein. Sie wissen mittlerweile, dass es schwierig ist, die Szenen und die Figuren zu „stören“.

    AVELEEN AVIDE:
    Hörst du auch Musik beim Schreiben und falls Ja, welche, oder brauchst du absolute Stille?

    ASTRID KORTEN:
    Ich brauche in der Endphase absolute Ruhe und ziehe mich mit den Figuren zurück.

    AVELEEN AVIDE:
    Wirst du von einer Agentur vertreten? Und falls Ja, was ist für dich der Vorteil, von einer Agentur vertreten zu werden?

    ASTRID KORTEN:
    Ja, ich werde von einer großen Literaturagentur vertreten, weil ein Agent die Chance auf eine Publikation besser einschätzen kann.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    ASTRID KORTEN:
    Im Rahmen eines neuen Psychothriller, an dem ich gerade schreibe, habe soeben 176 Frauen im Alter von 25 bis 75 Jahren interviewt und ihnen die Frage gestellt: „Was wäre für dich ein Grund, deinen Mann zu töten. Und „Welche Mordmethode würdest du im Falle eines Mordes bevorzugen?“ Dabei kam Erstaunliches zutage. Ich kann den Ehemännern nur raten: „Gebt auf euch acht!“ Die Frauen waren schonungslos offen und ihre Methoden haben selbst mich schaudern lassen.

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen Roman veröffentlichen möchten?

    ASTRID KORTEN:
    1. Sich ein dickes Fell zulegen, kritikfähig sein und Empfindlichkeiten ablegen. Denn sich zu sagen: Ich bin der Größte, weil ich doch schreibe wie Dan Brown oder Stephan King, macht aus dir noch keinen Starautor.

    2. Sich einen Agenten suchen und das Manuskript auf Tauglichkeit prüfen lassen. Aber noch vor dem Agenten das Manuskript von einem Lektorat prüfen lassen. Manchmal treten junge Autoren an mich heran und fragen mich, wie ich dies oder jenes gemacht habe. Ich kenne keine Faustregel. Jeder muss für sich seinen eigenen Weg finden.

    AVELEEN AVIDE:
    Astrid, vielen Dank für das Interview.


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    Heute gibt 1 E-Book zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 2. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Eiskalter Schlaf“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. Wer mir die nachfolgende Frage richtig beantwortet, der kann „Eiskalter Schlaf“ gewinnen: Ein Mensch ohne Liebhaberei ist wie ...?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

    Hier lese ich aus meinem Buch “Samtene Nächte” aus der erotischen Kurzgeschichte “Erotischer Zirkel”. „Samtene Nächte“ ist bei Amazon.de in der Top 100 der Erotik-Bestseller. :-)


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    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

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    Aveleen Avide Copyright Richard Föhr

    Foto: © Richard Föhr

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    Gerne unterstütze ich das Crowdfunding-Projekt von Rüdiger Heins, in dem ich auf meinem Blog darauf aufmerksam mache.

    Aufruf zum Crowdfunding für das Buch:

    "Der Konvent"

    Zisterziensermönche der Abtei Himmerod erzählen:

    http://www.100-days.net/de/projekt/der-konvent/intro

    Crowdfunding für das Buchprojekt "Der Konvent"

    Crowdfunding was ist das?
    Es ist eine Möglichkeit Projekte zu finanzieren. In diesem Fall ein Buchprojekt.

    Das Buch erscheint im Herbst. Ich würde gerne den Mönchen in Himmerod eine Spende von 100 Büchern
    zukommen lassen, als Dank für ihr Vertrauen und zum Erhalt des Klosters.
    Falls Sie eines oder mehrere Bücher vorbestellen möchten, können Sie das
    hier veranlassen:

    http://www.100-days.net/de/projekt/der-konvent/intro

    Die Mönche bekommen zu 100% das Geld für die 100 Bücher. Außerdem erhalten sie von jedem
    weiteren Buch 2 ¤ zum Erhalt des Klosters.

    Der aktuelle Stand der Finanzierung liegt bei 15,9% von 2'500. Das ergibt einen Betrag von 398¤. Ich würde mich freuen, wenn Sie unsere Crowdfunding Aktion weiterempfehlen würden. Die persönliche Ansprache ist immer die beste Form auf ein Projekt aufmerksam zu machen.
    In den News habe ich bereits einige Texte von den Mönchen für Sie hinterlegt. Außerdem gibt es dort Videosequenzen, die Ihnen Impressionen der Abtei Himmerod filmisch vermitteln. Der Klosterbrunnen, eine Jesusstatue und auch das Klostergebäude sind dort bereits zu sehen. Weitere Videos werde ich in den nächsten Tagen einstellen.

    Sie können gerne diese Nachricht kopieren und in Ihrem EMail Account oder in Sozialen Netzwerken (Facebook, twitter usw.) verbreiten.
    http://www.100-days.net/de/projekt/der-konvent/intro

    Danke für Ihre freundliche Unterstützung und bis bald
    Rüdiger Heins

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    Willkommen bei Aveleen Avide

    Claudia Kröger schreibt gemeinsam mit Kathrin Hanke Krimis. Dieses Mal habe ich beide Autorinnen getrennt interview. Claudia Kröger wüsste nichts, was an der Zusammenarbeit nicht passen würde und in Österreich lädt sie ihren Akku am liebsten auf.

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Blutheide“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    Foto Claudia Kroeger

    Foto: © Claudia Kröger

    Claudia Kröger ist Redakteurin und Autorin.

    Claudia Kröger wurde 1972 in Hamburg geboren, ist in Reinbek aufgewachsen und lebt heute mit ihrem Lebenspartner in der Nähe von Lüneburg. Was liebst du an der Natur besonders?

    CLAUDIA KRÖGER:
    So richtig „auf dem Land“ lebe ich jetzt erst seit knapp einem Jahr. Was ich daran vor allem genieße, ist die Ruhe. Außerdem ist es fast egal, aus welchem Fenster ich schaue – überall sehe ich Grün, das ist herrlich entspannend. Es hilft unheimlich, nach einem anstrengenden Tag wieder runterzukommen und sich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Vor einiger Zeit dachte ich noch, ich könnte mir genauso gut ein Leben in der Großstadt vorstellen, aber inzwischen erscheint mir dieser Gedanke eher sehr weit weg.

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist bei dir in der Nähe einer deiner Lieblingsplätze?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Schwer zu sagen, ich glaube, mein Zuhause. Dort habe ich alles, was ich liebe und was ich brauche, und ich bin dort einfach sehr gern. Nach wie vor bin ich ansonsten gern in Lüneburg, es ist ja nicht weit weg. Ich mag die Altstadt und dass dort immer Leben ist. Einen ganz bestimmten Lieblingsplatz habe ich glaube ich gar nicht. Dazu entdecke ich zu gern auch immer mal wieder neue Orte.

    AVELEEN AVIDE:
    Du hast Verlagskauffrau gelernt und seit 1995 arbeitest du als Redakteurin für Kinder- und Jugendzeitschriften wie auch Werbetexte, Produktwerbe- und Pressetexte. Vom Schreiben leben, ein Traum?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Ja, absolut! Tatsächlich fand ich das Schreiben von Aufsätzen in der Schule schon immer toll, während ich mit Mathematik oder Erdkunde dann deutlich weniger anfangen konnte. Mir war relativ früh klar, dass ich gern einen Beruf in der Verlagswelt lernen möchte und hab mit Nebenjobs und Praktika versucht, darauf hin zu arbeiten. Dass ich nach der eher kaufmännischen Ausbildung dann doch schnell in einem Job gelandet bin, in dem das Schreiben ganz im Vordergrund stand, betrachte ich bis heute als großes Glück.

    AVELEEN AVIDE:
    Du schreibst mit mit Kathrin Hanke zusammen Krimis. Was gefällt dir an dieser Zusammenarbeit besonders und wer macht was?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Sagen wir es mal anders: Ich wüsste nichts, was mir an dieser Zusammenarbeit nicht gefällt! Es ist einfach in unserem Job ein riesiger Vorteil, nicht allein an einem Thema zu arbeiten, sondern sich permanent mit der Partnerin austauschen zu können, Ideen zu spinnen, Konzepte zu erarbeiten oder die richtigen Worte zu finden. Aber so etwas muss einem vermutlich einfach passieren, so wie es bei Kathrin und mir der Fall war.

    Ich wäre grundsätzlich nicht unbedingt auf die Idee gekommen, dass ich gern zu zweit schreiben würde, obwohl der Wunsch, Bücher zu schreiben, immer existent war. Allein hätte ich mir aber vielleicht bis heute nicht den entscheidenden Ruck gegeben, hätte zu viele Selbstzweifel und zu wenig Motivation gehabt und vielleicht nicht den Mut, ein Krimi-Projekt bis zum Ende durchzuziehen.

    Eine genaue Aufteilung, wer von uns was macht, gibt es eigentlich nicht. Weder einzelne Charaktere unserer Lüneburg-Krimis noch bestimmte Aufgaben. Alles, was anfällt, besprechen wir gemeinsam und entscheiden dann spontan – oft auch danach, wer gerade mehr Zeit hat – wer bestimmte Aufgaben übernimmt. Beim Schreiben allein war das ohnehin nie ein Thema.

    Bevor es mit der Veröffentlichung unseres ersten Lüneburg-Krimis „Blutheide“ losging, war uns beiden zudem auch nicht so klar, was alles auf uns zukommt (zum Glück!), denn Interviews, Lesungen, Pressearbeit und diverse Korrekturläufe der einzelnen Manuskripte nehmen einfach sehr viel zusätzliche Zeit in Anspruch. Aber es passt einfach alles so perfekt mit dieser Zusammenarbeit, dass ich es eigentlich gar nicht hinterfragen, sondern einfach weiterhin genießen möchte.

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig? Und warum?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Ich bin auf jeden Fall überhaupt kein Strandurlauber, das wäre mir zu langweilig. Ich mag Städtetrips, um Neues zu sehen. Außerdem bin ich sehr gern auf dem Wasser unterwegs, in welcher Form auch immer, außer auf so riesigen Kreuzfahrtschiffen mit Animation rund um die Uhr, das ist so gar nicht meine Sache. Wenn es darum geht, wirklich mal durchzuatmen und den Akku aufzuladen, kann ich das am besten in Österreich. Dort bin ich seit vielen Jahren ziemlich regelmäßig und genieße es jedes Mal und egal zu welcher Jahreszeit.

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Tja, da kann ich jetzt nicht viel Spannendes bieten, denn zwischen Vollzeitjob und dem Schreibtisch zuhause, bleibt tatsächlich nicht mehr viel Zeit für besondere Hobbys, und ein bisschen private Zeit soll ja auch immer noch übrig sein. Lesen war und ist definitiv eine Leidenschaft, und auch das Schreiben empfinde ich nach wie vor mehr als leidenschaftliches Hobby, denn als Arbeit. Da geht es mir vermutlich wie vielen Autorenkollegen.

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Ich lese tatsächlich gern Krimis, in meinen Augen auch eine Grundvoraussetzung, wenn man selbst welche schreiben möchte. Da ist alles dabei, deutsche Krimis, gern skandinavische Autoren … hier wähle ich queerbeet, mal nach Cover, mal nach Titel, der mich anspricht oder weil ich eine gute Rezension gelesen habe.

    Wenn ich mich an einem Autor mal so richtig festgebissen habe, dann gern alles von ihm oder ihr. Gerade habe ich – in dem Fall durch eine Empfehlung aus dem Freundeskreis – den ersten Krimi von Eva Almstädt gelesen, und es wird nicht der letzte gewesen sein. Cody Mc Fadyen steht zum Beispiel immer auf der Wunschliste, wenn ein neuer kommt und an Büchern von Max Bentow und Faye Kellerman gehe ich momentan auch selten vorbei, wenn sie mir in der Buchhandlung begegnen. Aber ich bin da generell nicht so festgelegt, sondern probiere gern Neues aus. Wenn mir mal nicht nach einem Krimi ist, dann darf es gern mal etwas sein von Katherine Webb oder Charlotte Link. Außerdem lese ich zwischendurch immer sehr gern Jugendbücher, tatsächlich auch hier aber besonders gern Krimis und Thriller.

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Leidenschaft, Lust, die Zeit vergessen, die Gedanken laufen lassen, Herausforderung, der ewige Reiz – auf den Punkt gebracht: Die schönste Beschäftigung, die ich mir vorstellen kann!

    Heidegrab_LY_1.indd

    CLAUDIA KRÖGER: In „Heidegrab“ geht es lt. Amazon.de um:
    Mitten in den Vorbereitungen für das Lüneburger Stadtfest muss Katharina von Hagemann sich mit grausigen Funden auseinandersetzen: Menschliche Körperteile werden in und um Lüneburg entdeckt. Wer treibt hier sein sadistisches Spiel? Wird in der sonst so idyllischen Hansestadt jemand qualvoll zu Tode gefoltert? Ein Zufall bringt die Kommissarin auf eine verstörende Spur und lässt sie die verworrenen Zusammenhänge hinter diesem brutalen Fall erahnen. Doch kann sie ihn auch aufklären?

    Hier finden Sie weitere Informationen:
    Heidegrab: Kriminalroman

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Heidegrab“?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Zuerst einmal ja nicht allein, denn zu diesem Zeitpunkt war die Partnerschaft mit Kathrin ja schon in vollem Gange und es war klar, dass wir nach „Blutheide“ auf jeden Fall zusammen weiter arbeiten wollen, wenn wir die Chance dazu bekommen. Als dann das Angebot für eine Fortsetzung von unserem Verlag kam, haben wir beide einfach alles an Ideen heraussprudeln lassen, was sich in unseren Köpfen bis dahin so angesammelt hatte.

    Während der Arbeit am ersten Lüneburg-Krimi sind parallel immer schon Ideen gekommen, die wir unter dem Begriff „Vielleicht für später“ zur Seite gepackt haben, das ist nach wie vor so, wenn man an einem Projekt arbeitet. Wenn es dann soweit ist, müssen wir also nicht bei Null anfangen, sondern eher versuchen, aus dem riesigen Ideen-Topf die besten hervor zu suchen und zu einem rundem Gesamtkonzept zusammen zu packen. Da unsere Krimis aufeinander aufbauen, lebt man die Schicksale der Hauptcharaktere ohnehin schon im Kopf weiter.

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Heidegrab“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Das kann ich so eigentlich nicht sagen, aber ich habe mir darüber auch noch nie Gedanken gemacht. Die Recherche ist für mich eher Fleißarbeit, und ich versuche das so gezielt wie möglich zu organisieren. Da bleibt dann nicht viel Raum für besondere Ereignisse, zumal viel Recherche einfach auch vor dem Bildschirm stattfindet und nicht immer direkt vor Ort.

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Ich mag es, Charaktere zu gestalten und zu entwickeln, die dann in meinem Kopf sehr schnell lebendig werden. Generell mag ich aber eigentlich alles gleich gern, denn gerade das Gesamtpaket an Aufgabenstellungen, wenn man an einem Manuskript arbeitet, empfinde ich als tolle Herausforderung. Es gab bisher selten Teile, an die ich nicht herangehen mochte oder zu denen ich keine Lust hatte. Aber sollte das mal irgendwann passieren, werde ich die Teamarbeit mit Kathrin vermutlich mal wieder umso mehr genießen, denn dann hat sie vielleicht gerade besonders viel Lust dazu. Wir ergänzen uns hier, wie bei allem anderen, wirklich sehr perfekt, da müsste ich mir also nie Sorgen machen.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Das ist für mich der handwerkliche Teil am Schreiben. Leidenschaft allein genügt eben nicht, wie bei allen Berufen ist ein großer Teil wirklich gelerntes Handwerk, und der stimmige und schlüssige Aufbau eines Plots gehört auf jeden Fall dazu. Ich denke, dass wir schon beim Exposé versuchen, komplett lose Fäden zu vermeiden, und dann ist es am Ende natürlich sowohl an uns als auch an unserem Lektorat, zu prüfen, ob uns das gelungen ist. Ein paar offen gehaltene Fäden spannen wir aber ganz bewusst, wenn es um das Privatleben unserer Charaktere geht, denn genau das mögen wir beide ebenso wie unsere Leser.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an die Protagonisten Katharina von Hagemann heran? Würdest du uns dafür einfach mal ein Beispiel für die ersten Überlegungen zur Figur geben?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Katharina war plötzlich da, einfach geboren und sowohl Kathrin als auch mir sofort sympathisch. Ich denke, wir beide wollten gern eine Frau als Hauptfigur, das war vielleicht die erste Überlegung. Aber wenn du wüsstest, wie turbulent, aufgewühlt, chaotisch und enthusiastisch die Treffen von Kathrin und mir sind, wenn wir neue Ideen und Gedanken spinnen, dann wüsstest du, dass ich das gar nicht im Einzelnen wiedergeben kann ;-). Am Ende ist immer ein Ergebnis am Start, mit dem wir beide glücklich sind, aber an den Weg dorthin erinnere ich mich später nicht mehr in allen Einzelheiten.

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Natürlich sind bestimmte Geschichten schon länger im Kopf, schon allein, weil man ja das Exposé meist abliefert, lange bevor man wirklich mit der Arbeit am Manuskript beginnt. Nach einer Zusage fürs Exposé versuche ich schon, die ein oder andere Recherche zu erledigen, bevor es losgeht, aber viele Gedanken kommen erst beim Schreiben und erfordern dann weitere Recherchen, sodass ich nicht behaupten würde, dass ich das so strukturiert abarbeiten kann. Jede Story entwickelt beim Schreiben eine gewisse Eingendynamik, was ich persönlich total spannend finde, und so kann ich mir noch so viel vornehmen, am Ende kommt es garantiert doch anders.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Krimi arbeitest?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Es gibt hier bei mir kein klassisches Schema. Ich versuche einfach, mir neben meinem Hauptberuf so viel Zeit wie möglich zu schaffen, um an den eigenen Schreibtisch zu gehen, aber das kann man einfach nicht immer planen, auch wenn ich mir das manchmal wünschen würde. Irgendetwas kommt immer dazwischen und dann muss der Schreibtisch doch wieder warten.

    Grundsätzlich sind es die Abende oder das Wochenende, wenn es passt auch gern mal ein komplettes Wochenende am Stück. Da setze ich mich dann bewusst zuhause in mein Arbeitszimmer, schließe die Tür und schon bin ich mittendrin, da brauche ich dann keine lange Vorbereitung, um wieder in die Story zu kommen. Mit einem festen Zeitplan fürs Schreiben habe ich es durchaus versucht, aber wie gesagt, mit Hauptjob, Freunden, Familie und Privatleben lässt sich das nicht gnadenlos durchziehen, zumindest wäre das nicht meine Welt.

    AVELEEN AVIDE:
    Wo schreibst du am liebsten?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Ganz klar in meinem Arbeitszimmer, dort kann ich mich am besten konzentrieren und die Welt um mich herum vergessen.

    AVELEEN AVIDE:
    Hörst du auch Musik beim Schreiben und falls Ja, welche, oder brauchst du absolute Stille?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Das ist unterschiedlich, aber oft höre ich leise Musik. Dann aber CDs, kein Radio, da lenken mich die Gespräche zu sehr ab. Gern tatsächlich auch klassische Musik, was ich im Alltag nicht unbedingt oft höre, aber beim Arbeiten sehr angenehm finde.

    AVELEEN AVIDE:
    Wirst du von einer Agentur vertreten? Und falls Ja, was ist für dich der Vorteil, von einer Agentur vertreten zu werden?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Nein, Kathrin und ich werden nicht von einer Agentur vertreten und haben das bisher auch sehr bewusst nicht in Angriff genommen.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Zur Zeit arbeiten wir an unserem dritten Lüneburg-Krimi rund um unsere Protagonistin Katharina von Hagemann.

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen Roman veröffentlichen möchten?

    CLAUDIA KRÖGER:
    Jeder sollte sich darüber klar sein, dass es kein Job ist, der mal eben schnell erledigt ist und mit dem man dann ganz schnell das große Geld verdient. Wer dies als Antrieb im Kopf hat, ist denke ich mit der falschen Motivation dabei. Und jeder der schreiben will, sollte selbst viel lesen und sich ausprobieren.

    AVELEEN AVIDE:
    Claudia, vielen Dank für das Interview.


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    Heute gibt 1 Buch zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 4. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Blutheide“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. Wer mir die nachfolgende Frage richtig beantwortet, der kann „Heidegrab“ gewinnen: Welcher Autor steht immer auf ihrer Wunschliste?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
    Alles Nähere – hier klicken.

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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

    Hier lese ich aus meinem Buch “Samtene Nächte” aus der erotischen Kurzgeschichte “Erotischer Zirkel”. „Samtene Nächte“ ist bei Amazon.de in der Top 100 der Erotik-Bestseller. :-)


    Hier gibt es ein Video – von dem ich nicht weiß, wer das für mich gemacht hat… Alles sehr geheimnisvoll…

    Wenn Sie hier klicken, dann kommen Sie zu meinen Lesungen aus "Samtene Nächte".

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Interviews mit Autoren“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung aller bisher erschienenen Interviews auf meinem Internetblog.

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Sonstige Einträge“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung unter der alle Lesungen, die Buchmesse in Frankfurt 2007/2008 und Kurzinterviews und v.a. aufgeführt sind.

    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

    Das war Aveleen Avide
    Glauben Sie an sich!

    Schauen Sie also wieder rein, wenn es heißt:
    Willkommen bei Aveleen Avide

    Ihre Aveleen Avide
    Aveleen Avide jetzt auch bei Twitter: http://twitter.com/aveleenavide

    Aveleen Avide Copyright Richard Föhr

    Foto: © Richard Föhr

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  • 10/03/14--08:00: Interview mit Béla Bolten
  • Willkommen bei Aveleen Avide

    Béla Bolten ist kein Autor, der einfach drauflosschreibt, nein, bei ihm gibt es erst einen Grobplot und einen Szenenplan. Er sagt auch: „Als Autor bekommt man zwar keine Schwielen an den Händen, dafür aber am Gesäß.“

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Tote Mädchen weinen nicht“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    Foto Bela Bolten

    Foto: © Béla Bolten

    Béla Bolten ist Historiker und Autor.

    Béla Bolten ist das Pseudonym des Autors Matthias Brömmelhaus. Er wurde 1957 im Münsterland geboren und lebt jetzt in Konstanz am Bodensee.

    Unter Marthias Brömmelhaus arbeitete er nach dem Studium als Historiker und veröffentlichte verschiedene Artikel und Sachbücher zur Zeitgeschichte.

    2003 eröffnete er einen Autobiografieservice und heute gehört er zu den erfolgreichsten "Personal Historians".

    Du hast das Blog "Schreibtischtäter". Was kann man dort finden?

    BÉLA BOLTEN:
    Das Blog ist sozusagen mein Sammelsurium, in dem ich Gedanken zu den unterschiedlichsten Aspekten meiner Arbeit als Autor und Schriftsteller zusammentrage. Hin und wieder gibt es auch Leseempfehlungen, Filmtipps oder ich philosophiere über Fußball - das allerdings nur selten. Leider fehlt mir oft die Zeit, das Blog zu pflegen und so melde ich mich da nur sporadisch, ich habe mir aber fest vorgenommen, mich demnächst wieder intensiver darum zu kümmern.

    AVELEEN AVIDE:
    Darf ich fragen, ob du verliebt, verlobt, verheiratet bist?

    BÉLA BOLTEN:
    Seit 28 Jahren in die selbe Frau verliebt und verheiratet.

    AVELEEN AVIDE:
    In welchem Bereich hattest du als Historiker gearbeitet?

    BÉLA BOLTEN:
    Vor allem im Bereich der Zeitgeschichte. Meine erste Veröffentlichung überhaupt war ein Sachbuch über die jüdische Gemeinde meiner Heimatstadt, das 1988 zum fünfzigsten Jahrestag der Pogromnacht erschien. Während des Studiums habe ich mich allerdings auch intensiv mit der Frühmittelalterforschung beschäftigt und sogar ein paar Jahre in einem Institut für mittelalterlicher Stadtgeschichte gearbeitet. Allerdings ist das inzwischen so lange her, dass ich mir z. B. nicht mehr zutrauen würde, einen Roman zu schreiben, der in dieser Zeit angesiedelt ist.

    AVELEEN AVIDE:
    Mit ca. 50 Jahren ein Krimi und der schlägt gleich so ein. Wieso auf einmal ein Krimi? Was hat dich daran gereizt?

    BÉLA BOLTEN:
    Nun ja, mein erster Kriminalroman „Codewort Rothenburg“ erschien ja bereits 2012. Er spielt im Berlin des Zweiten Weltkriegs und verknüpft eine fiktive Romanhandlung mit tatsächlichen historischen Ereignissen sowie realen Personen und Orten. Da konnte ich mein Wissen über die Zeit direkt verwenden. Ich hatte damals nicht damit gerechnet, dass sich viele Leser für einen sauber recherchierten Krimi über die NS-Zeit interessieren, und wurde total überrascht. Das brachte mich dazu, einen zweiten Roman mit dem gleichen Ermittler zu schreiben, der genauso erfolgreich war. Beide Titel schafften es in die TOP 100 der Krimis für Kindle, womit ich bei diesem Thema und Setting nie gerechnet hätte.

    Weil ich mich nicht nur auf historische Kriminalromane beschränken wollte, veröffentlichte ich im Januar 2013 „Leahs Vermächtnis“, den ersten Roman einer Reihe um die Konstanzer Ermittler Bettina Berg und Alexander Thal. Gleich dieser erste Fall schlug ein und erreichte die TOP 10 der Amazon-Kindle-Charts. „Tote Mädchen weinen nicht“ ist bereits der fünfte Krimi dieser Reihe und hält sich seit seinem Erscheinen auf den oberen Plätzen der Rangliste.

    Aber um zu deiner Frage zurückzukommen, was mich darauf gebracht hat, Krimis zu schreiben: Für mich sind sie die Gesellschaftsromane unserer Zeit. Ein guter Krimi spiegelt die Gesellschaft in ihren guten wie in ihren bösesten Momenten. In meinen Romanen greife ich immer aktuelle Themen auf, es geht niemals nur um den oberflächlichen Thrill. Deshalb verzichte ich auch auf Schockeffekte, sondern versuche, meine Figuren so glaubwürdig wie möglich handeln zu lassen.

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du?

    BÉLA BOLTEN:
    Ich lese viel, aber das ist für einen Autor selbstverständlich. Außerdem bin ich ein Genussmensch. Ein gutes Glas Wein, ein Maltwhisky aus Schottland, ein paar Tapas … Da läuft mir schon jetzt das Wasser im Mund zusammen. Vor allem aber verreise ich gerne und fröne am Ziel meiner Leidenschaft: dem Flanieren. Am liebsten lasse ich mich in fremden Städten ziellos treiben, beobachte die Menschen, lasse die Atmosphäre des Ortes auf mich wirken und versuche etwas von der Kultur zu verstehen.

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig?

    BÉLA BOLTEN:
    Orte, an die ich gerne noch reisen möchte, gibt es viele. Regelmäßig geht es nach Italien und nach Südostasien. Seit zwanzig Jahren haben meine Frau und ich dort viele Länder bereist und auf Bali und in Thailand auch für längere Zeit gelebt. Wenn es so etwas wie eine zweite Heimat gibt, dann liegt sie dort. In der letzten Zeit haben wir Europas Norden wiederentdeckt und planen, im nächsten Jahr nach Schottland zu reisen.

    Aus der Aufzählung der Reiseziele kann man ja schon herauslesen, dass Strandurlaub so gar nicht mein Ding ist. In den Ferien habe ich am liebsten eine Mischung aus Provinz und Metropole. In diesem Spannungsfeld lernt man sein Reiseland meines Erachtens am besten kennen.

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    BÉLA BOLTEN:
    Derzeit lese ich „Der Circle“ von Dave Eggers, sozusagen das „1984“ unserer Zeit, eine bedrückende Fiktion, wobei man beim Lesen feststellt, wie erschreckend real manches schon ist.

    Ich bin als Leser nicht auf bestimmte Genres festgelegt. Natürlich lese ich viel Krimis, wenn ich sie nicht lieben würde, würde ich kaum welche schreiben. Hin und wieder darf es aber auch etwas ganz anderes sein, nur mit Fantasy- und Vampirromanen habe ich mich nie anfreunden können.

    AVELEEN AVIDE:
    Wieso hast du dich entschlossen, deinen 1. Krimi als E-Book zu veröffentlichen?

    BÉLA BOLTEN:
    Als Amazon seine Plattform für Selbstverleger auch in Deutschland startete, war ich zunächst skeptisch. Ich hatte das Manuskript von Codewort Rothenburg fertig in der Schublade, es hatte auch schon lobende Kommentare von Verlagen und Agenten bekommen, war aber am Ende abgelehnt worden, weil es nicht ins Verlagsprogramm passte oder man keine großen Verkaufschancen sah. Als die ersten Kolleginnen und Kollegen positiv über ihre Erfahrungen mit Amazons Selfpublishing-Plattform berichteten, dachte ich mir: Du kannst nichts verlieren, probiere es einfach aus. Ein Entschluss, den ich bis heute keine Sekunde bereut habe.

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    BÉLA BOLTEN:
    Zunächst einmal ist es Arbeit. Ich lebe seit zwölf Jahren als freier Autor ohne „Brotjob“, das heißt, dass ich davon meine Miete zahlen und den Kühlschrank füllen muss. Aber natürlich bedeutet mir das Schreiben, wie wahrscheinlich jedem Autor, viel mehr. Schreiben ist auch Erfüllung, es bereitet mir eine große Freude, Geschichten zu erfinden und meine Leser zu unterhalten.

    Cover Tote Maedchen weinen nicht

    BÉLA BOLTEN: In „Tote Mädchen weinen nicht“ geht es lt. Amazon.de um:
    Als die grausam zugerichtete Leiche der fünfzehnjährigen Annika Wilms aufgefunden wird, beginnt für die Konstanzer Kommissare Bettina Berg und Alexander Thal eine fieberhafte Ermittlung - denn mehrere Mädchen wurden in den letzten Monaten als vermisst gemeldet. Eine Profilerin bringt Berg und Thal auf die Fährte eines internationalen Drogen- und Menschenhändlerrings. Während die beiden Polizisten eine Spur nach Amsterdam verfolgen, macht Annikas Mutter eine verstörende Entdeckung in der Hinterlassenschaft ihrer ermordeten Tochter ...

    Hier finden Sie weitere Informationen:
    Tote Mädchen weinen nicht - Thriller

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Tote Mädchen weinen nicht“?

    BÉLA BOLTEN:
    Auslöser war ein Artikel in unserer Lokalzeitung, in dem über Loverboys berichtet wurde. Ich hatte zwar schon einmal davon gehört, dass junge Männer sich an minderjährige Mädchen heranmachen, um sie psychisch abhängig zu machen und in Prostitution und Drogengeschäfte zu zwingen. Aber das sollte im beschaulichen Konstanz passieren? Ich war neugierig und begann zu recherchieren.

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Tote Mädchen weinen nicht“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    BÉLA BOLTEN:
    In diesem Fall bedeutete Recherche vor allem Lektüre. Loverboys treiben schon seit Jahren vor allem in Holland ihr Unwesen, dort versucht man, in den Schulen über die Gefahren aufzuklären. Ich stieß auf den Erlebnisbericht eines Mädchens, das im Alter von dreizehn Jahren in die Hände eines Loverboys fiel. Drei Jahre wurde sie von ihm seelisch wie körperlich misshandelt, war drogenabhängig und landete auf dem Strich. Ich muss sagen, dass mir diese Lektüre wirklich an die Nieren ging, so direkt und unvermittelt, wie das Mädchen ihr Leben beschrieb.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an den Plot für „Tote Mädchen weinen nicht“ heran? Könntest du uns ein Beispiel für deine ersten Überlegungen zur Handlung von „Tote Mädchen weinen nicht“ geben?

    BÉLA BOLTEN:
    Ich hatte von Anfang an vor, die Geschichte auch aus der Sicht eines Opfers zu erzählen. Außerdem interessierte mich die Frage, wie die Eltern eines Mädchens, das in die Abhängigkeit eines Loverboys geraten ist, damit umgehen. Damit war klar, dass es mehrere voneinander zunächst unabhängige Handlungsstränge geben würde, die durch die Ermittlungen der Polizei zusammengeführt werden müssten.

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    BÉLA BOLTEN:
    Puh, schwierige Frage. Ehrlich gesagt kann ich das gar nicht genau beantworten. Ich denke, dass es von der Tagesform abhängig ist, was mir gerade leichter fällt. Alle Elemente sind in einem Roman gleich wichtig, aber vermutlich sind die Dialoge so etwas wie die Königsdisziplin. Sie machen am meisten Arbeit, aber auch am meisten Spaß. Mir als Autor und ich hoffe auch den Lesern.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    BÉLA BOLTEN:
    Ich bin ein akribischer Plotter. Alles beginnt mit der Idee zu einem Roman, die ich in wenigen Sätzen aufschreibe. Danach entsteht ein Grobplot, in dem die Entwicklung der Geschichte bereits skizziert ist. Als nächstes schreibe ich einen Szenenplan, in dem der jeweilige Handlungsort, die vorkommenden Personen sowie die Ereignisse kurz geschildert sind. Da fällt es einem auf jeden Fall auf, wenn ein Handlungsstrang nicht zu Ende geführt wird. Erst danach beginne ich mit dem eigentlichen Schreiben.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an die Protagonistin, die Kommissarin Bettina Berg heran? Würdest du uns dafür einfach mal ein Beispiel für die ersten Überlegungen zur Figur geben? Und wie schreibt es sich als Mann, die Sicht einer Frau zu schildern? Ist das nicht schwer?

    BÉLA BOLTEN:
    Als ich die erste Überlegungen für einen Krimi anstellte, der am Bodensee spielen und aktuelle Bezüge aufgreifen sollte, war mir klar, dass ich als Ermittler einen Mann und eine Frau wollte. Möglicherweise lag das daran, dass ich bisher fast nur gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Frauen gemacht habe. So entstanden die beiden Figuren Bettina Berg und Alexander Thal.

    Sie ist Ende Dreißig und damit zwanzig Jahre jünger als er, ich wollte von Anfang an vermeiden, dass eine sexuelle Spannung zwischen den beiden entstand, deshalb ist Bettina Berg mit Thals Sohn liiert – wenn auch nicht immer glücklich. Sie sollte auch nie die Assistentin ihres Chefs sein, sondern gleichberechtigte Kollegin. Die Geschichten werden sowohl aus der Perspektive von Bettina Berg wie aus der von Alexander Thal erzählt, der Leser weiß also sehr genau, was der eine vom anderen denkt und hält, vielleicht ist das einer der Gründe, warum Rezensenten oft die Charakterzeichnung loben.

    Generell finde ich es nicht besonders schwerer, als Mann die Perspektive einer Frau einzunehmen. Im Gegenteil, es ist die besondere Faszination unseres Berufes. Wir dürfen gänzlich andere Menschen sein, dürfen in anderen Geschlechter und Hautfarben schlüpfen, dürfen abgrundtief böse sein oder warmherzig.

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    BÉLA BOLTEN:
    Schreiben kann ich erst, wenn Plot und Szenenplan stehen. Ich bin kein Spontanschreiber, bei dem die Geschichte sich erst bei der Arbeit entwickelt. Deshalb gibt es für mich für mich auch nur selten Überraschungen, wenn ich den ersten Satz des Manuskripts schreibe, weiß ich, wie die Geschichte ausgehen wird. Inzwischen ist es sogar so, dass ich den Titel eines Romans schon festgelegt habe, bevor ich die erste Zeile zu Papier bzw. auf die Festplatte bringe. Auch das Cover gebe ich gleich am Anfang in Auftrag, das inspiriert mich und treibt mich an.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Roman arbeitest?

    BÉLA BOLTEN:
    Als Selfpublisher muss ich mich um alle Aspekte kümmern, die einem Verlagsautor abgenommen werden. Deshalb beginne ich meinen Tag mit der Beantwortung von E-Mails, poste etwas bei Facebook oder halte Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen. Mit einigen pflege ich einen sehr intensiven und befruchtenden Austausch. Meistens ist es früher Nachmittag, wenn ich mit dem Schreiben beginne. Um achtzehn Uhr gibt es eine Pause, dass ist ein Ritual, dass meine Frau und ich eingeführt haben. Bis zwanzig Uhr verbringen wir zwei Stunden gemeinsam, sitzen auf dem Balkon, unterhalten uns, planen die nächste Reise und so weiter. Wir lassen uns dabei von niemandem stören. Nach dem Abendessen setze ich mich dann in der Regel noch einmal an den Schreibtisch. Meistens arbeite ich mindestens bis zweiundzwanzig Uhr, manchmal auch länger.

    AVELEEN AVIDE:
    Wo schreibst du am liebsten?

    BÉLA BOLTEN:
    An meinem Schreibtisch und ausschließlich am Computer.

    AVELEEN AVIDE:
    Hörst du auch Musik beim Schreiben und falls Ja, welche, oder brauchst du absolute Stille?

    BÉLA BOLTEN:
    Manchmal setze ich mir einen Kopfhörer auf und höre akustische Musik. Gitarre und Klavier, aber auch Instrumentalstücke für Harfe eigenen sich gut, um sich völlig von der Außenwelt abzuschotten. Meistens aber genieße ich einfach die Stille, wir haben das Glück, direkt am Waldrand zu wohnen, da stört mich selbst bei geöffneter Balkontür kaum ein Geräusch.

    AVELEEN AVIDE:
    Wirst du von einer Agentur vertreten? Und falls Ja, was ist für dich der Vorteil, von einer Agentur vertreten zu werden?

    BÉLA BOLTEN:
    Nein, ich habe keinen Agenten. Zur Zeit bin ich überzeugter und zufriedener Selfpublisher ohne Ambitionen, in einem Verlag zu veröffentlichen. Sollte sich das einmal ändern, würde ich mich allerdings auf jeden Fall an eine Agentur wenden. Sie nimmt einem viel Arbeit ab und, wie ich von Kollegen gehört habe, handelt sie oft auch bessere Verträge für einen heraus.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    BÉLA BOLTEN:
    Ich arbeite bereits am nächsten Krimi mit Bettina Berg und Alexander Thal. Es geht um einen Psychopathen und Motivationsguru, mehr möchte ich im Moment noch nicht verraten. Das Buch wird im Dezember erscheinen.

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen Krimi veröffentlichen möchten?

    BÉLA BOLTEN:
    Das Wichtigste am Schreiben ist das Schreiben. Wer ernsthaft darüber nachdenkt, einen Roman zu schreiben, sollte sich klarmachen, dass es ein großes Stück Arbeit ist und neben Talent und handwerklichem Können vor allem auf die Disziplin ankommt. Als Autor bekommt man zwar keine Schwielen an den Händen, dafür aber am Gesäß, denn man muss Stunde um Stunde am Schreibtisch verbringen. Deshalb ist der einzige Ratschlag, den ich jungen Kolleginnen und Kollegen geben kann: Setzt euch hin, schreibt den ersten Satz und dann den zweiten und dann den dritten und so weiter. Jeden Tag!

    AVELEEN AVIDE:
    Béla, vielen Dank für das Interview.


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    Heute gibt 1 Buch zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 3. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Tote Mädchen weinen nicht“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. Wer mir die nachfolgende Frage richtig beantwortet, der kann „Tote Mädchen weinen nicht“ gewinnen: Ein Artikel über wen brachte Béla auf die Idee zu „Tote Mädchen weinen nicht“?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
    Alles Nähere – hier klicken.

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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

    Hier lese ich aus meinem Buch “Samtene Nächte” aus der erotischen Kurzgeschichte “Erotischer Zirkel”. „Samtene Nächte“ ist bei Amazon.de in der Top 100 der Erotik-Bestseller. :-)


    Hier gibt es ein Video – von dem ich nicht weiß, wer das für mich gemacht hat… Alles sehr geheimnisvoll…

    Wenn Sie hier klicken, dann kommen Sie zu meinen Lesungen aus "Samtene Nächte".

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Interviews mit Autoren“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung aller bisher erschienenen Interviews auf meinem Internetblog.

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Sonstige Einträge“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung unter der alle Lesungen, die Buchmesse in Frankfurt 2007/2008 und Kurzinterviews und v.a. aufgeführt sind.

    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

    Das war Aveleen Avide
    Glauben Sie an sich!

    Schauen Sie also wieder rein, wenn es heißt:
    Willkommen bei Aveleen Avide

    Ihre Aveleen Avide
    Aveleen Avide jetzt auch bei Twitter: http://twitter.com/aveleenavide

    Aveleen Avide Copyright Richard Föhr

    Foto: © Richard Föhr

    Kommentare


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  • 10/10/14--03:23: Buchmesse
  • Liebe Leser meines Blogs,

    ich bin heute auf der Buchmesse unterwegs, deshalb wird es heute kein Interview geben.

    Herzlichen Gruß Aveleen

    Kommentare


    0 0
  • 10/17/14--09:40: Interview mit Rosita Hoppe
  • Willkommen bei Aveleen Avide

    Rosita Hoppe hatte bei der Recherche zu „Küsse am Meer“ ständig den Duft von Schokolade, Kaffee, Likör und Kuchen in der Nase. Und allein beim Besuch auf der Homepage der „Inselpraline“ haben sich etliche fiese Kalorien auf ihre Hüften gesetzt.

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Küsse am Meer“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    Foto Rosita Hoppe

    Foto: © Rosita Hoppe

    Rosita Hoppe ist Reiseverkehrskauffrau und Autorin.

    Rosita Hoppe wurde 1958 geboren. Sie lebt mit Mann und zwei Kindern in Bad Münder. Deine Kinder dürften aber auch schon erwachsen sein? Jungs oder Mädls?

    ROSITA HOPPE:
    Ja, inzwischen sind meine beiden Töchter erwachsen. ;-)

    AVELEEN AVIDE:
    Du bist freie Mitarbeiterin einer Lokalzeitung. Wie kamst du zu diesem
    Job?

    ROSITA HOPPE:
    Liebe Aveleen und liebe Leser, ich war einige Jahre freie Mitarbeiterin einer Lokalzeitung. Den Nebenjob habe ich vor gut zweieinhalb Jahren aufgegeben, weil ich hauptsächlich abends und am Wochenende eingesetzt wurde, was leider immer wieder zu Diskussionen im Privatleben führte.

    An die Zeitungsarbeit bin ich gekommen, als ich eine Fernschreibschule besuchte, wo ich auch kurze, informative Artikel schreiben lernte. Den Tipp meiner damaligen Schreiblehrerin, erste Veröffentlichungserfahrungen durch Artikel schreiben zu bekommen, beherzigte ich und fragte einfach bei der örtlichen Tageszeitung nach.

    Sehr schnell lernte ich dort, dass es bei der Zeitungsarbeit nicht nur aufs Schreiben, sondern besonders auf ein gutes, aussagekräftiges Foto ankommt.

    AVELEEN AVIDE:
    Du hast auch unter Pseudonymen veröffentlicht. Warum und was?

    ROSITA HOPPE:
    Stimmt, ich schreibe auch unter zwei Pseudonymen. Zum einen Erotikgeschichten, die ich nicht unter realem Namen veröffentlichen möchte.

    Zum anderen schlug mir der Klarant Verlag, für den ich regelmäßig meist Erotik schreibe, vor, Liebeskurzromane unter Susanna Rossi zu veröffentlichen, weil der Name zeitgemäß sei.

    AVELEEN AVIDE:
    2014 gibt es plötzlich ganz viele Romane von dir. Die waren doch sicher schon einige Zeit fertig? (Hoffe ich). ;-)

    ROSITA HOPPE:
    Ja, in diesem Jahr passiert unglaublich viel – zu viel, wie ich im Nachhinein leider feststellen muss. Bedauerlicherweise scheint sich der Verkauf meiner Bücher gegenseitig zu behindern, was sehr bitter ist und mich traurig macht.

    Im Mai ist „Wenn es Liebe wird“, mein erster Roman beim Bookshouse Verlag erschienen. Mit dem Manuskript hatte ich mich vor drei Jahren bei Agenturen beworben und einen Vertrag bei der Agentur Lesen & Hören bekommen. Den Verlagsvertrag bekam ich dann im Frühjahr 2013.

    „Das Glück fährt Taxi“ ist in diesem Jahr in einer Neuauflage bei books2read als E-book erschienen. Der Roman kam erstmals Anfang 2011 bei Aaronis-Collection heraus.
    Das Manuskript„Küsse am Meer“, mein neuestes „Baby“, ebenfalls bei Bookshouse, hatte ich im Frühsommer 2013 beendet.

    Wie du siehst, habe ich alles in zeitlich machbarem Rahmen geschrieben. ;-)

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du?

    ROSITA HOPPE:
    Ich lese leidenschaftlich gern, was momentan durch mehrere Abgabetermine leider zu kurz kommt.

    Ansonsten steht in meiner Vita, dass ich sehr gern Inliner fahre. Auch das habe ich in diesem Jahr vernachlässigt. Warum eigentlich? Würde meiner Figur wahrlich guttun, vor allen Dingen, weil ich viel zu gern beim Schreiben nasche. ;-)
    Außerdem verreise ich gern.

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig?

    ROSITA HOPPE:
    Ich liebe die See. Lange Strandspaziergänge sind für mich Erholung pur. Dabei ist es egal, ob ich auf dem Festland oder einer Insel bin. Aber zwischendurch fahre ich durchaus auch gern mal in die Berge oder mache Städtetouren.

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    ROSITA HOPPE:
    Wie gesagt, ist die Lesezeit grad ziemlich knapp bemessen und es warten noch etliche Bücher in meinem Regal und auf dem Reader, die gelesen werden wollen.
    Am liebsten lese ich Liebesromane, heitere Frauenromane und erotische Romane.

    Kürzlich habe ich mir „Lara, Latex, Landlust“ von Anja Goerz zugelegt, den ich möglichst bald lesen möchte. Bin schon sehr gespannt drauf.

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    ROSITA HOPPE:
    Das Schreiben nimmt in meinem Leben einen großen Raum ein – ist für mich wie Luft zum Atmen. Ich liebe es, immer neue Geschichten zu erfinden, Figuren zu kreieren und sie ins Chaos, die Liebe und die Unwegsamkeiten des Lebens zu schubsen.

    Cover Kuesse am Meer

    ROSITA HOPPE: In „Küsse am Meer“ geht es lt. Rositas Webseite um:
    Pauline kann ihr Leben mit einem Satz beschreiben – Pleite auf ganzer Linie. Kein Job, vom Freund, dem sie einen Heiratsantrag machen wollte, betrogen und verlassen, und keine Idee für ihren nächsten Roman. Der soll heiter und amüsant sein, doch in diese Stimmung kann sich Pauline nicht hineinversetzen. 
Da kommt ihr der Anruf ihrer Schulfreundin Jule gerade recht. Jule bittet sie um Hilfe in ihrer beschaulichen Pension auf Amrum. An der See wird sie auf andere Gedanken kommen und hoffentlich pustet ihr der Wind endlich die dringend benötigte Geschichte ins Hirn.
Sie lernt den attraktiven Paul kennen, der ausgerechnet sie um einen Tipp zum Thema Frauenromane bittet. Pauline findet Paul sehr sympathisch und fiebert weiteren Treffen entgegen. Dumm nur, dass Jule kein gutes Haar an ihm lässt. Warum hasst Jule Paul? Und was hat es mit den Gerüchten auf sich, die sich um Paul ranken? Alles nur Seemannsgarn?
Als Pauline ausgerechnet den Menschen auf der Insel trifft, den sie am allerwenigsten erwartet hätte, ist das Gefühlschaos perfekt ...

    Hier finden Sie weitere Informationen:
    Küsse am Meer

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Küsse am Meer“?

    ROSITA HOPPE:
    Wie gesagt, ich liebe die See und besonders die Nordseeinseln. Ich kenne einige, aber Amrum ist mir am meisten ans Herz gewachsen. Wer schon mal da war, wird das verstehen. Schon vor Jahren hatte ich eine Kurzgeschichte geschrieben, die auf Amrum spielte. Sie wurde damals in einer Zeitschrift veröffentlicht und ist außerdem in meiner Kurzgeschichtensammlung „Zuckersüße Küsse“ zu finden.

    Schon damals hatte ich den Wunsch, einen „richtigen“ Roman zu schreiben, der auf Amrum spielt. Nun konnte ich mir (und hoffentlich meinen Lesern) diesen Traum mit „Küsse am Meer“ erfüllen.

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Küsse am Meer“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    ROSITA HOPPE:
    Als ich vor Jahren im Urlaub auf Amrum war, hatte ich noch keine Ahnung, dass ich eines Tages auf die Idee kommen würde, zu schreiben. Und erst recht nicht, dass ich eines Tages ein Roman schreiben würde, der auf eben dieser Insel spielt. Folglich habe ich den Aufenthalt auf der Insel genossen, ohne irgendetwas zu recherchieren. Wenn ich das damals schon geahnt hätte, wäre der Urlaub sicher anders und nicht so erholsam verlaufen.

    Zur Recherche nutzte ich Urlaubsfotos, einen Reiseführer samt Inselkarte und hauptsächlich das Internet.

    Da im Laufe des Romans das Thema Segeln angesprochen wird (in welcher Form behalte ich jetzt für mich ;-) ), und ich überhaupt keine Ahnung davon habe, suchte ich Rat auf einer Segelseite, die bei Facebook ist, was mir sehr geholfen hat.

    Witziges, Außergewöhnliches passierte nicht. Oh doch, da fällt mir was ein. Pauline stattet in Wittdün der „Inselpraline“ einen Besuch ab. Die „Inselpraline“ gibt es wirklich und allein bei einem Besuch auf deren HP setzten sich vermutlich etliche fiese Kalorien auf meine Hüften. ;-)
    Ich hatte sogar den Duft von Schokolade, Kaffee, Likör und Kuchen während des Schreibens in meiner Nase.

    In echt kenne ich diesen verführerischen Ort nicht, werde ihn aber ganz sicher bei meinem nächsten Amrumaufenthalt aufsuchen.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an den Plot für „Küsse am Meer“ heran? Könntest du uns ein Beispiel für deine ersten Überlegungen zur Handlung von „Küsse am Meer“ geben?

    ROSITA HOPPE:
    Es war ja von vorne herein klar (ich merke schon, ich wiederhole mich ;-) ) dass der Roman auf Amrum spielen sollte. Pauline sollte allerdings erst dorthin reisen müssen. Es musste etwas Gravierendes in ihrem Leben passieren, damit sie auf die Insel flüchtet.

    Warum sollte sie sich ausgerechnet Amrum aussuchen? Ich stellte ihr eine Schulfreundin zur Seite. Jule lebt seit Jahren auf Amrum und betreibt dort eine Pension. Kurz vor der Hauptsaison steht sie plötzlich allein da, sucht händeringend nach jemandem, der ihr in der Pension helfen könnte. Paulines Leben steht gerade auf dem Kopf und Jule überredet sie, auf die Insel zu kommen. Pauline braucht Abwechslung, eine Auszeit und ganz dringend Geld. Perfekt für beide Seiten.

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    ROSITA HOPPE:
    Ich liebe Dialoge. Ganz besonders, wenn die Figuren in Streit geraten, Worte und Sätze wie Spielbälle hin- und herfliegen.
    Charaktere forme ich eigentlich schon vor dem Schreiben ausführlich, doch manchmal überraschen sie mich mit einer Eigenart, die erst während des Schreibens zum Vorschein kommt. Das finde ich sehr spannend.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    ROSITA HOPPE:
    Gute Frage, liebe Aveleen. Ich versuche natürlich bereits während des Schreibens, keine losen Enden zu übersehen. Mache mir während des Schreibens Notizen. Doch es kommt vor, dass mir beim Überarbeiten auffällt, dass da noch etwas offen ist, was zu Ende geführt werden muss.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an die Protagonistin Pauline heran? Würdest du uns dafür einfach mal ein Beispiel für die ersten Überlegungen zur Figur geben?

    ROSITA HOPPE:
    Sie musste eine Schwäche haben. Eine, die sich ihr auf die Hüften setzt. Da ich zufällig bei ersten Überlegungen ein Eis vor mir stehen hatte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Eis war genau das Richtige für Pauline.

    Pauline liebt Eis in allen möglichen Geschmacksrichtungen – als Belohnung, weil es ihr gut geht und ganz besonders (und häufig) als Seelentröster. Und das von der ersten Seite an.

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    ROSITA HOPPE:
    Wie gesagt, ging ich jahrelang mit der Idee schwanger, einen Amrumroman zu schreiben. Ich verfasste zuerst ein grobes Arbeitsexposé und die Hauptfiguren. Da ich eine Bauchschreiberin bin, lasse ich mich auf dem Weg meiner Hauptfigur gern überraschen. Natürlich weiß ich, wohin die Reise gehen soll, das Ende steht fest. Aber manchmal gibt es einen überraschenden Schlenker, man trifft auf die eine oder andere Situation, an die man zu Beginn nicht gedacht hat.

    Ich hatte etwa zwanzig Seiten geschrieben, da fragte mich meine Agentin, die gerade „Wenn es Liebe wird“ unter Vertrag genommen hatte, ob ich ein anderes Projekt in Arbeit hätte. Da machte ich mich gleich daran, am Exposé zu feilen und schickte es ihr mit dem noch realitiv kurzen Text.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Roman arbeitest?

    ROSITA HOPPE:
    Ich setze mich morgens, nach Frühstück und dem nötigen Haushalt, der äußerst lästig ist, in mein Büro. Zuerst checke ich E-Mails, schaue hier und da mal rein, bleibe meist viel zu lange bei fb hängen und gehe dann an die Arbeit. Zuerst lese ich mir den am Vortag geschriebenen Text durch, um mich wieder richtig in die Geschichte hineinfühlen zu können. Das nutze ich gleich zum Überarbeiten. Und dann geht es – hoffentlich los mit dem Weiterschreiben.

    AVELEEN AVIDE:
    Anmerkung Aveleen: fb heißt Facebook.

    AVELEEN AVIDE:
    Wo schreibst du am liebsten?

    ROSITA HOPPE:
    Am Schreibtisch direkt in den PC. Bei superheißem Sommerwetter auch mal im Garten. Dann in eine Kladde. Wobei ich das Abtippen gleich zum ersten Überarbeiten nutze.

    AVELEEN AVIDE:
    Hörst du auch Musik beim Schreiben und falls Ja, welche, oder brauchst du absolute Stille?

    ROSITA HOPPE:
    Ich brauche die Stille. Sehr selten mache ich mir romantische Kuschelmusik an. Eigentlich nur, wenn es mir mal nicht gelingt, mich in eine bestimmte Szene hinein zu versetzen.

    AVELEEN AVIDE:
    Wirst du von einer Agentur vertreten? Und falls Ja, was ist für dich der Vorteil, von einer Agentur vertreten zu werden?

    ROSITA HOPPE:
    Ja, ich werde von der Agentur Lesen & Hören, Anna Mechler, aus Berlin vertreten.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    ROSITA HOPPE:
    Gerade habe ich einen neuen erotischen Kurzroman beendet, der noch in diesem Jahr unter Pseudonym beim Klarant Verlag erscheinen wird.

    Es warten weitere Erotikprojekte, die geschrieben werden wollen.

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen Roman veröffentlichen möchten?

    ROSITA HOPPE:
    Heute ist es durch das Selfpublishing sehr viel einfacher geworden, ein Projekt zu veröffentlichen. Wer keinen Verlag findet, macht es einfach selbst. Allerdings sollte kein Autor sein Manuskript ohne gründliches Lektorat veröffentlichen. Das ist ein absolutes No-Go.

    Wer unbedingt bei einem Verlag veröffentlichen möchte, kann das heute auch bei den vielen neuen E-bookverlagen schaffen.

    Dringend warne ich davor, für eine Veröffentlichung zu zahlen. Ein Autor soll für seine Arbeit Geld bekommen und keinesfalls dafür bezahlen.

    AVELEEN AVIDE:
    Rosita, vielen Dank für das Interview.

    ROSITA HOPPE:
    Ich danke dir, liebe Aveleen, dass ich bei dir zu Gast sein durfte. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, deine interessanten Fragen zu beantworten.


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    Heute gibt 1 E-Book zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 2. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Küsse am Meer“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. Wer mir die nachfolgende Frage richtig beantwortet, der kann „Küsse am Meer“ gewinnen: Auf welcher Insel spielt „Küsse am Meer“?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
    Alles Nähere – hier klicken.

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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

    Hier lese ich aus meinem Buch “Samtene Nächte” aus der erotischen Kurzgeschichte “Erotischer Zirkel”. „Samtene Nächte“ ist bei Amazon.de in der Top 100 der Erotik-Bestseller. :-)


    Hier gibt es ein Video – von dem ich nicht weiß, wer das für mich gemacht hat… Alles sehr geheimnisvoll…

    Wenn Sie hier klicken, dann kommen Sie zu meinen Lesungen aus "Samtene Nächte".

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Interviews mit Autoren“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung aller bisher erschienenen Interviews auf meinem Internetblog.

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Sonstige Einträge“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung unter der alle Lesungen, die Buchmesse in Frankfurt 2007/2008 und Kurzinterviews und v.a. aufgeführt sind.

    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

    Das war Aveleen Avide
    Glauben Sie an sich!

    Schauen Sie also wieder rein, wenn es heißt:
    Willkommen bei Aveleen Avide

    Ihre Aveleen Avide
    Aveleen Avide jetzt auch bei Twitter: http://twitter.com/aveleenavide

    _DSC7074

    Foto: © Marc Senna, Make up und Frisur: Brit Augustin

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  • 10/24/14--11:11: Interview mit Ingrid Schmitz
  • Willkommen bei Aveleen Avide

    Ingrid Schmitz hatte ein „hardcore“-Erlebnis, als sie alle Goodbye-Deutschland-Folgen von Didi & Hasi ansah. Und auch wenn sie kein Hully Gully mehr hat, so kann sie ihr Leben trotzdem genießen.

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Liebeskiller“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    Foto Ingrid Schmitz-FotografHenrik Reimann

    Foto: © Ingrid Schmitz Fotograf: Henrik Reimann

    Ingrid Schmitz ist Autorin.

    Ingrid Schmitz wurde 1955 in Düsseldorf geboren. Wo lebst du heute? Verliebt, verlobt, verheiratet?

    INGRID SCHMITZ:
    Seit 1980 lebe ich in Krefeld am Niederrhein, bin seit 32 Jahren mit demselben Mann verheiratet und habe eine 28-jährige Tochter.

    AVELEEN AVIDE:
    Du hast über das Auswandererpaar Didi & Hasi (bekannt aus VOX-Goodbye Deutschland) ein Buch geschrieben. Was war an dem Paar so spannend? Und wieso erzählst du die Geschichte?

    INGRID SCHMITZ:
    Zunächst einmal wollte ich das Angebot, das ich von den beiden über den Chat des Schreinemakers TV bekommen habe, nicht annehmen. Noch nie hatte ich eine Biografie geschrieben, und außerdem kannte ich die beiden nicht einmal, hatte mir die Auswanderersendung vorher nie angesehen. Einfach so abzusagen, brachte ich aber auch nicht übers Herz und so begann ich zu recherchieren. Nach Sichtung aller ihrer Goodbye Deutschland-Folgen, was wirklich hardcore war, hatte es mich gepackt. Didi und Hasi, genauer gesagt Dirk und Anke Leithäuser, sind ein so ein unterschiedliches Paar, er: groß und eher der ruhige Typ, sie: klein und temperamentvoll.

    Zudem polarisiert Hasi mit ihrer direkten Art und lauten Stimme. Die beiden musste ich näher kennenlernen. Da sie gerade in Deutschland waren kamen sie mich besuchen. Im Laufe des Gespräches bauten wir gegenseitiges Vertrauen auf. Ich erfuhr, warum sie ihr Leben plötzlich neu strukturieren mussten, was der Auslöser für die Auswanderung war. Nicht alles wurde während den Dreharbeiten richtig dargestellt. Zum Teil lag es auch an der begrenzten Sendezeit. Das, was ich erfahren hatte, war spannend wie ein Krimi. Ich wusste nun, warum sie so sind wie sie sind - und deshalb gab es für mich keine andere Entscheidung mehr. Ich sagte zu und schrieb ihre Lebensgeschichte auf.

    Passend zum 5-jährigen Jubiläum der beiden erschien nun eine aktualisierte und reichlich bebilderte Premium-Taschenbuchausgabe mit einem Vorwort von Margarethe Schreinemakers im Reisebuch Verlag, worauf wir alle sehr stolz sind.

    AVELEEN AVIDE:
    Du warst Speditionskauffrau bei einer kanadischen Reederei. War das spannend?

    INGRID SCHMITZ:
    Oh ja, sehr spannend. Mein Büro war in einem Düsseldorfer Hochhaus in der zehnten Etage, von wo aus ich - damals war ich gerade mal 18 Jahre alt - Container von Montreal nach Antwerpen verschiffte und das Business-Leben so richtig kennenlernte. Arbeiten und feiern bis zum Umfallen.

    AVELEEN AVIDE:
    Du hast für den sowjetischen Außenhandel gearbeitet. Import-Export. Denkt man da nicht gleich an Mafia? (Musst nicht ernsthaft antworten - fällt mir nur gerade ein, weil du Krimis schreibst.)

    INGRID SCHMITZ:
    Na ja, ich war für den Export von Röhren aller Art zuständig. Mehr darf ich dazu nicht sagen. Nur so viel: Mir standen ein großes Büro und eine eigene Schreibkraft zur Verfügung. Damals verschwendete ich keinen Gedanken an die Mafia. Ich weiß nicht, ob ich jemals russische Vertreter davon im Büro sitzen hatte. Ich war nur froh eines Tages in Mutterschaft gehen zu können. Kurz darauf musste die Firma plötzlich schließen.

    AVELEEN AVIDE:
    Du gibst Live-Lesungen im Second Life. Was muss man sich darunter vorstellen?

    INGRID SCHMITZ:
    Es ist fast so, als würde ich im realen Leben eine Lesung geben. Meine Avatarin Sameja Lomba, andere würden sagen sie ist ein Püppchen, sitzt auf dem Stuhl ihres Krimicafés im virtuellen München und liest vor Avataren-Publikum aus meinem neuesten Krimi vor ... das heißt, sie bewegt nur synchron die Lippen und blättert die Seiten um. In Wirklichkeit lese ich am heimischen PC mit Headset auf dem Kopf, genauso wie meine Zuhörer im realen Leben auch vor dem PC sitzen. Zum Schluss gibt es virtuellen Applaus, Kommentare oder Fragen dazu, und manchmal wird auch das Buch gekauft. Fast wie im richtigen Leben.

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du?

    INGRID SCHMITZ:
    Meine größte Leidenschaft ist tatsächlich das Schreiben. Rund um die Uhr beschäftige ich mich immer irgendwie damit - bis kurz vorm Ehekrach - dann mache ich mit meinem Mann Ausflüge und erzähle Geschichten mit der Kamera.

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig?

    INGRID SCHMITZ:
    W-Lan Anschluss ... Meistens reise ich alleine zu Recherchezwecken, Lesungen oder Krimifestivals, z.B. zur Criminale. Mit meinem Mann unternehme ich lediglich Tagestouren. Wir fotografieren an solchen Tagen beide sehr gerne und geben uns kulinarischen Genüssen hin.

    Da wir schön einsam auf dem Land leben, bietet uns unser Zuhause die beste Entspannung. Fernreisen und Hully Gully haben wir hinter uns, was nicht heißt, dass wir unser Leben nicht mehr genießen können.

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    INGRID SCHMITZ:
    Zurzeit lese ich 'Schrott'. Es ist der neueste Kriminalroman von Klaus Stickelbroeck. Das ist Arbeit und Vergnügen. Als seine Agentin muss ich natürlich hin und wieder wissen, was mein Autor/meine Autoren so fabrizieren. Bisher konnte er mich immer wieder begeistern und seine Lesungen sind ein Lach-Erlebnis.

    Ansonsten lese ich meistens die Krimis meiner deutschsprachigen KollegInnen oder Fachbücher über das Schreiben. Neuerdings habe ich das nächtliche Hörbuch für mich entdeckt. Zurzeit höre ich - vorm Einschlafen - Ingrid Noll - 'Hab und Gier' von der wunderbaren Sprecherin Uta Hallant eingelesen. Ich mag ihre charaktervolle Stimme und lerne gleichzeitig, wie man beim Lesen richtig betont.

    AVELEEN AVIDE:
    Wieso hast du dich entschlossen, dein erstes Buch ohne Verlag als E-Book zu veröffentlichen und wieso ist dein neues Buch bei einem Verlag und nicht wieder selbst veröffentlicht?

    INGRID SCHMITZ:
    Hier muss eine Verwechslung vorliegen. Das stimmt so nicht. Meine erste Veröffentlichung war eine Anthologie (Rheinleichen, 2000), die ich gemeinsam mit Ina Coelen im Emons Verlag herausgegeben habe. Darin war auch meine erste Krimikurzgeschichte. Mein erster Roman hieß "Sündenfälle". Er erschien 2006 im Gmeiner Verlag und mein erstes Ebook veröffentlichte der Droemer Knaur/Neobooks Verlag 2012. Er nahm eine Krimikurzgeschichten-Reihe von mir unter Vertrag und meinen dritten Mia Magaloff Roman "2 Leben - 1 Tod", der auch im Second Life spielt. Erst ein Jahr später brachte ich bei neobooks einige Ebooks selbst heraus, um zu testen, wie es überhaupt funktioniert. Das läuft nur nebenbei.

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    INGRID SCHMITZ:
    Alles. Mein Leben. Meine Freude. Meine Therapie. Mein Laster. Meine Lust.

    Cover Liebeskiller

    INGRID SCHMITZ: In „Liebeskiller“ geht es lt. Amazon.de um:
    Vorsicht, Liebesbetrüger! Mia Magaloff ermittelt in eigener Sache. Auf der Traumpartner-Seite im Internet sucht sie nach einem Mann, der wirklich zu ihr passt. Treu, witzig und weltoffen soll er sein – wie Leo von Stein. Vor dem ersten Treffen erhält Mia eine Warnung: In diesem Forum sollen sich auch Romance-Scammer herumtreiben. Diese Liebesbetrüger schwören ewige Liebe, doch sie treiben ihre Opfer in den finanziellen Ruin, manchmal sogar in den Tod ...

    Hier finden Sie weitere Informationen:
    Liebeskiller: Mia Magaloff ermittelt

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Liebeskiller“?

    INGRID SCHMITZ:
    Nachdem ich auf facebook jeden Tag über zehn private Nachrichten von Männern bekam, die sich angeblich in mich verliebt hatten und mich unbedingt kennenlernen wollten, wurde ich stutzig. Sie machten mir Komplimente, wollten mit mir telefonieren, oder mich treffen. Sogar Frauen waren darunter und die Texte ähnelten sich sehr, nur die Fotos nicht. Ich ging der Sache nach und erfuhr, wie viele Frauen tagtäglich auf die Betrüger hereinfallen und sich nicht nur finanziell ruinieren. Ich beschloss mit meinem Romanthema davor zu warnen.

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Liebeskiller“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    INGRID SCHMITZ:
    Ja, ich habe natürlich ausgiebig recherchiert und bin dabei auf Abgründe gestoßen. In diversen Foren las ich von Suizidfällen aus Verzweiflung. Die Frauen wussten nicht mehr weiter, weil die Scammer sie entweder verlassen und/oder finanziell ausgenommen hatten. Aus Scham und Schande suchten sie sich keine Hilfe und kamen mit ihrem aussichtslos gewordenen Leben nicht mehr zurecht.

    Aber ich habe bei allem Elend auch etwas Witziges erfahren: Es gibt mittlerweile eine Gegenbewegung. Frauen haben sich in Foren zusammengeschlossen und es sich zum Hobby gemacht, wiederum ihre Scammer zu betrügen. Sie drehen den Spieß um, führen sie regelrecht durch die Wüste und versprechen das Blaue vom Himmel. Zum Beispiel auch, dass sie das Paket doch längst abgeschickt haben - oh, leider zu einem falschen Postamt in einen neunzig Kilometer entfernten Ort - sie sollen dort mal nachfragen. Natürlich wurde es nie abgeschickt. Der hartnäckigste Scammer machte das Liebesschwur- und "Ich habe es abgeschickt" -Spielchen drei Jahre mit, bis er vermutlich körperlich und seelisch ruiniert war.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an den Plot für „Liebeskiller“ heran? Könntest du uns ein Beispiel für deine ersten Überlegungen zur Handlung von „Liebeskiller“ geben?

    INGRID SCHMITZ:
    Meine ersten Überlegungen zum Roman waren die Geschichte heiter-ironisch zu erzählen, aber ohne die realen Opfer der Lächerlichkeit preiszugeben. Ein erhobener Zeigefinger wäre ebenso fehl am Platze gewesen. Niemand von uns ist davor geschützt, nicht darauf hereinzufallen. Die Liebesbetrüger treten als Freund, Partner, Retter in der Not auf, und das musste ich in der fiktionalen Geschichte realistisch verpacken.

    Ich wusste sofort, dass dies ein Fall für meine Serienfigur Mia Magaloff ist. Sie feiert im Buch ihren 49. Geburtstag. Deshalb trennte ich sie (endlich) von ihrem Noch-Mann Bodo, der sowieso anderen Frauen mehr zugetan war und schickte Mia auf Männersuche, auch, weil sie sich nach Zuneigung und Zärtlichkeit sehnte.

    So nimmt das Schicksal seinen Lauf. Sie lernt auf einer Partnerschaftsseite den weltoffenen und humorvollen Leo von Stein kennen, der gut zuhören kann und sich in sie verliebt hat. Mia verabredet sich mit ihm ...

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    INGRID SCHMITZ:
    Mir fallen Dialoge sehr leicht. Meistens beginnen meine Romane auch damit. Sie sind der Einstieg für mich. Danach schreibe ich die Geschichte soweit ich komme, lasse mich treiben. Aber erst, wenn ich meine Crew zusammen habe, sonst weiß ich ja nicht, wie sie sprechen.
    Die Charaktere muss ich mir erarbeiten. Jeder Protagonist bekommt einen Lebenslauf mit möglichst vielen Einzelheiten. (Aussehen, Kleidung, Lieblingsspeisen, Vorlieben, Macken, etc.) - von den üblichen Verdächtigen liegt er bereits vor. Da notiere ich nur die Wandlungen. Manchmal verpasse ich ihnen eine neue Haarfarbe und Frisur. Die Kommissarin Lilo Schütz, zum Beispiel, muss immer daran glauben. Bei meiner Serienheldin Mia Magaloff ist es noch einfacher. Sie ist seit 2006 mit mir gereift und da sie sicher ein Teil von mir ist, erlebt sie nebenbei viele Dinge, die auch ich seit dem letzten Roman erlebt habe - wenn es denn passt. Die Ideen gehen also nie aus. Da ergibt sich die szenische Darstellung fast von alleine.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    INGRID SCHMITZ:
    Das frage ich mich auch immer wieder. ;-) Ich kann das Buch ja aus rein physischen - auch aus psychischen? - Gründen nicht an einem Tag durchschreiben. Aber ich bleibe dran. Bei Liebeskiller ist es vorgekommen, dass ich immer nur weitergeschrieben habe. Szene für Szene. Die eine baute sich auf die nächste auf. Personen drängten sich in den Vordergrund. Ich gab ihnen eine eigene Erzählstimme, um ihnen mehr Gewicht zu verleihen. Erst gegen Mitte des Manuskripts wurde es mir zu bunt und ich erstellte einen Handlungsablauf, an den ich mich einigermaßen gehalten habe, sonst wären mir die Figuren aus dem Ruder gelaufen. Ganz zum Schluss erstellte ich das Exposé. Kinder, bitte nicht nachmachen.

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    INGRID SCHMITZ:
    Ich ließ mir erst verschiedene Herangehensweisen und Perspektiven durch den Kopf gehen, las tagelang in den Foren über Scammer, bis mich die Wut packte und ich schleunigst das Manuskript beginnen musste, sonst hätte ich allen Scammern geschrieben und sie zur Schnecke gemacht. ;-)

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Roman arbeitest?

    INGRID SCHMITZ:
    Auch wenn ich hauptberufliche Autorin bin, so heißt es nicht, dass ich erst einmal bis mittags schlafe und dann irgendwann einmal anfange zu schreiben. Nein, ich bin eine absolute Frühaufsteherin, einige würden senile Bettflucht dazu sagen, aber ich bilde mir ein, so mehr Zeit fürs Schreiben zu haben.

    Gemeinsam mit meinem Mann frühstücke ich um 6 Uhr morgens. Nachdem er aus dem Haus ist und ich frisch und gestärkt für den Tag bin, kümmere ich mich um meine 1.380 Spam-Mails und beantworte drei, vier neue Anfragen, gemeinsam mit den fünfzehn noch zu erledigenden. Wenn ich mitten in der Schreibphase bin ist dies der Zeitpunkt weiter am Manuskript zu arbeiten. Meistens sitze ich bequem im Fernseh-Ledersessel, habe den Laptop auf einem Dinett (Servierwagen) vor mir stehen, Füße hoch - ist klar. Der Fernseher muss leise nebenbei laufen, damit ich zwischendurch andere Stimmen als die im Kopf höre. Das TV ist auch ein sicheres Zeichen dafür, wie intensiv ich geschrieben habe. Wenn ich aufschaue und das Mittagsmagazin hat begonnen, war ich erfolgreich. Meistens beachte ich erst dann mein Magenknurren und schleppe mich mit letzter Kraft in die Küche, wo ich mir etwas Schnelles, aber meist auch Frisches in der Pfanne zubereite. (Das Eine schließt das andere nicht aus). Danach gönne ich mir einen Cappuccino und eine halbstündige Pause, höre zum ersten Mal Nachrichten und hoffentlich nicht das Telefon.

    Die Zeit nach der Mittagspause vergeht doppelt so schnell. Das sollte man mal wissenschaftlich untersuchen, ob dem wirklich so ist. Jedenfalls höre ich irgendwann jemanden rufen: "Ich bin wieder da!" Zunächst beachte ich es nicht und schreibe weiter, weil ich ausschließe, dass ein Einbrecher sich so ankündigen würde. Gegen 16/17 Uhr ist ein Schreiben unmöglich. Während mich kein Fernseher der Welt davon abhalten könnte, weiterzumachen, schafft es mein Mann immer wieder, indem er irgendetwas sucht, oder wissen will, oder einfach nur von seinem Tag erzählen möchte. Bisher habe ich es nicht geschafft, ihm meinen Tag vorzulesen - aber das muss auch nicht sein, weil es die Rohfassung ist, und er sich sowieso nicht dafür interessieren würde. Gezwungenermaßen fahre ich gegen 18 Uhr alle Systeme runter und bin nach einer Stunde dankbar dafür, mich auch mal anderen Dingen widmen zu können - bis sich die Figuren im Kopf wieder melden und mir ihre Ideen unterbreiten. Nein, ich bin keine multiple Persönlichkeit - nur eine Autorin 'in process'.

    AVELEEN AVIDE:
    Wirst du von einer Agentur vertreten? Und falls Ja, was ist für dich der Vorteil, von einer Agentur vertreten zu werden?

    INGRID SCHMITZ:
    Eine Agentin habe ich (noch) nicht. Schließe ich aber irgendwann nicht aus. Zurzeit bin ich meine eigene Agentin und die für andere Autoren. Da geht es wesentlich entspannter zu. Der Vorteil einer eigenen Agentin wäre, dass man bei Verhandlungen vielleicht mehr herausholen könnte und das Schriftstellerische und Geschäftliche besser trennen könnte.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    INGRID SCHMITZ:
    Zurzeit arbeite ich an einem Thriller, wie vermutlich fünftausend andere Autoren auch. Aber ich habe mir einen besonderen "Zweikampf" zwischen Mann und Frau ausgedacht. Gut und Böse treffen aufeinander. Doch das Böse ist in Wirklichkeit gut und das Gute böse. Ganz einfach. ;-) Der Rest ist geheim.

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen Roman veröffentlichen möchten?

    INGRID SCHMITZ:
    Wenn ihr euer Manuskript fertiggestellt habt und auf Verlagssuche seid, dann schaut euch vorher die Verlagsseiten gründlich an. Passt euer Roman ins Programm und bietet trotzdem etwas Besonderes? Lest das Kleingedruckte, die Zeilen dazwischen. Es gibt sehr viele schwarze Verlagsschafe, die sich eigentlich Druckereischafe nennen müssten. Sie verlangen Zuschüsse, Mitfinanzierungen, Mindestabnahmen und so weiter ... auf alle Fälle euer Geld für eine Leistung, die IHR erbracht habt. Lieber vorher gründlich schlau machen, als hinterher das Nachsehen zu haben.

    AVELEEN AVIDE:
    Ingrid, vielen Dank für das Interview.

    INGRID SCHMITZ:
    Bitte sehr. Es hat mir Spaß bereitet. Euch hoffentlich auch.


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    Heute gibt 1 Buch zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 3. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Liebeskiller“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. Wer mir die nachfolgende Frage richtig beantwortet, der kann „Liebeskiller“ gewinnen: Wie nennt man die Betrüger in „Liebeskiller“?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
    Alles Nähere – hier klicken.

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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

    Hier lese ich aus meinem Buch “Samtene Nächte” aus der erotischen Kurzgeschichte “Erotischer Zirkel”. „Samtene Nächte“ ist bei Amazon.de in der Top 100 der Erotik-Bestseller. :-)


    Hier gibt es ein Video – von dem ich nicht weiß, wer das für mich gemacht hat… Alles sehr geheimnisvoll…

    Wenn Sie hier klicken, dann kommen Sie zu meinen Lesungen aus "Samtene Nächte".

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Interviews mit Autoren“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung aller bisher erschienenen Interviews auf meinem Internetblog.

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Sonstige Einträge“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung unter der alle Lesungen, die Buchmesse in Frankfurt 2007/2008 und Kurzinterviews und v.a. aufgeführt sind.

    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

    Das war Aveleen Avide
    Glauben Sie an sich!

    Schauen Sie also wieder rein, wenn es heißt:
    Willkommen bei Aveleen Avide

    Ihre Aveleen Avide
    Aveleen Avide jetzt auch bei Twitter: http://twitter.com/aveleenavide

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    Foto: © Marc Senna, München

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  • 11/01/14--09:42: Interview mit Axel S. Meyer
  • Willkommen bei Aveleen Avide

    Axel S. Meyer spielt schon mal gerne Gott, wenn er seine Protagonisten erschafft und eine Antwort auf seine Frage fand er tatsächlich auf einer Bierflasche. ;-)

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Das weiße Gold des Nordens“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    Foto AxelSMeyer

    Foto: © Axel S. Meyer

    Axel S. Meyer ist Journalist und Autor.

    Axel S. Meyer wurde 1968 in Braunschweig geboren. Heute lebt und arbeitet er in Rostock. Er hat Germanistik und Geschichte studiert. War dann von jeher Schreiben dein Wunsch?

    AXEL S. MEYER:
    Von jeher wohl nicht. Ganz früher wollte ich sicher lieber Indianer oder Batman werden. Aber als ich irgendwann angefangen haben, Comics zu zeichnen, gehörte dazu auch das Formulieren der Dialoge, und ich musste mir die kurzen Geschichten erst einmal ausdenken und niederschreiben. Während des Studiums habe ich begonnen, Artikel für Zeitschriften und Zeitungen zu schreiben – und später kam noch das fiktive Schreiben hinzu.

    AVELEEN AVIDE:
    Du schreibst als Reporter und Redakteur für die Ostsee-Zeitung. Seit den 90ern. Wieso Rostock?

    AXEL S. MEYER:
    Nach all den Jahren in Braunschweig wollte ich eine Veränderung, und da habe ich mich unter anderem bei der Ostsee-Zeitung in Rostock für ein Volontariat beworben. Die Stadt und auch die Umgebung haben mir auf Anhieb gefallen – und mich seit nunmehr 16 Jahren nicht mehr losgelassen.

    AVELEEN AVIDE:
    Während des Studiums hast du dir mit Comic zeichnen Geld dazuverdient. Zeichnest du heute auch noch manchmal Comics?

    AXEL S. MEYER:
    Nein, damit habe ich irgendwann in den 90er Jahren aufgehört.

    AVELEEN AVIDE:
    Ist mit dem weißen Gold des Nordens das Elfenbein der Nordwalzähne gemeint?

    AXEL S. MEYER:
    Ja, aber sie heißen Narwale ;-) Und streng genommen ist das Material, aus dem die Zähne bestehen, kein Elfenbein, auch wenn ich es im Roman als Synonym verwende. Früher nannte man diese Zähne „Ainkhürn“, weil man glaubte, sie stammten von Einhörnern. Aber man verwendete damals sowohl Elfenbein als auch die Narwalzähne, um kostbare Schnitzereien herzustellen, mit denen etwa Reliquienschreine verziert wurden.

    AVELEEN AVIDE:
    Das Elfenbein wurde mit dem zehn- bis zwanzigfachem von Gold aufgewogen. Was war Gold damals wert? Wie muss man sich den Vergleich vorstellen?

    AXEL S. MEYER:
    Das ist eine gute Frage. Auf jeden Fall war es sehr viel wert, was sich jedoch nach Region und der jeweiligen Verfügbarkeit unterschied. Auch heutzutage kann der Goldpreis ja beträchtlich schwanken und ist allein in den vergangenen Jahren recht stark gestiegen. Natürlich war Gold damals - wie heute - wertvoller als Silber. Ein berühmtes Beispiel ist der sogenannte Goldschmuck von Hiddensee, der eventuell dem Dänenkönig Harald Blauzahn gehört haben kann. Der Versicherungswert des Schmucks liegt heute bei 70 Millionen Euro. In einem Buch habe ich eine Tabelle gefunden, die zumindest den Wert von Silber im Frühmittelalter plastisch macht: Damals bekam man beispielsweise für ein Gramm Silber zehn Hühner, für 126 Gramm ein Schwert, für 300 Gramm einen Sklaven und für 820 Gramm ein Kettenhemd, was sich natürlich nur ein verschwindend geringer Teil der Menschen damals leisten konnte.

    AVELEEN AVIDE:
    Wurde da ein Wikingerklan nicht auf einen Streich reich, wenn es solchen Walen das Leben nahm und die Stoßzähne dazu?

    AXEL S. MEYER:
    Sicher, wenn die Leute den richtigen Abnehmer fanden und geschickt handelten. Aber auch nur so lange, bis die nächsten Wikinger kamen und ihnen die Schätze wieder abjagten …

    AVELEEN AVIDE:
    Wikinger, wilde raue Gesellen, mit Schiffahrtsblut. Was reizt dich an ihnen und was ist menschlich dran an diesen plündernden mordenden Gesellen?

    AXEL S. MEYER:
    Als Wikinger wird heute oftmals die gesamte Bevölkerung in den skandinavischen Ländern bezeichnet. Damit tut man dem Großteil der Leute unrecht. Und auch die Wikinger, das Wort leitet sich vom altnordischen „vikingr“ ab, waren nicht nur Seeräuber, die permanent unterwegs waren – aus Abenteuerlust, um neue Gebieten zu erobern oder um reiche Beute zu machen.

    Das ging nur in den Monaten, in denen das Wetter Schifffahrt ermöglichte. In der übrigen Zeit haben die Männer als Bauern, Fischer oder anderes gearbeitet, also sehr „menschliche“ Tätigkeiten. An der alten Zeit um das Jahr 1000 reizt mich, dass das Leben damals vollkommen anders war. Es gab keine Heizungen, keine Autos, und wer einem anderen eine Nachricht zukommen lassen wollte, der schickte keine SMS sondern musste tage- oder wochenlang durch die Gegend reisen.

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du?

    AXEL S. MEYER:
    Das beantworte ich mal so wie früher im Freundschaftsalbum (oder wie die Dinger hießen): Schreiben, Lesen, Kino, Schwimmen, Sauna.

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig?

    AXEL S. MEYER:
    Ich bereise gern die skandinavischen Länder Schweden und Norwegen. In Schweden liebe ich die Ruhe, die Wälder, die Seen, und in Norwegen bin ich immer wieder fasziniert von der gewaltigen Landschaft: wildes Meer und hohe Berge – das ist, als hätte man die Alpen an die Ostsee versetzt (obwohl die Ostsee im Vergleich zur Nordsee nur ein zwar wunderschöner aber auch recht flacher Ententeich ist).

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    AXEL S. MEYER:
    Sehr gerne lese ich Thriller, wobei der Norweger Jo Nesbo mein Favorit ist, aber nicht wegen Norwegen, sondern weil ich seinen Stil einfach toll finde. Außerdem lese ich gern Krimis und historische Romane und manchmal Horror oder Fantasy – und jede Menge Fachliteratur für das jeweils aktuelle Projekt.

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    AXEL S. MEYER:
    Eine faszinierende Form, mich ausleben zu können, ohne die Wohnung verlassen zu müssen, vor allem wenn es draußen stürmt und regnet. Im Ernst: Es macht viel Spaß, sich Figuren oder ganze Gesellschaften auszudenken und diese dann in Einklang mit tatsächlichen Begebenheiten zu bringen. Als Autor bist du ja immer der Herr (oder die Herrin) der Schöpfung – und wollen wir nicht alle mal ein bisschen Gott spielen? ;-)

    Cover Das weiße Gold des Nordens

    AXEL S. MEYER: In „Das weiße Gold des Nordens“ geht es lt. Amazon.de um:
    Die Drachenschiffe kamen näher. Dunkle Segel bauschten sich im Wind. Unheil lag in der Luft. Der Wikinger Harald Graufell greift nach der Macht in den Ländern des Nordens. Seine Drachenboote tragen das Kreuz an Bord: Mit dem grausamen Bischof Poppo an seiner Seite will er die Heiden besiegen. Doch um ein großes Heer aufzustellen, brauchen die Verbündeten Gold. Oder das «weiße Gold». Aber das Schiff mit dem kostbaren Narwal-Elfenbein wird von ihrem Erzfeind geplündert: dem dunklen Krieger Hakon. Hakon ist einer der letzten Herrscher, die an die alten Götter glauben - seine Gegner sehen ihn mit bösen Mächten im Bunde. Er setzt alles daran, sein Land und sein Volk gegen Graufell zu verteidigen. Doch er ist von Verrat umgeben ...

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Das weiße Gold des Nordens“?

    AXEL S. MEYER:
    Die Geschichte rankt sich um das Leben des Jarls von Hladir, dem heutigen Trondheim in Norwegen. Ebenso wie jener Hakon spielen in der Geschichte Personen eine Rolle, die es tatsächlich gegeben haben soll, etwa Harald Graufell, Harald Blauzahn oder Bischof Poppo. Von daher sind ein gewisser zeitlicher und räumlicher Rahmen sowie Konflikte bereits vorgegeben. Diese Ideen haben sich also zum Teil aus der Recherche entwickelt.

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Das weiße Gold des Nordens“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    AXEL S. MEYER:
    Für den Roman habe ich – so wie für die anderen historischen Romane – viel recherchiert, ohne das geht es auch gar nicht. Ich habe Dutzende Fachbücher gelesen und die Handlungsorte besucht, etwa Magdeburg, Quedlinburg, das polnische Wollin oder Trondheim in Norwegen. Es ist immer wieder faszinierend die Orte vor dem Hintergrund zu betrachten, dass ich dort meine Figuren spielen lassen werde.

    Etwas Witziges?
    Vielleicht das: Ich hatte das Glück, während meiner Recherche in Trondheim bei Freunden unterzukommen, und als wir eines Abends überlegt haben, wo denn nun Hakons Jarlshof gelegen haben könnte, fanden wir die Antwort auf dem Etikett des Biers, das wir gerade tranken. Das Bier heißt Mörk Lager, und hinten stand genau das drauf, wonach wir suchten: dass das Bier in einem Anwesen (Lade Gaard Brygghus) gebraut wird, an dessen Stelle früher Hakons Hof gestanden haben soll. Na, und mit der Information vom Bieretikett dann bin ich am nächsten Tag gleich dorthin geradelt.

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    AXEL S. MEYER:
    Ich sage es mal so: Ja, ich mag alles gleich gerne. Doch leicht fällt mir das alles nicht. Einen Roman zu schreiben ist auch harte, ausdauernde Arbeit, die viel handwerkliches Können erfordert.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    AXEL S. MEYER:
    Auch das gehört zum Handwerk. Manchmal fertige ich Zeichnungen an, in denen ich die Handlungsstränge graphisch darstelle, um den Überblick zu behalten. Bislang hat das eigentlich immer gut funktioniert.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an die Protagonisten Harald Graufeld heran? Würdest du uns dafür einfach mal ein Beispiel für die ersten Überlegungen zur Figur geben?

    AXEL S. MEYER:
    Harald Eirikson, genannt Graufell, ist eine historische Figur. Dadurch ist ein gewisser, wenn auch kleiner Teil schon vorgezeichnet, zumindest die Eckwerte: Er ist der Sohn des Erik und der Gunnhild, er hat mehrere Brüder, kehrte aus dem Exil in Irland zurück, und so weiter. Da aber die Überlieferungen über den Mann, den man wohl Graufell oder Graumantel nannte, recht dürftig sind, blieb mir als Autor viel Spielraum für eigene Gestaltung. Ich wusste, wo er seinen Königshof hatte, dass er Stress mit seinem Onkel, dem Dänenkönig Harald Blauzahn hatte, und dass er das Erbe seines Vaters mit dem bezeichnenden Beinamen Erik Blutaxt antreten wollte: die Länder im Norden, den heutigen Norwegen, unter seine Herrschaft zu zwingen. Das war die Recherche, und bei der Ausgestaltung der Figur habe ich ihn dann so dargestellt, wie ich mir den Mann vorstelle.

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    AXEL S. MEYER:
    Recherche und Schreiben gehen bei mir Hand in Hand. Zunächst mache ich eine grobe Skizze mit den ersten Ideen, lege Zeitraum und Handlungsorte fest. Dann vertiefe ich die Recherche, wobei neue Ideen für die Handlung entstehen. Es ist ein organischer Prozess, bei dem ich natürlich aufpassen muss, dass es hier um Spannungsliteratur geht, also die Geschichte nicht mit Fachwissen überladen werden darf.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Roman arbeitest?

    AXEL S. MEYER:
    Den typischen Tag gibt es nicht. Ich schreibe am Roman, wenn ich die Zeit dafür finde und das kann abends oder nachts oder mal am Wochenende sein.

    AVELEEN AVIDE:
    Wo schreibst du am liebsten?

    AXEL S. MEYER:
    Im Arbeitszimmer am Stehpult mit einem Bleistift und dem Rücken zum Fenster.

    AVELEEN AVIDE:
    Hörst du auch Musik beim Schreiben und falls Ja, welche, oder brauchst du absolute Stille?

    AXEL S. MEYER:
    Ja, immer. Vor einigen Jahren hatte ich zunächst mit Filmmusik angefangen und gemerkt, dass das ein wundervoller Soundtrack zum Schreiben sein kann. Die Musik läuft leise und unaufdringlich im Hintergrund, ist aber präsent. Als die ganzen Herr-der-Ringe und andere CDs nicht mehr ausreichten (ein bisschen Abwechslung sollte schon sein), habe ich mir Sinfonien besorgt und mittlerweile eine umfangreiche Sammlung mit Komponisten wie Bruckner, Schostakowitsch, Mahler, Schubert, Tschaikowsky und einigen anderen, die mich beim Schreiben begleiten.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    AXEL S. MEYER:
    Es gibt mehrere Optionen, und ich werde demnächst wissen, für welche ich mich entscheide.

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen historischen Roman veröffentlichen möchten?

    AXEL S. MEYER:
    Ich bin mit nicht sicher, ob der historische Roman das richtige Genre für angehende Autoren ist. Historische Romane sind in der Regel sehr umfangreich, und ohne intensive Recherche geht es nicht. Da kann schnell Frust entstehen. Ansonsten: Ihr braucht einen sehr langen Atem und viel Geduld.

    AVELEEN AVIDE:
    Axel, vielen Dank für das Interview.

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    Heute gibt 1 Buch/E-Book (habe gerade meine Liste nicht zur Hand) zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 4. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Das weiße Gold des Nordens“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. Wer mir die nachfolgende Frage richtig beantwortet, der kann „Das weiße Gold des Nordens“ gewinnen: Wie hieß der Onkel seines Protagonisten mit ganzem Namen?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

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    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

    Das war Aveleen Avide
    Glauben Sie an sich!

    Schauen Sie also wieder rein, wenn es heißt:
    Willkommen bei Aveleen Avide

    Ihre Aveleen Avide
    Aveleen Avide jetzt auch bei Twitter: http://twitter.com/aveleenavide

    Aveleen Avide Copyright Richard Föhr

    Foto: © Richard Föhr

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    Willkommen bei Aveleen Avide

    Isabell Pfeiffer meint: Psychische Erkrankungen sind häufiger als man meint, aber man redet nicht gern darüber. Dann hatte ich den ersten Satz: „Ich wurde im Jahr des Skorpions geboren, vor der großen Dürre“, sagt sie.

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Niemandstochter“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    Isabella Pfeiffer

    Foto: © Isabell Pfeiffer

    Isabell Pfeiffer ist Ärztin und Autorin.

    Isabell Pfeiffer wurde 1961 geboren. Sie lebt mit Mann und drei Söhnen in Entringen, bei Tübingen in Schwaben.

    ISABELL PFEIFFER:

    AVELEEN AVIDE:
    Du hast einige Jahre als Ärztin in der Neurologie und Psychiatrie gearbeitet. Wieso nur ein paar Jahre?

    ISABELL PFEIFFER:
    Ich habe in der Klinik aufgehört, als unser erstes Kind auf die Welt kam; ziemlich schnell folgten dann noch die beiden anderen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich einige Jahre lang auf die Familie zu konzentrieren, später kam dann das Schreiben dazu. Mittlerweile habe ich wieder mehr Freiräume, so dass ich auch wieder in meinem ursprünglichen Beruf arbeiten könnte. Wer weiß …

    AVELEEN AVIDE:
    Du hast auch in der Psychiatrie gearbeitet. Wie hält man es dort als gesunder Mensch aus?

    ISABELL PFEIFFER:
    Vielleicht muss man mehr Erfahrungen mit der Psychiatrie machen, um die Angst davor zu verlieren. Psychisch Kranke sind ja nicht so völlig anderes als wir „Gesunde“ (was genau verstehen wir überhaupt unter gesund? Spannende Frage!); nach einiger Zeit kann man sich in ihr Erleben und ihr Leiden besser einfühlen und so einen Kontakt zu ihnen herstellen. Es ist z.B. kein Wunder, wenn jemand panische Angst hat und sich komisch verhält, weil er sich von allen Seiten beobachtet und verfolgt fühlt – das kann ich verstehen, selbst wenn ich die wahnhafte Grundüberzeugung nicht teile. Sehr viele (die meisten) psychischen Erkrankungen lassen sich auch gut behandeln; es ist traurig, dass die Angst vor der Psychiatrie viele Patienten die Behandlung herauszögern lässt! Übrigens sind psychische Erkrankungen sehr häufig; man redet nur eben (leider) nicht gern darüber.

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du?

    ISABELL PFEIFFER:
    Hui, gleich Leidenschaften! Die größte Leidenschaft in meinem Leben, wenn man es denn so nennen will, ist meine heiß geliebte Familie; alles andere würde ich eher als Hobby bezeichnen. Ich bin ein Bücherjunkie und kann ohne Lesen nicht leben; Räume, die nichts Geschriebenes enthalten, machen mich nervös. Außerdem bin ich ambitionierte Hobbygärtnerin, mache Musik unterschiedlichster Art und tanze.

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig?

    ISABELL PFEIFFER:
    Ich reise gern an Orte, die ich noch nicht kenne. Dort möchte ich gern Land und Leute kennenlernen und körperlich aktiv sein, am liebsten wandern oder Rad fahren. Ich sammle im Urlaub Stimmungen, Bilder und Eindrücke, die ich oft in meinen Texten verwende. Wie wäre es, wenn ich an diesem fremden Ort aufgewachsen wäre? Wie würde ich die Welt sehen? Was würde ich wünschen, wovon träumen, was würde ich vermissen? Am stärksten beeindruckt hat mich bisher eine Reise nach China.

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    ISABELL PFEIFFER:
    Gerade habe ich „Kruso“ von Lutz Seiler und „Bilder deiner großen Liebe“ von Wolfgang Herrndorf ausgelesen, als nächstes wartet „Der Gott der kleinen Dinge“ von A. Roy. Ein besonderes Lieblingsgenre habe ich nicht, aber ich lese eher selten Krimis oder historische Romane und so gut wie nie Frauenbücher.

    AVELEEN AVIDE:
    Wieso hast du dich entschlossen, dein letztes Buch ohne Verlag als E-Book zu veröffentlichen?

    ISABELL PFEIFFER:
    Oh, es ist nicht ohne Verlag erschienen, sondern als e-book bei Dressler bzw. Oettinger, die ja auch den Vorgängerband publiziert haben. Ich hätte es gern auch als Print-Ausgabe veröffentlicht.

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    ISABELL PFEIFFER:
    Schreiben ist für mich Abenteuer, kreative Selbstverwirklichung, eine Unterhaltung mit mir selbst, ein Lebenselixier.

    Im Jahr des Skorpions

    ISABELL PFEIFFER: In „Im Jahr des Skorpions“ geht es lt. Amazon.de um:
    Endlich frei! Um ihrer lieblosen Tante zu entfliehen, schließt Eleni sich dem Gaukler Bertot an und erlebt mit ihm die unbeschwerteste Zeit ihres Lebens. Das ändert sich, als sie die Hauptstadt erreichen: Hier herrscht der Tyrann Galeazzo, genannt der Skorpion. Mit Erschrecken erkennt Eleni, dass Bertot auf Seite der Rebellen kämpft. Als er gefangen wird, muss auch sie fliehen und findet Unterschlupf bei Zigeunern. Dort lernt sie nicht nur Janosch kennen, sondern auch seine Mutter Alix, die behauptet, Eleni sei dazu ausersehen, das Land von der Tyrannei des Skorpions zu befreien. Zwar ist Eleni im Jahr des Skorpions geboren, aber verbindet sie das mit dem grausamen Fürsten?

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    Im Jahr des Skorpions

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Im Jahr des Skorpions“?

    ISABELL PFEIFFER:
    Die Hauptfigur Eleni ist mir eines Abends zu Hause begegnet, anders kann ich es nicht beschreiben, und hat sich in meine Fantasie gedrängt. Erfreulicherweise hatte sie ein paar Bilder und Stimmungen dabei, denen ich gefolgt bin. Erst später habe ich mit der „Konstruktion“ des Textes begonnen.

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Im Jahr des Skorpions“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    ISABELL PFEIFFER:
    Tatsächlich habe ich für dieses Buch eigentlich nur über die Salzgewinnung recherchiert. Dazu hat mich die Besichtigung eines Salzbergwerks angeregt, sonst hätte es die Salzminen im „Skorpion“ gar nicht gegeben. Jedenfalls gab es in dem Bergwerk eine Holzrutsche, auf der die Salzarbeiter in die Tiefe zu ihrer Arbeitsstelle gerutscht sind und wir natürlich auch. Das fand ich ganz witzig.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an den Plot für „Im Jahr des Skorpions“ heran? Könntest du uns ein Beispiel für deine ersten Überlegungen zur Handlung von „Im Jahr des Skorpions“ geben?

    ISABELL PFEIFFER:
    Tatsächlich fing es mit dem Bild eines Mädchens an, das in einer südlichen Stadt herumirrte, nachdem es seinen Freund durch eigene Schuld verloren hatte. Dann hatte ich den ersten Satz: „Ich wurde im Jahr des Skorpions geboren, vor der großen Dürre.“ Zu der Zeit wusste ich noch gar nicht, wer oder was der Skorpion war. Es gab also ein paar Fragen, die ich mir beantworten musste – wer zum Teufel ist dieser Skorpion? Warum ist das Mädchen allein mit diesem viel älteren Freund unterwegs? Was ist das für eine Stadt, in der sie sich da verstecken will, und wie und warum ist sie dahin gekommen?

    So habe ich mich in die Stimmung des Buches und in die ersten Szenen hineingetastet. Am Anfang gehe ich oft so vor und lasse mich vom Gefühl leiten. Wenn ich dann ein paar Seiten geschrieben habe, versuche ich strukturierter zu arbeiten. Beim „Skorpion“ wusste ich schnell, dass ich eine Geschichte erzählen wollte, in der die Hauptfigur nicht auf übernatürliche Hilfsmittel zurückgreifen kann, um ihre Probleme zu lösen, sondern nur auf ihren Witz, ihren Mut und ihre Intelligenz. Keine Magie also! Dafür aber reichlich Schwierigkeiten, nicht nur äußere – sie muss sich gegen den Tyrannen behaupten – sondern auch innere: Sie ist hässlich, sie ist unbeherrscht, sie ist eifersüchtig, sie hat Angst, sie hadert mit sich selbst (aber sie schafft es). Das hat mich gereizt.

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    ISABELL PFEIFFER:
    Ich beschäftige mich besonders gern und intensiv mit den Figuren. Ich muss die Charaktere gut kennen, damit ich weiß, wie sie sich in einer bestimmten Situation verhalten würden. Dazu schreibe ich einen Lebenslauf und eine ziemlich ausführliche Charakterisierung für jede Figur, die ich immer wieder zu Rate ziehe und auch gelegentlich noch ändere, ich zeichne Diagramme, um Beziehungen zwischen Figuren zu verdeutlichen usw.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    ISABELL PFEIFFER:
    Bleiben keine losen Fäden übrig? Eigentlich will ich gar nicht alle Fragen beantworten, der Leser/die Leserin soll sich noch eigene Gedanken machen können!

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an die Protagonisten Eleni heran? Würdest du uns dafür einfach mal ein Beispiel für die ersten Überlegungen zur Figur geben?

    ISABELL PFEIFFER:
    Wie gesagt war die Figur spontan da, ohne dass ich viel dazu tun musste. Ich habe ihr dann eine Geschichte gegeben, eine Herkunft, eine Familie, eine Kindheit. Ich wollte, dass sie ihr Dorf verlässt, deshalb musste ich dafür einen Grund finden, und Bertot stromerte ja sowieso schon in meinem Kopf herum. Dass Eleni dann so unglücklich in das Kochfeuer gestürzt ist, war ihre eigene Schuld, dafür konnte ich nichts … aber natürlich hat sich ihr Leben und ihr Charakter dadurch verändert.

    Ich wollte, dass sie mit inneren Konflikten kämpfen muss und nicht nur mit äußeren: Von ihren Eltern allein gelassen, der restlichen Familie eine Last, noch dazu hässlich und aufbrausend zweifelt sie daran, dass sie irgend jemandem vertrauen kann, dass irgend jemand sie wirklich liebt. Sie hat Angst davor, dass andere sie so sehen können, wie sie sich selbst sieht – mit allen Fehlern, voller Eifersucht und Schuld. Dabei ist es andererseits genau das, wonach sie sich sehnt. Wohin gehöre ich? Was will ich anfangen mit meinem Leben? Mit diesen Fragen muss sie sich auseinandersetzen, außerdem natürlich mit dem Skorpion und – im zweiten Band – seinen Nachfolgern.

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    ISABELL PFEIFFER:
    Es ist nicht bei allen Büchern gleich. Wie oben beschrieben, war Eleni plötzlich da, als ich noch an einem anderen Text gearbeitet habe. Andere Ideen trage ich tatsächlich lange mit mir herum, bevor ich den ersten Satz schreibe. Bevor ich mit der „Stadt des roten Löwen“, also der Fortsetzung des Skorpion-Buchs, angefangen habe, habe ich monatelang darüber gebrütet. Ich habe eine grobe Vorstellung, aber kein detailliertes Exposé, wenn ich schreibe. Ich mag es, wenn sich die Geschichte während des Schreibens erst entwickelt, und habe dann auch die meisten Ideen.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Roman arbeitest?

    ISABELL PFEIFFER:
    Normalerweise sitze ich jeden Vormittag (außer am Wochenende) etwa drei bis vier Stunden am Schreibtisch und versuche produktiv zu sein, danach brauche ich unbedingt eine Pause. Gelegentlich, aber eher selten, schreibe ich im Laufe des Tages noch mehr. Wenn ich allerdings mitten in einem Text stecke, bin ich eigentlich ununterbrochen damit beschäftigt, denk darüber nach, wäge verschiedene Alternativen ab usw. Dabei habe ich festgestellt, dass es mir guttut, zwischendurch etwas Abstand zu gewinnen, aber das ist schwierig.

    AVELEEN AVIDE:
    Wo schreibst du am liebsten?

    ISABELL PFEIFFER:
    Am PC am Schreibtisch, keine Musik, niemand, der mir über die Schulter schaut (ich hasse das), eine Tasse Kaffee in Reichweite.

    AVELEEN AVIDE:
    Wirst du von einer Agentur vertreten? Und falls Ja, was ist für dich der Vorteil, von einer Agentur vertreten zu werden?

    ISABELL PFEIFFER:
    Ja, ich werde von einer Agentur vertreten. Die Agentin ist meine erste wirklich kritische Leserin und kann einschätzen, ob und wo sie einen Text unterbringt. Ich profitiere enorm von ihrem Feedback, ihrer Ermutigung und ihren Kontakten. Außerdem handelt sie die Verträge aus, was mich komplett überfordern würde.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    ISABELL PFEIFFER:
    Es handelt sich um eine Familiengeschichte, die in der Gegenwart spielt. Im wesentlichen geht es darum, wie die Familienmitglieder sich gegenseitig beeinflussen und manipulieren, meistens in bester Absicht, und welche Probleme daraus entstehen.

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen Roman veröffentlichen möchten?

    ISABELL PFEIFFER:
    Liebe angehende Autoren, es ist toll, wenn ihr ein Buch nicht nur begonnen, sondern auch beendet habt, herzlichen Glückwunsch dazu! Das ist eine Leistung, auf die ihr schon mal stolz sein könnt. Leider ist der Schritt hin zu einer Verlags-Publikation sehr schwierig; ihr solltet euer Herz nicht daran hängen. Meiner Überzeugung nach gelangen viele gute, lesenswerte Texte niemals an die Öffentlichkeit, während es andererseits viele schlechte Texte gibt, die gedruckt werden (und u.U. sogar Erfolg haben). Eine Ablehnung bedeutet also nicht unbedingt, dass euer Manuskript schlecht war!

    Neben einem guten Manuskript braucht ihr deshalb Beharrlichkeit und auch ein bisschen Glück. Überlegenswert ist auch die Publikation als E-Book oder Book on demand, obwohl es inzwischen auch davon so viele gibt, dass es ohne Werbung schwierig ist, Leser zu finden. Ich würde davon abraten, selbst Geld in eine Publikation zu stecken – wahrscheinlich habt ihr danach den Keller voller Bücher und bleibt auf den Kosten sitzen. Aber schreiben macht glücklich, deshalb lasst euch nicht entmutigen!

    AVELEEN AVIDE:
    Isabell, vielen Dank für das Interview.


    Welches Interview kommt als nächstes?

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    Heute gibt 1 Buch zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 4. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Niemandstochter“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. Wer mir die nachfolgende Frage richtig beantwortet, der kann „Niemandstochter“ gewinnen: ?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
    Alles Nähere – hier klicken.

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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

    Hier lese ich aus meinem Buch “Samtene Nächte” aus der erotischen Kurzgeschichte “Erotischer Zirkel”. „Samtene Nächte“ ist bei Amazon.de in der Top 100 der Erotik-Bestseller. :-)


    Hier gibt es ein Video – von dem ich nicht weiß, wer das für mich gemacht hat… Alles sehr geheimnisvoll…

    Wenn Sie hier klicken, dann kommen Sie zu meinen Lesungen aus "Samtene Nächte".

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Interviews mit Autoren“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung aller bisher erschienenen Interviews auf meinem Internetblog.

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Sonstige Einträge“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung unter der alle Lesungen, die Buchmesse in Frankfurt 2007/2008 und Kurzinterviews und v.a. aufgeführt sind.

    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

    Das war Aveleen Avide
    Glauben Sie an sich!

    Schauen Sie also wieder rein, wenn es heißt:
    Willkommen bei Aveleen Avide

    Ihre Aveleen Avide
    Aveleen Avide jetzt auch bei Twitter: http://twitter.com/aveleenavide

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    Foto: © Marc Senna, Make up und Frisur: Brit Augustin

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    Willkommen bei Aveleen Avide

    Christine Kabus backt für ihr Leben gern. Norwegen fasziniert sie und außerdem ist sie Mentorin. Für wen Christine Kabus Mentorin ist, das und noch mehr erfährst du im Interview.

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Töchter des Nordlichts“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    Foto-Christine Kabus

    Foto: © Stefan Thomas

    Christine Kabus ist Drehbuch-Autorin, und Autorin.

    Christine Kabus wurde 1964 in Würzburg geboren, ging in Freiburg zur Schule und studierte in München und Heidelberg Germanistik und Geschichte. Würzburg eine geschichtsträchtige und schöne Stadt. Kommst du noch manchmal hin oder ziehts dich dann eher nach Freiburg?

    CHRISTINE KABUS:
    Nach Würzburg, das ja nicht allzu weit von München entfernt ist, fahre ich alle paar Jahre – mal wegen einer interessanten Ausstellung, mal um die schöne Umgebung zu genießen oder einfach durch die Straßen zu schlendern. Dabei habe ich keine Erinnerung aus Kindertagen an diese Stadt, denn ich war erst ein paar Monate alt, als meine Eltern von dort nach Freiburg zogen. Aber irgendwie scheint es da doch eine tiefere Verbindung zu geben …

    Freiburg und die Landschaft des Breisgaus und des südlichen Schwarzwalds haben mich sehr geprägt – und wenn ich in die Gegend komme, fühle ich mich sofort heimisch. Da ich aber so gut wie keine Kontakte mehr dort habe, führt mich mein Weg nur noch selten nach Baden.

    AVELEEN AVIDE:
    Du hast als Regieassistentin und Dramaturgin fürs Theater gearbeitet und zuletzt hast du als Regisseurin für ein freies Theater gearbeitet. Was reizt dich daran?

    CHRISTINE KABUS:
    Schon als Kind habe ich gern Theater gespielt und dabei meistens auch die Regie übernommen. Es ist eine sehr interessante und spannende Erfahrung, Figuren sozusagen direkt zum Leben zu erwecken und zu ergründen, warum sie sich in einer bestimmten Weise verhalten und miteinander agieren, und einen Prozess zu begleiten, der im Grunde nie wirklich abgeschlossen ist. Denn anders als beim Film gibt es ja beim Theater keine endgültige Version, jede Vorstellung ist ein wenig anders.

    AVELEEN AVIDE:
    Ab 2003 hast du dich als Drehbuchautorin selbständig gemacht. Was war dein Herzens- und was dein erfolgreichstes Projekt?

    CHRISTINE KABUS:
    Mein Herzensprojekt (eine Art Gangsterkomödie) wurde nie verfilmt – es schlummert noch in einer Schublade … Wer weiß, vielleicht findet es eines Tages noch seinen Weg auf die Leinwand. ;-)

    Die Folgen für die TV-Serien, für die ich geschrieben habe, liefen alle gut und von den Quoten her zur Zufriedenheit von Sendern und Produzenten.

    AVELEEN AVIDE:
    Für welche Fernsehserie hast du geschrieben?

    CHRISTINE KABUS:
    Für die „Küstenwache“ und „Da kommt Kalle“. Für letztere Serie habe ich gemeinsam mit einer befreundeten Autorin geschrieben. Ich hätte nie gedacht, dass das so gut klappt und vor allem so großen Spaß macht. Mit ihr habe ich auch ein paar Dialogbücher für „Verbotene Liebe“ geschrieben.

    AVELEEN AVIDE:
    Dich fasziniert Norwegen und du hast extra diese schwere Sprache gelernt. Was fasziniert dich an Norwegen?

    CHRISTINE KABUS:
    Ich muss gestehen, dass ich mich erst näher mit Norwegen beschäftigt habe, als mich die Verlagslektorin, zu der mir meine ehemalige Kollegin, die erfolgreiche Autorin Zoë Beck, den Kontakt vermittelt hatte, sagte, dass sie auf der Suche nach neuen Stoffen für ihre Rubrik „Romane, die in sogenannten Sehnsuchtsländern spielen“ ist. Sie fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, eine Familien- und Liebesgeschichte zu erzählen, die in Norwegen angesiedelt ist.

    Das war vor vier Jahren – und seither habe ich mich so intensiv und auf verschiedenen Ebenen mit diesem Land beschäftigt, dass es mir sehr ans Herz gewachsen ist – angefangen bei der überwältigenden Natur mit ihren Extremen.

    Wie gut ich mich mittlerweile auskenne, merke ich, wenn die norwegische Lehrerin des Sprachkurses, den ich nach wie vor besuche, ab und an staunend feststellt, dass ich in manchen Bereichen mehr über ihr Land weiß als sie. Und das schönste Kompliment machte sie mir im letzten Advent, als ich nach einem norwegischen Rezept gebackene Pepperkaker, also Lebkuchen, mitbrachte und sie mich um das Rezept bat.

    AVELEEN AVIDE:
    Du kochst und backst gerne. Wenn du ein Kuchen wärst, welcher würde dich repräsentieren und warum.

    CHRISTINE KABUS:
    Ein Apfelstreuselkuchen mit Mürbteigboden. Einfache, aber gute Zutaten (unbedingt Butter, keine Magarine!), nicht zu süß (Boskop-Äpfel) und schön saftig.

    AVELEEN AVIDE:
    Anmerkung Aveleen: Ja, wer Boskop für Apfelkuchen nimmt und Butter zum Backen, der kennt sich mit Backen aus. Ich esse nur Apfelkuchen mit Boskop-Äpfeln. :-)

    AVELEEN AVIDE:
    Wäre es möglich, eines deiner Bücher zu verfilmen?

    CHRISTINE KABUS:
    Ich denke schon, es wäre aber nicht ganz billig, da alle meine Bücher auf zwei Zeitebenen spielen und historische Settings ja aufwendiger und teurer in der Umsetzung sind. Ich wurde aber schon öfter von Lesern gefragt, ob nicht eine Verfilmung geplant sei, weil sich ihnen die Geschichten so bildhaft präsentierten.

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du noch?

    CHRISTINE KABUS:
    Früher hätte ich als größte Leidenschaft das Lesen genannt. Seit ich selber Romane schreibe, komme ich aber nur selten dazu, Bücher zu lesen, die nicht mit meinen Recherchen zu tun haben. Das liegt nicht nur am Zeitmangel sondern vor allem auch daran, dass ich mich kaum auf andere Geschichten einlassen kann, wenn ich selber schreibe. Eine Erfahrung, die ich erst einmal verdauen musste, denn ich habe früher in jeder freien Minute ein Buch zur Hand genommen.

    Ich wandere sehr gern und bin glücklich, in einer Stadt zu leben, von der aus ich binnen einer Stunde die Berge erreichen kann.

    Ich höre viel klassische Musik und gehe oft in die Konzerte der Musikhochschule. Es beeindruckt mich immer wieder, wie umwerfend gut die dortigen Studenten musizieren.

    Seit zwei Jahren bereichert ein achtjähriges Mädchen, das ich als Mentorin betreue, mein Leben. Es stammt aus einer kinderreichen uigurischen Familie. Wir treffen uns jeden Samstag für ein paar Stunden und unternehmen die unterschiedlichsten Dinge miteinander: Basteln, Zoo- und Kinobesuche, Muffins oder Plätzchen mit gaaaaanz vielen bunten Zuckerstreuseln backen und vor allem viel Quatsch machen ;-).

    Große Freude bereitet es mir auch, als Lesefuchs einmal die Woche in einer Grundschule Kindern aus sogenannten bildungsfernen Familien oder mit Migrationshintergrund vorzulesen und die Liebe zu Büchern zu wecken.

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig?

    CHRISTINE KABUS:
    Größere Reisen habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Zuletzt war ich eine Woche an der Nordsee, um nach dem turbulenten Endspurt vor der Abgabe des letzten Romans ein wenig Kraft zu tanken. Da war es für mich vor allem wichtig, mich viel an der frischen Luft bewegen zu können und eine ganz andere Umgebung als gewohnt um mich zu haben.

    Ansonsten mache ich gern Städtetrips. Reizen würde mich mal eine mehrtägige Fernwanderung.

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    CHRISTINE KABUS:
    Da nach dem Buch vor dem Buch ist, fange ich gerade wieder mit der Recherche an und besorge mir Literatur zu Norwegens Geschichte um 1900.

    Lange Zeit war mein Lieblingsgenre Krimis und Thriller, immer wieder auch historische Krimis und Biografien. Und Klassiker - querbeet von Tolstoi und Dostojewski über Jane Austin und die Brontë-Schwestern, immer wieder Thomas Mann, Siegfried Lenz, Alfred Andersch und Herbert Rosendorfer, gern auch Isabel Allende und Garcia Márquez. Aber auch Jugendbücher wie die Harry Potter Reihe oder die Tintenherz-Trilogie habe ich mit Freude verschlungen … :-)

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    CHRISTINE KABUS:
    So platt das auch klingen mag: Es ist die Erfüllung eines uralten Traums. Wobei ich es sehr, sehr lange nie für möglich gehalten hätte, dass ich mich eines Tages tatsächlich trauen würde, ihn zu realisieren. Aber seit ich denken kann, habe ich mir gern Geschichten ausgedacht. Sie jetzt nicht nur niederzuschreiben, sondern damit auch Leser zu erreichen, ist eine Erfahrung, die mich sehr glücklich macht und mit großer Dankbarkeit erfüllt.

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    CHRISTINE KABUS: In „Töchter des Nordlichts“ geht es lt. Amazon.de um:
    DURCH EIN JAHRHUNDERT GETRENNT, DURCH EINE GEMEINSAME GESCHICHTE VEREINT ... Oslo, 2011. Nora ist Mitte dreißig, als sie den Namen ihres Vaters erfährt: Ánok, ein samischer Student, der damals plötzlich aus dem Leben ihrer Mutter verschwand. Nora spürt, dass sie ihr Glück erst finden wird, wenn sie in die Heimat ihres Vaters reist. Doch die Sami und ihre Kultur erscheinen ihr lange fremd. Bis sie auf den charismatischen Hundezüchter Mielat trifft ... Finnmark, 1915: Mit neun Jahren endet das friedliche Nomadenleben des Sami-Mädchens Áilu: Auf der Wanderung zu den Sommerweiden wird sie von norwegischen Beamten verschleppt und in ein Internat gesteckt, wo sie zu einem zivilisierten Mädchen geformt werden soll. Tatsächlich verleugnet Áilu lange ihre Herkunft. Doch der Ruf ihrer Heimat lässt sich nicht für immer zum Verstummen bringen ...

    Hier finden Sie weitere Informationen:
    Töchter des Nordlichts: Norwegenroman

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Töchter des Nordlichts“?

    CHRISTINE KABUS:
    Während der Arbeit an meinem ersten Roman „Im Land der weiten Fjorde“ merkte ich, dass die Nebenfigur Nora eine spannende Hintergrundgeschichte hat, die ich gern ausführlicher erzählen wollte. Als ich dann begann, über die Sami in Lappland, ein indigendes Urvolk, das jahrzehntelang unterdrückt wurde, zu recherchieren, wurde aus der vagen Idee ein konkreter Plan.

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Töchter des Nordlichts“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    CHRISTINE KABUS:
    Als ich die kleine Áilu mit der Hurtigruten reisen lassen wollte, stellte ich fest, dass ich nicht genau wusste, ob der Hafen, von dem aus sie starten sollte, 1915 überhaupt von den Postdampfern angefahren wurde. Die Recherche gestaltete sich schwierig, die Angaben widersprachen sich. Schließlich schrieb ich ans Büro der Huritgruten, wo man mich an das Hurtigruten Museum verwies. Auf meine E-Mail bekam ich lange keine Antwort und hatte mich schon damit abgefunden, niemals zu erfahren, ob man die nordnorwegische Stadt Alta in jener Zeit per Postdampfer erreichen konnte. Ich beschloss, es einfach zu behaupten … Doch dann schrieb mir der Direktor des Museums höchstpersönlich eine reizende Email, entschuldigte sich für die lange Verzögerung und wies mich darauf hin, dass die Hurtigruten damals nicht in Alta anlegten. Dafür nannte er mir einen anderen Hafen in der Nähe.

    Ich war baff – und sehr stolz, dass meine erste Recherche-Anfrage, die ich auf Norwegisch gemacht hatte, so erfolgreich gewesen war.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an den Plot für „Töchter des Nordlichts“ heran? Könntest du uns ein Beispiel für deine ersten Überlegungen zur Handlung von „Töchter des Nordlichts“ geben?

    CHRISTINE KABUS:
    Auf der Ebene der Gegenwartsheldin Nora war schnell klar, dass ich sie auf die Suche nach ihren Wurzeln in Lappland schicken und dort auf ihre bislang unbekannte Familie väterlicherseits stoßen lassen würde.

    Die Figur der kleinen Samin Áilu, die als Kind ihren Eltern entrissen und zwecks Norwegisierung in ein Internat gesteckt wird, stand quasi unvermittelt vor meiner Tür, als ich über mögliche Plots nachdachte, die auf der Vergangenheitsebene spielen könnten. Ich hatte mich viel mit Schicksalen von Sami in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts beschäftigt und war sehr betroffen, dass es vielen von ihnen sehr ähnlich ergangen war wie Angehörigen von indigenen Völkern in Amerika, Australien oder Neuseeland.

    Danach stand bald fest, dass Áilus Geschichte stellvertretend für diese erschütternden Biografien stehen würde.

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    CHRISTINE KABUS:
    Wenn ich meine Figuren „gefunden“ habe, geht mir die Beschreibung ihrer Gedanken, Gefühle und Motive am leichtesten von der Hand – Dialoge eingeschlossen.
    Am schwersten fallen mir konkrete Beschreibungen von Gesichtern. Ich habe da oft das Gefühl, nur sehr oberflächlich zu bleiben und mit abgenutzten Klischeewörtern zu hantieren. Ich weiß auch nicht so recht, woran das liegt. Ein Grund könnte sein, dass ich mich meinen Figuren nicht so sehr äußerlich, sondern in erster Linie von ihrem Innenleben her annähere. Das geht mir übrigens auch beim Lesen von anderen Romanen so. Da sehe ich auch nur selten Gesichter so deutlich vor mir, dass ich ein Phantombild anfertigen lassen könnte. Ich bin mehr auf die Ausstrahlung der Personen fokussiert.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    CHRISTINE KABUS:
    Generell bin ich ein ziemlich strukturierter Mensch. Manchmal mache ich mir Notizen, um mich an Details zu erinnern, die Gefahr laufen könnten, unterzugehen. Ich hoffe, dass es mir tatsächlich immer gelingt – ein Rest Unsicherheit bleibt, dazu bin ich irgendwann zu dicht dran. Und wenn dann noch Zeitdruck hinzukommt, könnte es schon mal passieren, dass nicht alles einwandfrei aufgelöst wird. In dem Fall hoffe ich, dass das Lektorat Alarm schlägt.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an die Protagonisten Nora heran? Würdest du uns dafür einfach mal ein Beispiel für die ersten Überlegungen zur Figur geben?

    CHRISTINE KABUS:
    Wie gesagt, Nora war ursprünglich eine Nebenfigur im ersten Roman. Damals war es mir wichtig, dass sie eine sehr sympathische, offene Person ist, die der dortigen Protagonistin freundlich und hilfsbereit begegnet. Um deren Suche nach ihren Wurzeln schwieriger zu gestalten, war es außerdem von Bedeutung, dass Noras eigene Herkunft unklar war. So kam es dazu, ihr einen Vater zu geben, über den ihre Mutter nie sprach und dessen Identität Nora erst als Erwachsene herausfand.

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    CHRISTINE KABUS:
    Bei meinen beiden letzten Büchern war gar keine Zeit, lange schwanger zu gehen, da der Verlag sie möglichst im Jahrestakt veröffentlichen wollte. Im Grunde pitchte ich sofort nach Abgabe des Vorgängers eine Grundidee, die ich zu einem Exposé ausarbeitete. Nebenbei recherchierte ich und begann dann sofort mit dem Manuskript. Lieber wäre es mir schon, wenn ich mehr Luft hätte – so wie bei meinem Debut. Da recherchierte ich erst mal ausführlich und schrieb ein detailliertes Konzept, das ich der Lektorin vorlegte. Es gefiel ihr, und sie bat mich, die ersten Kapitel des Romans zu schreiben, damit sie und die Entscheider im Verlag beurteilen konnten, ob ich in ihr „Beuteschema“ passe. Das war der Fall, denn nun bekam ich den Vertrag und legte mit dem Schreiben los, für das ich ein Jahr Zeit hatte. Bei Buch zwei und drei hatte ich dagegen keine Vorlaufzeit.

    Am Anfang und auch immer wieder zwischendurch steht sehr viel Recherchearbeit, was mir großen Spaß macht, da ich dabei unglaublich viel Neues kennenlerne und erfahre. Wie Du bereits erwähnt hast, begann ich Norwegisch zu lernen – zunächst vor allem, um ein bisschen nachvollziehen zu können, welche Hürden meine erste deutsche Protagonistin Lisa beim Erlernen dieser Sprache überwinden musste. Mittlerweile bin ich in der Lage, auch norwegische Quellen zu lesen und kann so natürlich noch intensiver recherchieren.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Roman arbeitest?

    CHRISTINE KABUS:
    Ich sitze meist gegen halb acht am Schreibtisch. Zuerst checke ich Emails und sehe auf Facebook und anderen Netzwerken nach, ob es interessante Neuigkeiten gibt. Je nach Stand des aktuellen Buch-Projekts lese und überarbeite ich das Geschriebene vom Vortag und schreibe weiter, falls nicht gerade Recherchearbeit ansteht. Zwischendurch mache ich immer wieder kleine Pausen, gehe um den Block, räume auf, wurstele im Haushalt herum – denn viele Ideen und Lösungen kommen mir, wenn ich Abstand vom Monitor habe. Darum kann ich auch nicht genau sagen, wie viele Stunden ich täglich an einem Roman arbeite. Im Grunde ist es ein permanenter Prozess.

    Am späten Nachmittag klappe ich den Laptop zu, koche etwas (lustiger Weise nehme ich schon seit vielen Jahren meine Hauptmahlzeit gegen fünf Uhr ein – so wie die Norweger :-) )und kümmere mich um Dinge, die sonst so erledigt werden müssen. Oft lasse ich den Tag bei einem Feierabendbier in meiner Stammkneipe ausklingen und komme dort häufig auf neue Ideen oder Lösungen für Probleme, die sich während des Schreibens ergeben haben. Deshalb habe ich immer einen Notizblock dabei, um diese Einfälle sofort aufschreiben zu können.

    AVELEEN AVIDE:
    Wo schreibst du am liebsten?

    CHRISTINE KABUS:
    An einem Sekretär, den mir mein Großvater schenkte, als ich zwölf war.

    AVELEEN AVIDE:
    Hörst du auch Musik beim Schreiben und falls Ja, welche, oder brauchst du absolute Stille?

    CHRISTINE KABUS:
    Beim Schreiben höre ich nur sehr selten Musik, beim Recherchieren ab und zu. Als ich Informationen zu den Sami und ihrer Kultur sammelte, hörte ich zum Beispiel viel Musik von samischen Interpreten, zum Beispiel von Elin Kaven und Mari Boine.

    AVELEEN AVIDE:
    Wirst du von einer Agentur vertreten? Und falls Ja, was ist für dich der Vorteil, von einer Agentur vertreten zu werden?

    CHRISTINE KABUS:
    Ja, ich bin bei einer Agentur und heilfroh, dass man sich dort um die Verhandlung der Verträge und andere wichtige Formalitäten kümmert, die mir sehr viel Zeit und Nerven rauben würden, wenn ich sie selbst erledigen müsste. Es ist mir wichtig, mit meiner Verlagslektorin nur über Inhaltliches reden zu können und das Geschäftliche ganz herauszuhalten.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    CHRISTINE KABUS:
    Vor ein paar Tagen habe ich die Druckfahnen meines dritten Romans „Insel der blauen Gletscher“ durchgesehen und soll nun binnen der nächsten Tage erste Ideen für den vierten entwickeln. Er wird wieder in Norwegen spielen, dieses Mal aber nur auf einer Zeitebene in der Vergangenheit. Das war mein ausdrücklicher Wunsch – und ich hoffe, dass es mir gelingt, eine vielschichtige und spannende Geschichte zu kreieren. Ich finde die Jahre um 1900 generell sehr spannend – und speziell in Norwegen, da das Land 1905 die Unabhängigkeit erlangte.

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen Roman veröffentlichen möchten?

    CHRISTINE KABUS:
    Viele versuchen ja momentan, auf eigene Faust im Ebook-Bereich Fuß zu fassen. Da ich damit gar keine Erfahrung habe, würde ich spontan zum „traditionellen“ Weg raten: also einen Agenten suchen, der sich im doch recht unübersichtlichen Buchmarkt gut auskennt und weiß, welchen Stoff man welchem Verlag am besten anbietet.

    AVELEEN AVIDE:
    Christine, vielen Dank für das Interview.


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    Heute gibt 1 Buch zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 4. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Töchter des Nordlichts“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. Wer mir die nachfolgende Frage richtig beantwortet, der kann „Töchter des Nordlichts“ gewinnen: Von welchem Volk stammt Nora ab?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
    Alles Nähere – hier klicken.

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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

    Hier lese ich aus meinem Buch “Samtene Nächte” aus der erotischen Kurzgeschichte “Erotischer Zirkel”. „Samtene Nächte“ ist bei Amazon.de in der Top 100 der Erotik-Bestseller. :-)


    Hier gibt es ein Video – von dem ich nicht weiß, wer das für mich gemacht hat… Alles sehr geheimnisvoll…

    Wenn Sie hier klicken, dann kommen Sie zu meinen Lesungen aus "Samtene Nächte".

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Interviews mit Autoren“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung aller bisher erschienenen Interviews auf meinem Internetblog.

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Sonstige Einträge“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung unter der alle Lesungen, die Buchmesse in Frankfurt 2007/2008 und Kurzinterviews und v.a. aufgeführt sind.

    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

    Das war Aveleen Avide
    Glauben Sie an sich!

    Schauen Sie also wieder rein, wenn es heißt:
    Willkommen bei Aveleen Avide

    Ihre Aveleen Avide
    Aveleen Avide jetzt auch bei Twitter: http://twitter.com/aveleenavide

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    Foto: © Marc Senna, Make up und Frisur: Brit Augustin

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  • 11/28/14--11:29: Interview mit Linda Valeri
  • Willkommen bei Aveleen Avide

    Linda Valeri unternimmt gerne Städtreisen. Erholungsurlaube sind jedoch ihrem Mann vorbehalten, mit dem sie nächstes Jahr 25 Jahre verheiratet ist.

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Fesseln der Unsterblichkeit“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    Foto Linda Valeri

    Foto: © Linda Valeri

    Linda Valeri ist Autorin.

    Linda Valeri wurde 1969 geboren und lebt mit Mann, Tochter und 2 Schmusekatern in Österreich. Darf ich fragen in welcher Ecke Österreichs du lebst?

    LINDA VALERI:
    Ich lebe mit meiner Familie ca. 10 km südlich von Graz in der schönen grünen Steiermark. :-)

    AVELEEN AVIDE:
    Du hast ein Fernstudium für Belletristik und Kinder-/Jugendliteratur gemacht. Darf ich fragen wo und ob es dir etwas gebracht hat?

    LINDA VALERI:
    Ich habe das Fernstudium an der “Schule des Schreibens” absolviert. Rückblickend kann ich sagen, dass ich dort zumindest gelernt habe, was Disziplin und Durchhaltevermögen bedeuten. Ob es mir schreibtechnisch viel gebracht hat … Ich denke, mit einigen guten Schreibratgebern, viel Übung und unparteiischen Betalesern käme man vermutlich auch ans Ziel und es wäre die preiswertere Methode ;-)

    AVELEEN AVIDE:
    Arbeitest du noch als Bürokauffrau?

    LINDA VALERI:
    Ich arbeite nach wie vor sehr gerne in meinem Beruf. Halbtags und mit Kolleginnen, wie man sie sich nur wünschen kann, ist es eine willkommene Abwechslung zum Leben als Hausfrau und Mutter während der 2. Tageshälfte.

    AVELEEN AVIDE:
    Linda Valeri ist ein Pseudonym. Warum das Pseudonym?

    LINDA VALERI:
    Ehrlich? Weil ich finde, dass „Linda Valeri“ sich schöner und edler anhört als mein richtiger Name ;-)

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du??

    LINDA VALERI:
    Bücher: meine Lieblingsautoren sind Claire Winter, Lucinda Riley und Sarah Jio

    Musicals: “Aida”, “Dracula”, “Elisabeth”, “Romeo & Julia”, „Tanz der Vampire“

    Serien: „Dexter“, “Downton Abbey”, “Grey’s Anatomy”, “Stargate Atlantis”, “Supernatural”, “The Big Bang Theory”, „The Vampire Diaries“

    Kinobesuche: meine Highlights in diesem Jahr waren “Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und “Guardians of the Galaxy”

    Städtereisen: in diesem Jahr durfte ich Paris, Mailand und Verona besuchen
    Mein neuestes Hobby: Malen nach Zahlen – tolle Motive und perfekt, um den Kopf freizubekommen ;-)

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig?

    LINDA VALERI:
    Städtereisen unternehme ich vorwiegend mit meiner Tochter, einer Freundin oder Kollegen im Rahmen unserer Betriebsausflüge. Ich durfte mittlerweile Städte wie Budapest, Edinburgh, Glasgow, Hamburg, Istanbul, London, Mailand, Manchester, München, Paris, Rom, Venedig etc. kennenlernen. Bade-/Erholungsurlaube sind für meinen Mann reserviert. Unsere Lieblingsurlaubsziele sind Kroatien und Griechenland. Das Reiseziel für unseren 25jährigen Hochzeitstag im nächsten Jahr steht noch nicht fest. ;-)

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    LINDA VALERI:
    Derzeit liegen auf meinem Nachttisch “Das Jahr der Schatten“ von Hannah Richell, „Brombeerwinter“ von Sarah Jio, „Die Achse meiner Welt“ von Dani Atkins und „Einfach unvergesslich“ von Rowan Coleman. Am liebsten lese ich Geschichten über Familiengeheimnisse/-schicksale.

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    LINDA VALERI:
    Schreiben bedeutet für mich Geschichten zu erzählen, die ich selbst gerne lesen würde. In eine Welt einzutauchen, in der ich die Regeln bestimmen darf und Figuren zu erschaffen, die nach meiner Pfeife tanzen ;-)

    Foto Fesseln der Unsterblichkeit

    LINDA VALERI: In „Fesseln der Unsterblichkeit“ geht es lt. Amazon.de um:
    Seit dem Tag ihrer Verwandlung stellt sich die Vampirin Alexandra Romanow diese Frage. Jahrhunderte ringt sie mit den Schattenseiten ihrer Existenz. Bis sie dem Sterblichen Dylan Montgomery begegnet, der eine ungeahnte Leidenschaft in ihr weckt. Doch dann wird Alexandra von ihrer Vergangenheit eingeholt und sie muss eine Entscheidung treffen …

    Hier finden Sie weitere Informationen:
    Fesseln der Unsterblichkeit

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Fesseln der Unsterblichkeit“?

    LINDA VALERI:
    Es gab zwei Aspekte, die mich gereizt haben. Zum einen wollte ich mal eine Vampirin in der Hauptrolle sehen, zum anderen sie auf der Reise zu den wichtigsten Stationen ihres untoten Lebens begleiten. Ursprünglich war angedacht, Alexandras Geschichte in Tagebuchform niederzuschreiben, doch dann hab ich mich für die lebendigere Erzählmethode entschieden.

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Fesseln der Unsterblichkeit“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    LINDA VALERI:
    Dazu fällt mir spontan nichts ein. Aber Recherchen sind generell sehr spannend und informativ. Man hat so manches AHA-Erlebnis und lernt immer wieder sehr viel Neues.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an den Plot für „Fesseln der Unsterblichkeit“ heran? Könntest du uns ein Beispiel für deine ersten Überlegungen zur Handlung von „Fesseln der Unsterblichkeit“ geben?

    LINDA VALERI:
    Ich denke, meine ersten Überlegungen galten den Schauplätzen. Ich wollte Alexandra auf eine Weltreise schicken und hab mir dafür verschiedene Stationen überlegt. Später nahmen die Figuren nach und nach ihre Plätze ein und letztendlich erzählten sie ihre ganz eigene Geschichte.

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    LINDA VALERI:
    Dialoge fallen mir generell eher schwer. Wenn ich meinen Lesern Glauben schenken darf, dann liegt mir das atmosphärische Erzählen. Den größten Spaß hab ich, wenn ich so richtig schön fies sein darf – Mord nicht ausgeschlossen. ;-)

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    LINDA VALERI:
    Ich plotte sehr detailliert, da ist das eigentlich nahezu unmöglich.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an die Protagonistin Alexandra Romanow heran? Würdest du uns dafür einfach mal ein Beispiel für die ersten Überlegungen zur Figur geben?

    LINDA VALERI:
    Bei Alexandra war angedacht, mehrere Wesenszüge zu vereinen: feminin und schutzbedürftig einerseits, sollte sie aber auch „ihren Mann stehen“. Vorbilder waren wohl Kate Beckinsale (Van Helsing) und Nina Dobrev (The Vampire Diaries).

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    LINDA VALERI:
    Zuerst ist da eine Idee, die nach und nach Form annimmt und beständig in meinem Kopf herumspukt. Dabei entstehen auch schon die ersten Skizzen für die Figuren, denen ein kurzer Steckbrief folgt. Anschließend beginne ich zu plotten und zu recherchieren. Erst wenn all diese Vorgänge zu meiner Zufriedenheit abgeschlossen sind, fange ich zu schreiben an.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Roman arbeitest?

    LINDA VALERI:
    Das kommt darauf an. Wenn es ein Werktag ist, dann kommen natürlich zuerst mein Job und danach die Haus-/Gartenarbeit sowie etwaige Termine, die wahrgenommen werden müssen. Erst abends, wenn alles erledigt ist, setz ich mich an den PC und die Story. Am Wochenende geht das natürlich schon früher – also gleich nach dem Frühstück.

    AVELEEN AVIDE:
    Wo schreibst du am liebsten?

    LINDA VALERI:
    Ich schreibe in meinem Arbeitszimmer, im Sommer mit Vorliebe auf der Terrasse.

    AVELEEN AVIDE:
    Hörst du auch Musik beim Schreiben und falls Ja, welche, oder brauchst du absolute Stille?

    LINDA VALERI:
    Beim Schreiben brauche ich absolute Ruhe. Aber um mich auf die Story einzustimmen, höre ich gerne Musik - auf dem Weg ins Büro und während der Hausarbeit. Wenn ich mich richtig erinnere, dann waren es bei „Fesseln der Unsterblichkeit“ Lieder von Evanescence und Nightwish.

    AVELEEN AVIDE:
    Wirst du von einer Agentur vertreten? Und falls Ja, was ist für dich der Vorteil, von einer Agentur vertreten zu werden?

    LINDA VALERI:
    Nein, ich werde von keiner Agentur vertreten.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    LINDA VALERI:
    Was mein nächstes Projekt betrifft, so werde ich wohl wieder zu meinen Wurzeln zurückkehren und mich einem Anthologieprojekt widmen, das schon länger in meinem Kopf herumspukt. Mehr möchte ich derzeit noch nicht verraten ;-)

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen Roman veröffentlichen möchten?

    LINDA VALERI:
    Die wichtigsten Dinge in diesem Job sind, das Handwerk zu beherrschen, Disziplin und Durchhaltevermögen. Aber am allerwichtigsten ist die Liebe zum Schreiben!

    AVELEEN AVIDE:
    Linda, vielen Dank für das Interview.


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    Heute gibt 1 Buch/E-Book zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 2. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Fesseln der Unsterblichkeit“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. Wer mir die nachfolgende Frage richtig beantwortet, der kann „Fesseln der Unsterblichkeit“ gewinnen: Über welche Geschichten liest Linda Valeri am liebsten?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

    Hier lese ich aus meinem Buch “Samtene Nächte” aus der erotischen Kurzgeschichte “Erotischer Zirkel”. „Samtene Nächte“ ist bei Amazon.de in der Top 100 der Erotik-Bestseller. :-)


    Hier gibt es ein Video – von dem ich nicht weiß, wer das für mich gemacht hat… Alles sehr geheimnisvoll…

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    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Interviews mit Autoren“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung aller bisher erschienenen Interviews auf meinem Internetblog.

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    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

    Das war Aveleen Avide
    Glauben Sie an sich!

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    Willkommen bei Aveleen Avide

    Daniel Carinnson hat viel Spannendes zu erzählen. Meine Generation kennt bestimmt noch K2 „Der Berg ruft erinnern. Er hat den Song mitarrangiert und mitproduziert. Er war Tontechniker bei Jürgen van der Lippe „Humor ist Humor“. Er hatte in Amerika eine eigene bunt zusammengewürfelte Band, mit einem ukrainischen Drummer, einem Bassisten aus Israel, einem kanadischen Bassisten und einer japanische Keyboarderin, die auch die zweiten Stimmen gesungen hat und sie haben Deutsche Welle gesungen. Sein Karma was gefährliche Situationen angeht ist sehr gut. Und spannend geht’s weiter ...

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Goldregen“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    Foto Daniel Carinsson

    Foto: © Daniel Carinnson

    Daniel Carinnson ist Autor, gelernter Tontechniker, Musikproduzent, Werbetexter, PR-Profi und Veranstalter und Betreiber eines Musiklabels und Internet-Contentmanager.

    Daniel Carinnson wurde 1968 geboren. Du warst immer Kreuz-und Quereinsteiger. Zuerst Tontechniker, dann Musikproduzent. Kennt man eine Gruppe oder einen Sänger, den du produziert hast?

    DANIEL CARINSSON:
    Also Superstars sind keine dabei, aber je nach Alter und Musikgeschmack könnten einem ein paar Namen bekannt vorkommen. Es ist im Laufe der vielen Jahre ein ziemlicher Stilmix, den ich da so (mit)fabriziert habe: einen meiner ersten Einsätze als Toningenieur hatte ich Anfang der 90er beim Album „Humor ist Humor“ von Jürgen von der Lippe. Nicht gerade große Musikkunst, aber ganz witzig. Humorig bis skurril war auch das erfolgreichste Projekt meiner Musiklaufbahn, für das ich sogar eine Goldene Schallplatte bekommen habe. Eine halbe Million Singles (!) haben wir damals davon verkauft und das nur in Deutschland. Das kann man sich heute kaum noch vorstellen, aber 1994 reichte das trotzdem „nur“ für den 3. Platz der deutschen Single-Charts.

    Wer in den 90er Teenager war erinnert sich vielleicht noch an K2 mit „Der Berg ruft“. Die Nummer habe ich nicht nur arrangiert und mitproduziert, sondern der Titelgebende Sample „Der Berg ruft“ ist auch von mir gesprochen. Was insofern witzig ist, da ausgerechnet ich, als Berliner, diesen Alpenruf gegeben habe.

    Musikalisch anspruchsvoller waren die Produktionen mit den Golden Gospel Singers (zwei Alben im Stil Gospel meets Electronic), für die ich dabei auch komponiert habe und später dann schon im neuen Jahrhundert und in Wien habe ich zwei, drei Bands, die man hier in Österreich vor allem von ihren großartigen Livekonzerten kennt, auf meinem Indiependent-Label herausgebracht. Vor allem die Balkan-Russen-Ska Truppe „Russkaja“ war Mitte der Nullerjahre sicher eine der erfolgreichsten Livebands aus Österreich. Ebenfalls Kult in Österreich waren damals „Bacuhklang“, eine Vocal-Groove-Combo, die auf allen großen Festivals gerockt hat. Deren erstes Album durfte ich als A&R Manager mit herausbringen. 2003 hat Bauchklang damit 3 Amadeus Awards (Österreichischer Grammy) gewonnen. So viele, wie noch keine Indie-Produktion zuvor.
    Das waren spannende 20 Jahre im Musikgeschäft.

    AVELEEN AVIDE:
    Du warst Hiker und Asphaltcowboy in den USA. Was ist ein Hiker und wie lange hast du dich so durch die USA fortbewegt??

    DANIEL CARINSSON:
    Hiker ist in meiner Bio im Sinne von „Wanderer“ zu verstehen. Wobei ich jetzt nicht quer durch die USA marschiert bin. Ich habe in Los Angeles gelebt und auch dort Musik gemacht, bin dabei aber auch sehr viel Outdoor unterwegs gewesen. Vor allem in den Santa Monica Mountains. Die kannte ich schon bald fast wie meine Westentasche, was für viele Einheimische sehr sonderbar erschien. Häufig hörte ich „da warst Du wandern? Ganz allein? Wie kommt man denn da überhaupt hin, zu Fuß?“

    AVELEEN AVIDE:
    Was war dabei für dich das Beeindruckendste oder abgefahrendste, vielleicht auch das Lustigste oder Gefährlichste?

    DANIEL CARINSSON:
    Das Faszinierende für mich daran war – und ist – dass man in den Mountains (eigentlich ja eher Hügel als Berge), die zwischen L.A. auf der dem Meer zugewandten und dem Valley auf der Binnen-Seite wirklich mitten in der Wildnis ist. Mit großen Schlangen, Koyoten, Wildpferden und einem unendlich weiten Himmel über Dir, fernab jeglicher Zivilisation. Meint man. Denn gleichzeitig weiß man, dass rund um einen herum, keine 10 Meilen entfernt, fast 15 Millionen Menschen wohnen, arbeiten, Ameisenhaft umhereilen. Dieser Kontrast zwischen uriger Einsamkeit und dichtest besiedelter Megapolis in direkter Nachbarschaft, das ist etwas wirklich Einmaliges.

    Gefährlich war für mich dabei eigentlich weder in der City noch in der Wildnis etwas so richtig. Ich glaube, ich habe, was Gefahren anbelangt, ein ganz gutes Karma. Denn obwohl ich jeder noch so großen oder giftigen Schlange in den Mountains immer sofort mit der Kamera hinterher geeilt bin und obwohl ich mit meinem schwarzen 1980er Cadillac in der Stadt auch nicht so recht unauffällig unterwegs war, ist mir nie ernsthaft etwas passiert.

    Das Abgefahrendste und auch Lustigste war vielleicht die Silvesterfeier 2001. Ich hatte eine Zeit lang in L.A. eine eigene Band (in der ich gesungen habe), mit der ich deutschsprachige Hits, vorwiegend Neue Deutsche Welle von Nena bis Hubert Kah, im West-Coast Rock Arrangement gespielt hab. Das war insofern schon recht spaßig, weil ich in meiner Band der Einzige war, der Deutsch verstand. Ich hatte einen ukrainischen Drummer, einen Bassisten aus Israel, einen kanadischen Bassisten und eine japanische Keyboarderin, die auch die zweiten Stimmen gesungen hat … ohne einen Schimmer, was sie da eigentlich singt.

    Bis auf „99 Luftballons“ hatten die Musiker die ganzen Songs auch noch nie zuvor gehört. Trotzdem schafften wir es innerhalb von 4 Wochen ein Repertoire von fast 30 Titeln einzustudieren. Und an diesem Silvesterabend hatten wir einen unserer ersten Auftritte. Im „Schweizer Haus“ im Valley. Das war ein Nobelrestaurant eines Schweizer Haubenkochs, der dort eine riesige Berghütte mitten in die Stadt gebaut hatte und bei dem sowohl Europäer, aber auch viele Amerikaner gerne aßen und in dem Fall eben eine große Silverstergala erlebten, mit meiner Band als Showeinlage. Das war dann wirklich ziemlich skurril.

    AVELEEN AVIDE:
    Veranstalter und Betreiber eines Musiklabels in Wien. Machst du das noch? Oder wie lange hast du das gemacht?

    DANIEL CARINSSON:
    Seit ich Anfang 2001 nach Wien gezogen war, habe ich zunächst in einer Veranstaltungsagentur mit angeschlossenem Musiklabel gearbeitet und mich 2005 dann mit einem Label selbstständig gemacht. Leider war das eine denkbar ungünstige Zeit für so ein Vorhaben, da es genau mit dem großen Umbruch in der Musikindustrie zusammenfiel. Alles, was ich in den 15 Jahren zuvor über das Musikbusiness gelernt hatte, galt plötzlich irgendwie nicht mehr und obwohl ich schon irgendwann gesehen hab, wohin der Zug geht, hatte ich 2008 einfach keine Reserven mehr, weder finanziell, als auch rein physisch, um das alles auf Internet, YouTube, Sponsoring etc. umzustellen. Drum habe ich dieses Kapitel dann Ende 2008 für mich geschlossen.

    AVELEEN AVIDE:
    Was fasziniert dich so an den Roma? Warum nicht die Sinti?

    DANIEL CARINSSON:
    „Roma und Sinti“ ist ja so die politisch korrekte Bezeichnung in Deutschland. Hier in Österreich, vor allem aber auch dann in Ungarn und am Balkan gibt es aber quasi keine Sinti. Mal abgesehen davon, dass innerhalb der Volksgruppen und in der Wissenschaft schwer diskutiert wird, ob nicht Sinti eigentlich eine Untergruppe der Roma ist usw.

    Ich versuch mich aus diesen Debatten eher herauszuhalten und sage in der Regel dann einfach „Gipsy“. Was mich an der Kultur dieser Ethnie fasziniert ist zunächst mal einfach die Musikalität und dabei wieder die große, unverfälschte Emotionalität, die der Gipsy-Musik innewohnt. Das berührt schlicht mein Herz.

    Und dann ist es diese Verwobenheit, die die Roma-Kultur mit der europäischen hat. Einerseits besteht die Kultur der Roma in Europa nun schon seit rund 800 Jahren. Sie hat sich dabei verändert, hat – je nach Region – viele spezielle Prägungen angenommen – man denke nur an spanischen Flamenco einerseits, französischen Gitanes-Jazz oder österreichischen Walzer und ungarischen Czárdás – sie hat dabei aber nie ihre Eigenständigkeit verloren, zum Beispiel auch die Sprache, die es bis ins späte 20. Jahrhundert nicht in geschriebener Form gab. Auf der anderen Seite hat sie aber eben auch sehr viel europäische Kultur beeinflusst, oft, ohne dass uns das bewusst ist.

    Mein Lieblingsbeispiel ist das Hackbrett. Ein typisch alpines Volksmusikinstrument, denkt man. Aber tatsächlich ist es eine spezielle Form des Zymbals, eines typischen Roma-Instrumentes, das dieses Volk auf seiner langen Reise von Indien nach Europa irgendwo in Persien aufgeschnappt, für sich adaptiert und dann in Europa verbreitet hat.

    AVELEEN AVIDE:
    Woher kommt der Name Carinsson. Bei dem ich schon gefühlte 100 Mal Carnisson schreiben wollte. :-)

    DANIEL CARINSSON:
    Es kursieren viele Theorien. Vielleicht ja aus einer skandinavischen Sage? :-)

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du?

    DANIEL CARINSSON:
    Bis zu meinem ersten Bestseller ist Schreiben mal mein wichtigstes „Hobby“. Meine größte Leidenschaft ist auf jeden Fall das Reisen. Und Wandern!

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig?

    DANIEL CARINSSON:
    Ich reise überall gerne hin, wo es warm und sonnig ist. In den letzten Jahren vor allem am liebsten – oh Wunder – nach Ost- und Südost-Europa. Wobei ich auch die Toskana liebe und Niederösterreich! Das Wichtigste ist aber, dass ein „Urlaubsort“ kein fixer Ort ist. Urlaub – länger als 3 Tage – an ein und dem selben Fleck, das ist nichts für mich. Ich muss unterwegs sein.

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    DANIEL CARINSSON:
    Derzeit lese ich fast ausschließlich Literatur über die Spätantike und das Frühmittelalter, da mein nächster Roman in dieser Zeit der Zeitenwende spielen wird.

    Ansonsten liegt grad noch Ivo Andrić auf meinem Nachttisch. Was Genres betrifft, bin ich beim Lesen nicht sehr festgelegt. Für mich kommt es eher darauf an, ob mich ein Thema anspricht und vor allem, ob ein Autor spannend mit der Sprache umgeht.

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    DANIEL CARINSSON:
    Das Erzählen von Erzählenswertem. Eine Möglichkeit, Ideen und Geschichten, die ich im Kopf habe, mit anderen zu teilen. Ein großes Vergnügen, aber auch harte Arbeit, die manchmal wirklich weh tut. Aber das muss so sein.

    Cover Daniel Carnisson

    DANIEL CARINSSON: In „Goldregen“ geht es lt. Amazon.de um:
    Leichen, mit Gewichten in einem trüben Gewässer versenkt dieses
    schaurige Bild geht seit Tagen durch alle Medien. Und während
    die Öffentlichkeit rätselt, ob es sich um Opfer der Mafia in Italien,
    des Drogenkrieges in Südamerika oder ritueller Handlungen in Indien
    handelt, glaubt Musikmanager Adam Wischnewski aus Wien die
    Antwort zu kennen. Mit einer eilig zusammengestellten Gipsy-Combo
    als Tarnung reist er auf einem Kreuzfahrtschiff die Donau hinunter,
    um Nachforschungen anzustellen. In Ungarn, das zunehmend von der
    Furcht vor der rechtsnationalen "Garde" beherrscht wird, merkt er
    bald: Nicht mehr alle Roma betrachten ihn als Freund ...

    Hier finden Sie weitere Informationen:
    Goldregen

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Goldregen“?

    DANIEL CARINSSON:
    Als ich in den letzten Jahren immer wieder von Freunde aus Ungarn gehört habe, wie sehr sich dort die Situation der Roma verschlechtert hat, seit das Regime Orban an der Macht ist, ist mir irgendwann in den Sinn gekommen, was eigentlich passiert, wenn sich die Roma das irgendwann nicht mehr gefallen lassen. Was, wenn die einfach irgendwann mal zurückschlagen? Und den Gedanken habe ich dann fortgesponnen. Obwohl ich meine Balkan-Gypsy-Krimis ursprünglich eher unpolitisch halten wollte. Aber durch die Entwicklung der letzten Jahre – den enormen Rechtsruck, den wir nicht nur in Ungarn erleben – ging das dann nicht mehr wirklich.

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Goldregen“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    DANIEL CARINSSON:
    Das Tolle an meinem Werdegang ist in dem Fall, dass ich für die Bücher rund um die Abenteuer des Adam Wischnewski tatsächlich nichts extra recherchieren musste. Ich war von 2003 bis 2008 mitten in der Balkan-Gipsy-Musikszene und bin in diesen Jahren tausende von Kilometern mit Gispymusikern unterwegs durch Europa, vor allem eben auch in Ungarn oder am Balkan gewesen. Ich durfte auf Roma-Hochzeiten dabei sein und hab die Familien der Musiker kennengelernt. Das alles ist mein Background, für diese Romanserie. Da habe ich so viele Erlebnisse und Erinnerungen, aber auch an Erfahrung und Wissen aus erster Hand, das reicht noch für etliche Bände.

    Eine witzige, typische Episode aus dem wirklichen Tourleben mit Balkanmusikern habe ich in Moskau erlebt. Die Band, die ich damals gemanaged und begleitet habe, bestand aus 7 Musikern aus 6 verschiedenen Ländern. Darunter ein Akkordeonist aus Bosnien. Vor der Reise nach Moskau musste ich die Visa organisieren. Bosnier jedoch, so sagte es jedenfalls dieser Akkordeonspieler, bräuchten für Russland kein Visum. Telefonisch bestätigte man mir das auch sowohl bei der russischen Botschaft, als auch beim bosnischen Konsulat, jedoch gab es nichts Schriftliches dazu.

    Wir flogen also, ohne dass wir etwas Handfestes für unseren Bosnier dabei hatte in, in der Hoffnung, dass die Einreise schon klappen würde.

    Wer schon mal am Flughafen in Moskau war, weiß, dass dieser Sovietbau allein schon beeindruckend ist und man sich dort sehr klein vorkommt. Dann noch überall die Soldaten und Beamten, alle grimmig schauend und mit großen Schirmmützen … es ist wirklich immer noch so, wie in den James Bond Filmen.

    Mit gewissem Bauchgrimmen stand ich also dann mit der Truppe an der Passkontrolle an. Im Gegensatz zu den Musikern, die lustig drauf waren und vor allem der Akkordeonist hatte es wie so oft gar nicht eilig und trödelte gemächlich hinter uns her. So kam es, dass alle Musiker schließlich mit mir in der Empfangshalle standen und nur noch auf unseren Bosnier warteten. Der aber kam nicht. Und kam nicht und die Minuten strichen endlos dahin. Gerade, als ich anfing, meine Optionen abzuwägen – österreichische Botschaft anrufen, bosnische anrufen, den lokalen Veranstalter anrufen, da erschien er dann schließlich doch fröhlich diesseits der Passkontrolle. Er schwenkte einen Zettel und rief, ich hab‘s. Ich fragte mich, was er meinte. Hatte er sich jetzt rasch eben selbst irgendwo ein Visum organisiert, oder was? Ich rief also „was hast Du?“. Darauf er: „Die Telefonnummer der hübschen Zollbeamtin.“

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an den Plot für „Goldregen“ heran? Könntest du uns ein Beispiel für deine ersten Überlegungen zur Handlung von „Goldregen“ geben?

    DANIEL CARINSSON:
    Oh, das ist schwierig zu beschreiben. Plotten geht bei mir sehr schnell. Den Auslöser für Goldregen habe ich ja schon beschrieben. Im Grunde läuft das bei mir dann immer so, dass ich hier bei mir in der Region auf eine ausgedehnte Wanderung gehe und dabei mein Kopf arbeitet und Handlungswege abklappert. Fast wie beim Laufen durch ein Labyrinth. Wenn ich dann wieder daheim ankomme, habe ich das meiste bereits im Kopf, dann setz ich mich hin und schreibe in Wahrheit den groben Ablauf der Geschichte in zwei oder drei Stunden stichwortartig auf. Ab dann passiert alles Weiter beim Schreiben, Szene für Szene. Dabei kann immer alles mögliche passieren, aber ich weiß dann, wo ich hin will und komme dann doch immer wieder auf den Weg zurück.

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    DANIEL CARINSSON:
    Das geht eigentlich alles ziemlich Hand in Hand. Manchmal fließt es, manchmal ist jeder Satz sehr anstrengend, aber das eine wie das andere kommt bei Dialogen genauso vor, wie bei szenischen Darstellungen etc.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    DANIEL CARINSSON:
    Harte Arbeit. Manchmal bis zur letzten Minute. Wobei ich noch schwieriger das Timing finde. Das sich verschiedene Handlungsstränge und Bewegungen der Portagonisten zur richtigen Zeit – und das auch realistisch – treffen, das ist manchmal schon echte Puzzlearbeit.

    Wobei ich da auch recht streng bin. Ich mag es – auch bei Werken anderer – gar nicht, wenn zwei Figuren einander treffen, dann begleitet man die eine davon, es passiert jede Menge, es vergeht einiges an Zeit und dann taucht die andere Figur mal eben wieder auf und ich frag mich, was hat die jetzt eigentlich die ganze Zeit getrieben? Ist die da einfach m Tresen sitzen geblieben und hat gewartet? :-)

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an den Protagonisten, den Musikproduzenten Adam Wischnewski heran? Würdest du uns dafür einfach mal ein Beispiel für die ersten Überlegungen zur Figur geben?

    DANIEL CARINSSON:
    Überlegungen habe ich da, ehrlich gesagt, keine großen. Ich hab die Figuren vor Augen. Bei manchen gibt es reale Rolemodels – Tamara aus „Goldregen“ hat zum Beispiel ein sehr reales Vorbild – manche sind reine Phantasiefiguren, die ich aber auch sehr plastisch im Geist sehe. Und Adam Wischnewski … ein deutscher Musikproduzent, der in Wien gestrandet ist und mit Gipsybands am Balkan unterwegs ist … nun ja, es gibt Leute, die behaupten, auch für diese Figur gäbe es ein Alter Ego! :-)

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    DANIEL CARINSSON:
    Wie gesagt, die „Recherchen“ hatte ich in den Jahren bevor ich überhaupt anfing, ganze Bücher zu schreiben so a’la’long mitgenommen. Das Exposee schreibe ich ganz am Schluss, wenn alles fertig ist, für den Verlag. Und dazwischen habe ich, nachdem ich die wesentlichen Handlungszüge relativ zügig notiert habe, zwei Schreibdruchgänge. Ich schreibe zunächst alles, ganz oldschool, von Hand. Füllfeder auf Papier! Und wenn ich dann alles fertig habe, tippe ich das Ganze ab. Dabei bleibt selten ein Satz so, wie ich ihn zunächst hingekritzelt habe, aber das ist dann gleich der wichtige Feinschliff und etwaige Ungereimtheiten etc. kann ich dabei meist auch gleich beseitigen.

    Und ein gutes, kritisches und konstruktives Lektorat ist für mich übrigens auch ganz Essentiell. Ich finde es extrem wichtig, als Autor jemand zu haben, der Dinge hinterfragt und der einen fordert. Als Musikproduzent war das im Bezug auf die Musiker meine Rolle, als Autor freue ich mich jetzt, dass ich nun so einen Luxus in Anspruch nehmen kann.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Roman arbeitest?

    DANIEL CARINSSON:
    Wie den Arbeitstag eines Menschen, der einen 40+X-Stundenjob hat. Der nichts mit Schriftstellerei zu tun hat. Den Großteil an Goldregen habe ich auf meinem Arbeitsweg im Zug geschrieben. Ich wohne ja etwa 50 km von Wien entfernt, an der Grenze zur Slowakei, mein Arbeitsplatz (meines „Dayjobs“) ist aber in Wien. Da habe ich hin und retour immer rund eine Stunde Zugfahrt. Das ist großartig, diese Zeit für’s Schreiben zu nutzen.

    AVELEEN AVIDE:
    Hörst du auch Musik beim Schreiben und falls Ja, welche, oder brauchst du absolute Stille?

    DANIEL CARINSSON:
    Nein, beim Schreiben – grundsätzlich beim Arbeiten – höre ich keine Musik. Ich höre eigentlich überhaupt selten Musik, da ich Musik nicht nebenher hören mag. Wenn ich Musik höre, dann sitze ich entweder vor den Lautsprechern und lausche oder ich tanze. Bei allem anderen, was ich tue, ob Hausarbeit, Wandern oder eben Schreiben, höre ich keine Musik.

    AVELEEN AVIDE:
    Wirst du von einer Agentur vertreten? Und falls Ja, was ist für dich der Vorteil, von einer Agentur vertreten zu werden?

    DANIEL CARINSSON:
    Nein, keine Agentur. Ich habe – für Goldregen – zum Glück eine tollen und sehr engagierten Verlag, der mich auch z.B. bei der Akquisition und Organisation von Lesungen gut unterstützt.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    DANIEL CARINSSON:
    Ich hab’s eh schon kurz angedeutet. Das nächste Buch wird ein Historienroman der im 5. Jahrhundert spielt und zwischen meinem Wohnort hier im „Römerland Carnuntum“, Ravenna und Konstantinopel (Istanbul) angesiedelt ist. Im Zentrum steht eine junge Frau, eine Geschichtenerzählerin, die Legenden von einem mysteriösen Reiter und Boten zum besten gibt und die damit eine Kette von Ereignissen auslöst, in einer Welt, die gerade in Auflösung begriffen ist. Das Ganze wird ein ziemlich apokalyptisches Roadmovie einer- und eine sehr hoffnungsvolle Familienstory andererseits.
    Mehr kann ich wahrscheinlich erst in einem Jahr sagen.

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen Roman veröffentlichen möchten?

    DANIEL CARINSSON:
    Ich weiß nicht, ob es da wirklich Tipps gibt. Irgendwie muss jeder Künstler so seinen Weg finden. Nur davon abbringen lassen, sollte man sich nicht. Und gleichzeitig selbstkritisch bleiben.

    Ich habe in den USA mal auf der Website eines Musiklabels etwas gelesen, dass ich über all die Jahre im Kopf behalten habe. Diese Plattenfirma hatte einen Menüpunkt auf der Website zum Thema „Wie ich einen Plattenvertrag bekomme“. Und da stand dem Sinn nach:
    „Ihr wollt einen Plattenvertrag? Dann geht zurück in den Proberaum und übt. Und wenn Ihr glaubt, Ihr seid gut genug, dann geht raus und spielt, sucht Euch Euer Publikum. Und dann? Geht wieder in den Proberaum und übt weiter. SCHICKT UNS KEINE DEMOS, DAMIT WIR VON EUCH HÖREN. IHR HÖRT VON UNS, WENN WIR VON EUCH HÖREN.“
    Der Letzte Satz ist was zum darüber nachdenken. Aber ich finde ihn sehr treffend.

    AVELEEN AVIDE:
    Daniel, vielen Dank für das Interview.


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    Heute gibt 1 Buch zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 4. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Goldregen“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. Wer mir die nachfolgende Frage richtig beantwortet, der kann „Goldregen“ gewinnen: In welchem Jahr hat sich Daniel Carinsson mit seinem Musiklabel selbständig gemacht?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
    Alles Nähere – hier klicken.

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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

    Hier lese ich aus meinem Buch “Samtene Nächte” aus der erotischen Kurzgeschichte “Erotischer Zirkel”. „Samtene Nächte“ ist bei Amazon.de in der Top 100 der Erotik-Bestseller. :-)


    Hier gibt es ein Video – von dem ich nicht weiß, wer das für mich gemacht hat… Alles sehr geheimnisvoll…

    Wenn Sie hier klicken, dann kommen Sie zu meinen Lesungen aus "Samtene Nächte".

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Interviews mit Autoren“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung aller bisher erschienenen Interviews auf meinem Internetblog.

    Wenn Sie oben in der pinkfarbenen Leiste auf „Sonstige Einträge“ klicken, kommen Sie auf die Auflistung unter der alle Lesungen, die Buchmesse in Frankfurt 2007/2008 und Kurzinterviews und v.a. aufgeführt sind.

    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

    Das war Aveleen Avide
    Glauben Sie an sich!

    Schauen Sie also wieder rein, wenn es heißt:
    Willkommen bei Aveleen Avide

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    Foto: © Marc Senna, Make up und Frisur: Brit Augustin

    Ihre Aveleen Avide
    Aveleen Avide jetzt auch bei Twitter: http://twitter.com/aveleenavide

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    Willkommen bei Aveleens Couchgeflüster. Es gibt zwar nicht jeden Tag eines, aber schaut vorbei, denn ich werde öfters Bücher von Kolleginnen und Kollegen einlesen und dann gibt es auch immer etwas zu gewinnen.

    In „Höllenjob für einen Seraph“ von Helen B. Kraft finde ich es spannend, dass eine Dämonin im Himmel landet, sich dort ausgerechnet in einen Engel verliebt und beide dann um etwas kämpfen müssen, mit dem man nicht rechnen kann.

    Helen B. Kraft ist Autorin und ich stelle ihr Buch „Höllenjob für einen Seraph“ vor, das im Machandel-Verlagerschienen ist. Und hier geht es zur Webseite von Helen B. Kraft.

    E:BilderHPFoto_Helen

    Foto: © Helen B. Kraft


    In „Höllenjob für einen Seraph“ geht es lt. Machandel-Verlag um:
    "Sie heißt Lilith. Sie ist verdammt sexy. Und ihr folgt das Chaos auf Schritt und Tritt– sogar bis in den Himmel. Denn genau dorthin ist die rothaarige Dämonin zur Strafe verbannt worden. Keusch und züchtig soll sie die Harfe spielen. Ausgerechnet! Lilith würde durchdrehen, wäre da nicht ihr Wächter, der attraktive Engel Ravael. Aber noch bevor sie ihn verführen kann, werden beide abrupt auf göttlichen Befehl auf die Erde geschickt. Und dort hat Lilith andere Sorgen als ihren Sex-Appeal. Versagen Ravael und sie bei ihrer Mission, droht ihr die vollständige Vernichtung und ihm der Fall aus dem Himmel. Dass dabei noch die Menscheit mit draufgehen könnte, stört Lilith weniger als das komische Gefühl,das der Engel in ihr geweckt hat. Wenn sie bloß wüsste, was es ist und wie sie es wieder loswerden kann..."

    Cover Höllenjob


    Hier lese ich aus Helen B. Krafts Buch „Höllenjob für einen Seraph“.

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    Heute gibt es 1 E-Book „Höllenjob für Seraph“ zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet: „Was ist für Raphael das i-Tüpfelchen?“ (Antwort gibt’s im Video zu hören) und mir die 3. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Höllenjob für einen Seraph“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt. Eine Gewinnerfrage gibt es bei meiner Weihnachtsaktion nicht.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

    Ein großes Dankeschön an den Machandel-Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat.

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    Ich habe für die Firma Valisère zu ihren 5 Herbst-/Winter-Dessous-Kollektionen je eine erotische Kurzgeeschichte in je 2 Versionen geschrieben. Je eine Version ist sinnlich, je eine Version ist mit sexuellen Szenen.

    Und meine Geschichten gilbt es kostenlos!

    Für den Desktop und für das iPad.

    http://www.valisere.com/

    Unter Valisere/E-Book findet ihr beide Downloads.

    Trailer: http://m.youtube.com/watch?v=hMBdFiENhx8&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3DhMBdFiENhx8

    Video meiner Lesung zur Geschichte "Sündhaft gut"
    http://www.aveleen-avide.com/valisère-projekt/

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  • 12/12/14--11:25: Interview mit Roman Rausch
  • Willkommen bei Aveleen Avide

    Roman Rausch schreibt Thriller, historische Romane und Theaterstücke. Er sagt: Einmal ein Kind in die Welt gesetzt und dein Leben ändert sich grundlegend und irreversibel.

    Wer mir eine Frage zum Interview beantworten kann und mir dazu eine E-Mail sendet, der kann „Die letzte Jüdin von Würzburg“ gewinnen. Wie es geht? Das steht am Ende des Interviews.

    Roman Rausch Copyright Brigitte Doebert

    Foto: © Roman Rausch, Copyright Brigitte Doebert

    Roman Rausch
    ist ein mainfränkischer Schriftsteller und Autor von Romanen und Theaterstücken.

    Roman Rausch ist auch Schreibcoach. Nach dem Studium in Betriebswirtschaft arbeitete er als Journalist im Medienbereich.
    Erleichtert dir der Journalismus die Recherche und das Schreiben?

    ROMAN RAUSCH:
    Immens. Ich habe einige Jahre als Reporter für eine Tageszeitung gearbeitet. Mitunter hat mir mein Redakteur nur eine Telefonnummer gegeben mit dem Auftrag: Mach was draus. Das war eine harte, aber lohnende Arbeit für die spätere Schreiberei. Bei fremden Texten fällt es mir immer wieder auf, wie zum Teil schlecht oder gar nicht recherchiert wurde. Dabei hätte der Autor nur zum Telefon greifen müssen, um die Information zu überprüfen.

    Ich finde es peinlich, wenn einer meiner Leser sagt: 'Das stimmt nicht, was du da geschrieben hast.' Das rüttelt an der Glaubwürdigkeit des ganzen Romans UND des Autors.

    AVELEEN AVIDE:
    Im Medienbereich, was muss man sich darunter vorstellen?

    ROMAN RAUSCH:
    Angefangen habe ich als Assistent der Geschäftsführung beim damals neu gegründeten, landesweiten Privatsender ANTENNE BAYERN. Das war eine klasse Zeit. Darauf folgten Engagements im TV-Bereich und schließlich im Zeitungsgeschäft. Man lernt in diesem Metier sehr viel über die Welt aber auch über sich selbst, wie z.Bsp. für die eigene Schreiberei. 'Du sollst nicht langweilen' oder ' Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.'

    AVELEEN AVIDE:
    2002 wurde deine Tiologie um den Komissar Johann Kilian auf der Leipziger Buchmesse mit dem Book-on-Demand-Preis ausgezeichnet. Hast du den Preis persönlich entgegengenommen und was hat er bedeutet?

    ROMAN RAUSCH:
    Es war ein schöner Empfang mit vielen Interessierten mitten im Trubel einer Buchmesse. Damals habe ich noch in Eigenregie über BoD veröffentlicht. Der Preis war eine Wertschätzung meiner Arbeit, der letztlich zu einem Verlagsvertrag bei Rowohlt geführt hat.

    AVELEEN AVIDE:
    2015 wird ein Theaterstück von dir in Berlin uraufgeführt. Um was geht es in dem Stück und wo kann man es ansehen?

    ROMAN RAUSCH:
    Es sind sogar zwei Theaterstücke, die in 2015 uraufgeführt werden. Im Sommer das Stück 'Meet The Monster', eine Adaption eines Kurzkrimis von mir. Es ist eine Milieu-Studie meiner Erlebnisse aus dem Berliner Kiez Wedding. Das 'Theater im Palais' in der Nähe des Gendarmenmarkts will es in der Reihe 'Berliner Geschichten' auf die Bühne bringen.

    Im Herbst kommt dann eine wirklich große und wichtige Sache. Eine Aufarbeitung für die Open-Air-Bühne vor der Originalkulisse im unterfränkischen Gerolzhofen. Es geht um den Frauenaufstand von 1945 gegen die Nationalsozialisten und die Verwicklung einzelner Protagonisten in das Regime. Das ist eine echte Hammergeschichte mit vielen neuen Informationen über die damaligen Ereignisse.

    AVELEEN AVIDE:
    Du hast von Krimi zu historischen Romanen gewechselt, warum?

    ROMAN RAUSCH:
    … und vom histor. Roman zum Theaterstück, und von dort zum Thriller und wieder zurück. Ich lasse mich nicht gerne festlegen, außerdem sollte jeder Autor unterschiedliche Geschichten schreiben, allein, um sich nicht zu wiederholen oder um die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten.

    Für Agenten und Verlage ist das natürlich ein Graus und hat mir schon viele Absagen eingebracht. Aber es kann nicht sein, dass Marketinggründe die Arterhaltung eines Autors gefährden. Stellen Sie sich mal vor, Sie dürften bis zum letzten Ihrer Tage nur noch Krimis schreiben, nur um ein Image am Leben zu erhalten? Nichts für mich. Dann höre ich lieber auf mit dem Schreiben oder veröffentliche wieder in Eigenregie.

    AVELEEN AVIDE:
    Welche Hobbys/Leidenschaften hast du?

    ROMAN RAUSCH:
    Seit der Geburt meines Sohnes nur noch ihn. Alles andere ist in den Hintergrund gerückt. Er macht mich sehr glücklich.

    AVELEEN AVIDE:
    Wenn du verreist, wo reist du gerne hin und was ist dir an einem Urlaubsort wichtig?

    ROMAN RAUSCH:
    Durch meine Partnerin bin ich mit dem Balkan verheiratet – eine spannende und wunderschöne Gegend, reich an Charakter, Geschichte und Konflikten. Auch wenn ich die Ruhe liebe, ich könnte mich nicht zwei Wochen an einen Hotelpool legen. Ich brauche auch im Urlaub die geistige und emotionale Herausforderung.

    Mitten in Serbien gibt es zum Beispiel ein kleines, abgelegenes Frauenkloster, das in seinen Mauern den Leichnam eines Kriegsfürsten aus dem 16. Jahrhundert beherbergt. Der Corpus ist völlig schwarz, eingefallen und geheimnisvoll, darüber sind verblasste Wandmalereien, es riecht nach Mysterium … Eine bessere Szenerie hätte selbst Dan Brown nicht erschaffen können.

    AVELEEN AVIDE:
    Was liest du zurzeit? Und wenn du liest, welche Genres liest du am liebsten?

    ROMAN RAUSCH:
    Ich muss gestehen, ich gehöre zu der Art Schriftsteller, die mehr schreibt als liest, was mir nicht immer zum Vorteil gereicht. Allein mir fehlt die Zeit und die Muse ein Buch aufmerksam zu lesen. Ich bin ja auch Vater, Spielkamerad und Ansprechpartner meines Sohnes, Schreibcoach … Manchmal wünsche ich mir schon die einsame Berghütte, aber nach zwei Tagen überwiegt der Trennungsschmerz. Einmal ein Kind in die Welt gesetzt und dein Leben ändert sich grundlegend und irreversibel.

    AVELEEN AVIDE:
    Was ist schreiben für dich?

    ROMAN RAUSCH:
    Schreiben ist für mich die Entfaltung meines ureigenen Selbst, ein Angekommensein beim wahren Ich. Manchmal schaue ich traurig auf die vergeudeten Jahre des Studiums und der artfremden Arbeit zurück und denke mir, wieso hast du nicht früher den Mut aufgebracht? Dann aber überwiegt das Gefühl, dass es wohl eine Entwicklung gebraucht hat, die mich zum Schreiben gebracht hat. Zu wissen, was man nicht will, ist schon die halbe Miete.

    Cover-Die letzte Juedin von Wuerzburg

    ROMAN RAUSCH: In „Die letzte Jüdin von Würzburg“ geht es lt. Roman Rauschs Webseite um:
    Straßburg 1349. Als eine der wenigen aus der jüdischen Gemeinde entkommt die junge Jaelle lebend einem Pest-Pogrom.
In Männerkleidern rettet sie sich nach Würzburg, wo sie den Berater des Bischofs kennenlernt, den mächtigen Michael de Leone. Der findet Gefallen an dem jungen Johan und nimmt ihn in seine Dienste.
    Rabbi Moshe, Haupt der jüdischen Gemeinde, wittert eine Chance. Mit Jaelle hätte er Augen und Ohren an den Entscheidungen des Bischofshofs. Er ahnt: Dort wird ein ungeheurer Komplott gegen die Juden geschmiedet.
Widerstrebend lässt sich Jaelle auf den gefährlichen Auftrag ein, eigentlich hat sie anderes im Sinn. In Würzburg sollen ihre letzten Verwandten leben. Sie macht sich auf die Suche, und deckt ein sorgsam gehütetes Geheimnis auf.

    Hier finden Sie weitere Informationen:
    Die letzte Jüdin von Würzburg

    AVELEEN AVIDE:
    Wie kamst du auf die Idee zu „Die letzte Jüdin von Würzburg“?

    ROMAN RAUSCH:
    Es standen zwei Ideen zur Auswahl: Das erste Kochbuch in deutscher Sprache eines mir unbekannten Literatursammlers aus dem mittelalterlichen Würzburg oder das erste deutsche Ritterturnier. Bei dieser Frage hätte es sich gelohnt, Geschichte und/oder Literaturwissenschaft studiert zu haben. Der Verlag hat sich dann für das Kochbuch entschieden, und da hatte ich den Salat. Bei der Ausarbeitung stellte sich die essentielle Frage: Wie bringt man Spannung in eine dröge Rezeptsammlung?

    Da hat sich wieder gezeigt, wie wichtig eine gute und fundierte Recherche ist. Eine Randbemerkung in einem alten Geschichtsbuch hat mich dann auf die richtige Fährte geführt. Ich danke meinen Redakteuren von damals noch heute für den immer gleichen Ansporn: Du musst genau wissen, worüber du schreibst.

    AVELEEN AVIDE:
    Ich bin sicher, dass du für „Die letzte Jüdin von Würzburg“ recherchieren musstest. Ist dir bei den Recherchen etwas Überraschendes, Außergewöhnliches, Witziges passiert?

    ROMAN RAUSCH:
    Andauernd, es war die Regel. Beim Thema Judenpogrom konnte ich mich nicht blindlings auf jede x-beliebige Veröffentlichung verlassen. Es gab vorsätzliche Geschichtsverfälschung, gedanken- und kritikloses Abschreiben von Unwahrheiten, kurz: die Recherche war ein einziger Albtraum. Ich stand kurz vor der Aufgabe.

    Die Rettung war, einen mir unbekannten Geschichtsprofessor aus Würzburg um Hilfe zu bitten. Ich ging von einer Absage aus, wurde aber gründlich enttäuscht. Er war hocherfreut, dass sich jemand belletristisch dem Thema annahm. Er hat mir den Weg gezeigt, den Kontext hergestellt, die Lüge von der Wahrheit getrennt und vieles mehr. Prof. Leng von der Uni in Würzburg war ein Sechser im Lotto. Ich kann nur jedem Autor empfehlen sich gründlich zu informieren, bevor er etwas zu Papier bringt. Ansonsten schreibt man nur Gehörtes oder Nacherzähltes ab und macht sich mitunter mitschuldig, wenn Lügen verbreitet werden.

    Das Thema Juden ist für einen Deutschen viel zu wichtig, als dass man sich nur auf wikipedia-Einträge verlassen darf.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an den Plot für „Die letzte Jüdin von Würzburg“ heran? Könntest du uns ein Beispiel für deine ersten Überlegungen zur Handlung von „Die letzte Jüdin von Würzburg“ geben?

    ROMAN RAUSCH:
    Die verbürgten, historischen Ereignisse haben den Plot vorgegeben, ich musste, ich durfte bei diesem Thema gar nicht so viel erfinden. Das ist allerdings die Ausnahme. Die eigentliche Herausforderung war, meinen Lektor zu überzeugen, dass es kein Happyend geben wird. Wie auch? Es war schließlich eine Tragödie, die sich damals abgespielt hat.

    Für mich war das eine echte Herausforderung. Wie kann ich in diesen Zeiten, in denen allenthalben Happyends, starke, sympathische Frauenfiguren und eine Liebesaffäre erwartet werden, eine authentische und überzeugende Geschichte schreiben, in der es um Mord und Totschlag geht, um ein hilfloses Mädchen, das zwischen den Fronten aufgerieben wird?

    AVELEEN AVIDE:
    Fallen dir Dialoge, Charaktere oder szenische Darstellungen leichter, fällt dir alles gleich leicht oder anders gefragt, magst du alles gleich gerne?

    ROMAN RAUSCH:
    Die Frage stellt sich (für mich) nicht. Wenn ich wirklich (!) in der Geschichte drin bin, dann sehe ich die Szene vor mir, höre die Figuren sprechen und sehe ihre Entwicklung. Ich komme dann eigentlich gar nicht so schnell nach alles aufzuschreiben, was ich da empfange. Reißt dieser Flow einmal ab, ja, dann geht es los mit dem Verbessern, Neuerfinden, Streichen … dem Herumdoktern. Es geht darum, den Flow wiederherzustellen, dann geht alles wie geschmiert.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie schaffst du es, dass keine losen Fäden im Buch übrig bleiben?

    ROMAN RAUSCH:
    Grundsätzlich über eine genaue Planung im Vorhinein und ein rigoroses Streichen im Nachhinein. Jede Figur, jedes Ereignis hat eine Ursache und damit eine Konsequenz. Alles führt irgendwo hin und endet dort. Natürlich gibt es Ausreißer und ungeahnte Wegabzweigungen, die vergiften jede noch so gutgemeinte Planung, aber letztlich überwiegt die Abwägung: Brauche ich die neue Entwicklung wirklich, um die Geschichte oder die Figur dichter, überzeugender zu machen? Wer von hinten beginnt, seine Geschichte zu zimmern, hat eine gute Ausgangsbasis.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie gingst du an die Protagonisten, die Jüdin Jaelle heran? Würdest du uns dafür einfach mal ein Beispiel für die ersten Überlegungen zur Figur geben?

    ROMAN RAUSCH:
    Eine Voraussetzung für überzeugendes Schreiben ist Empathie, auch das Loslassen seiner eigenen charakterlichen Prägung. Der Autor gibt sich auf, wechselt in die Persönlichkeit eines Haderlumpen oder eines Engels, in einer Szene mit vier oder fünf Protagonisten ist das eine Achterbahnfahrt. Aber das muss er leisten (können), sonst klingt eine Figur wie die andere und aus ist es mit einem überzeugenden Roman.

    Zugegeben, wie kann ich mich als erwachsener Mann in ein siebzehnjähriges Mädchen hineinversetzen, das den Tod ihrer Geliebten zu verarbeiten hat? Da kann ja eigentlich nur Murks herauskommen. Ich überlasse es dem Leser, ob es mir gelungen ist.

    Bei Jaelle war es gleichsam leicht und schwierig. All die widerstrebenden Gefühle, die Anforderungen von außen, des Vaters, der Kultur, der Religion … Ich bin streng römisch-katholisch erzogen worden. Ich konnte einiges aus meiner Erfahrung einbringen. Anderes musste recherchiert werden, z.Bsp. die Erfahrungsberichte von Juden in Zeiten des Nationalsozialismus oder auch von damals, der Furor der Pestpogrome, die Überraschung, dass urplötzlich derselbe Nachbar, der dir gestern noch hinterher gepfiffen hat, dich heute ohne Skrupel vergewaltigen und töten würde.

    AVELEEN AVIDE:
    Gingst du zuerst monatelang mit der Geschichte schwanger und fingst dann zu schreiben an oder hast du alle Recherchearbeiten abgeschlossen, das Exposee ist fertig und du beginnst zu schreiben? Wie muss man sich das vorstellen?

    ROMAN RAUSCH:
    Ich bin ein Freund der minutiösen Planung, um dann alles wieder über den Haufen zu werfen und neu zu beginnen. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrfach, bis der Flow einsetzt und sich die Geschichte von selbst schreibt. Das kann sich über Tage und Wochen hinziehen, dabei rückt der Abgabetermin näher und die Verzweiflung wächst. Mit der Zeit habe ich mir eine gewisse Gelassenheit angeeignet. Ich weiß aus Erfahrung, dass keine Aufgabe zu groß ist, um sie zu bewältigen, man muss halt schauen, schnell ins Wesen der Geschichte einzudringen, um sich dort zu entfalten.

    Grundlage ist eine umfangreiche und tiefe Recherche. Alles liegt vor einem auf dem Tisch, du musst jetzt schauen, wie sich die Stücke zusammensetzen. Das ist eine magische Erfahrung.

    AVELEEN AVIDE:
    Wie muss man sich einen Tag in deinem Leben vorstellen, wenn du an einem Roman arbeitest?

    ROMAN RAUSCH:
    Das ist eine ziemlich banale Angelegenheit. Um neun Uhr sitze ich am Schreibtisch, und um siebzehn Uhr schalte ich den Computer aus. Dazwischen liegen Stunden des Fleißes, der Selbstmotivation, der Disziplin. Überbordende Kreativität und hochfliegende Gedanken beschränken sich auf ein Minimum. Ich sage allen meinen Schülern, wenn ihr zwanzig Seiten schreiben wollt, dann seid kreativ, wenn ihr bis zum 31.3. dreihundert Seiten einem Lektor übergeben müsst, dann haltet euch ran. Die Zeit rennt.

    AVELEEN AVIDE:
    Wo schreibst du am liebsten?

    ROMAN RAUSCH:
    Natürlich am Schauplatz meiner Handlung – wenn das nur immer möglich wäre. Dann sind Zeitreisen und Beamen angesagt. Das Internet ist ein Segen für einen Autor. Ich kann von meinem Laptop aus – der theoretisch überall in der Welt stehen kann – Verbindung zu den abgelegensten Orten und Bibliotheken aufnehmen, mir Bilder und Videos auf Youtube ansehen oder eine Mail an einen Experten in Australien schreiben. Wenn ich da an früher denke …

    AVELEEN AVIDE:
    Hörst du auch Musik beim Schreiben und falls Ja, welche, oder brauchst du absolute Stille?

    ROMAN RAUSCH:
    Das Ziel all meiner Tätigkeit ist ein Gefühl für die Sache zu bekommen. Musik kann helfen, kann aber auch alles zerstören. Für meine Thrillerreihe um den Kriminalpsychologen Balthasar Levy habe ich die Musik von 'Massive attack' und 'Tricky' während des Schreibens gehört, weil ihre Musik mir eine Brücke zur Gedanken- und Gefühlswelt des Protagonisten ermöglicht hat.

    Im Fall der mittelalterlichen Jüdin Jaelle wäre das kontraproduktiv gewesen, das mittelalterliche Gedudel hätte mich wahnsinnig gemacht.

    AVELEEN AVIDE:
    Wirst du von einer Agentur vertreten? Und falls Ja, was ist für dich der Vorteil, von einer Agentur vertreten zu werden?

    ROMAN RAUSCH:
    Die Agentur Schruf & Stipetic vertritt alle meine freigewordenen Rechte. Es ist hilfreich und beruhigend zu wissen, dass da jemand ist, der sich um diese Dinge Gedanken macht. Ein Autor soll schreiben, das ist sein Job. Die Vermarktung gehört in die Hände von Profis.

    AVELEEN AVIDE:
    An welchem Buch arbeitest du derzeit und darfst du schon ein wenig darüber verraten?

    ROMAN RAUSCH:
    Ich habe mir ein echtes sozial-revolutionäres Thema ausgesucht. Der Pfeifer von Niklashausen in einer neuen, zeitgemäßeren Fassung. Es ist eine Geschichte aus dem 15. Jahrhundert, und doch hat sie Bedeutung für unsere Gegenwart. Ein junger Mann erhebt sich gegen Papst und Kaiser, fordert die Gleichberechtigung des einfachen Mannes.

    Klingt abgedroschen? Dachte ich zu Anfang auch, aber dann ist mir Edward Snowdon eingefallen und ich wusste, dass es mehr solche Geschichten braucht. Ein Einzelner kann tatsächlich etwas bewegen.

    AVELEEN AVIDE:
    Welchen Tipp hättest du für angehende Autoren, die einen Roman veröffentlichen möchten?

    ROMAN RAUSCH:
    Mach dich bereit für eine unvergessliche Achterbahnfahrt, die dich an die Grenzen bringt … und manchmal auch darüberhinaus. Wer einmal eine Geschichte zu Papier gebracht hat, ist nicht mehr der Gleiche wie zuvor. Schreiben schärft die Sinne und das Bewusstsein, es ist die beste Droge der Welt. Mein Wort darauf.

    AVELEEN AVIDE:
    Roman, vielen Dank für das Interview.


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    Heute gibt 1 Buch zu gewinnen. Wer mir die folgende Frage richtig beantwortet, und mir die 2. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Die letzte Jüdin von Würzburg“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Den Gewinner/Die Gewinnerin schreibe ich im Laufe der Woche hier an diese Stelle. H. Biehunko hat die nachfolgende Frage richtig beantwortet und sie hat „Die letzte Jüdin von Würzburg“ gewonnen: Welches Thema hat sich Roman Rausch für sein neues Thema ausgesucht?

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

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    7.397 Downloads waren es vom 12.04. bis 11.05.2013. Schön wäre, wenn wirklich möglichst viele davon eine Rezension schreiben würden.
    Alles Nähere – hier klicken.

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    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte „Sündige Früchte“ .

    Rena Larf liest mit ihrer erotischen Stimme einen langen Auszug aus meiner Geschichte Hitze auf meiner Haut.

    Hier lese ich aus meinem Buch “Samtene Nächte” aus der erotischen Kurzgeschichte “Erotischer Zirkel”. „Samtene Nächte“ ist bei Amazon.de in der Top 100 der Erotik-Bestseller. :-)


    Hier gibt es ein Video – von dem ich nicht weiß, wer das für mich gemacht hat… Alles sehr geheimnisvoll…

    Wenn Sie hier klicken, dann kommen Sie zu meinen Lesungen aus "Samtene Nächte".

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    Hier lese ich einen Ausschnitt aus der Geschichte „Heiße Wünsche“

    Das war Aveleen Avide
    Glauben Sie an sich!

    Schauen Sie also wieder rein, wenn es heißt:
    Willkommen bei Aveleen Avide

    Ihre Aveleen Avide
    Aveleen Avide jetzt auch bei Twitter: http://twitter.com/aveleenavide

    _DSC7074

    Foto: © Marc Senna, Make up und Frisur: Brit Augustin

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    Willkommen bei Aveleens Couchgeflüster. Ich lese aus „Vier Pfoten für Julia“ von Katja Martens. Katja Martens ist Autorin.

    Katja Martens ist Autorin und ich stelle ihr Buch „Vier Pfoten für Julia: Feuerprobe“ vor, das im VerlagMy digital garden erschienen ist. Und hier geht es zur Webseite von Katja Martens.

    Foto-KatjaMartens2

    Foto: © Katja Martens


    In „Vier Pfoten für Julia: Feuerprobe“ geht es lt. Verlag My digital garden um:
    Vor den Trümmern ihrer Liebe stehend beschließt Dr. Julia Sperling, Tierärztin aus Leidenschaft, eine Zeitlang als Vertretung für Kollegen einzuspringen.

    Dabei erlebt sie nicht nur viele, manchmal gefährliche Abenteuer mit Zwei- und Vierbeinern, sie muss sich auch den Schatten der Vergangenheit stellen und hat oft mit den Wirrnissen der Liebe zu kämpfen.

    Ihr erster Einsatz führt Dr. Julia Sperling in ein Dorf an der bayrisch-tschechischen Grenze. Nach einem schweren Unfall ringt der Praxisinhaber mit dem Tod. Julia merkt schnell, dass sie sich den Respekt und das Vertrauen der Dorfbewohner und Bauern erst verdienen muss. Nur der verwitwete Polizist Marc lässt bei ihr romantische Gefühle aufkommen – allerdings scheint er nicht interessiert. Da kommt es zu einem geheimnisvollen Fall von Tierschmuggel, der Julia und ihre Patienten in höchste Gefahr bringt. Wird es ihr gelingen, die Verbrecher zu entlarven? Und schafft sie es, Marcs spröde Schale zu durchdringen?

    Der Auftakt der neuen, spannenden Romanserie um die Tierärztin Dr. Julia Sperling!

    Cover-4 Pfoten für Katja


    Hier lese ich aus Katja Martens Buch „Vier Pfoten für Julia: Feuerprobe“.

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    Heute gibt es 1 E-Book „Vier Pfoten für Julia: Feuerprobe“ zu gewinnen. Wer mir die 2. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Vier Pfoten für Julia: Feuerprobe“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt. Eine Gewinnerfrage gibt es bei meiner Weihnachtsaktion nicht.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann. Trudi Sch.-Sch. hat das E-Book gewonnen.

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

    Ein großes Dankeschön an den Verlag My digital garden, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat.

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    Ich habe für die Firma Valisère zu ihren 5 Herbst-/Winter-Dessous-Kollektionen je eine erotische Kurzgeeschichte in je 2 Versionen geschrieben. Je eine Version ist sinnlich, je eine Version ist mit sexuellen Szenen.

    Und meine Geschichten gilbt es kostenlos!

    Für den Desktop und für das iPad.

    http://www.valisere.com/

    Unter Valisere/E-Book findet ihr beide Downloads.

    Trailer: http://m.youtube.com/watch?v=hMBdFiENhx8&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3DhMBdFiENhx8

    Video meiner Lesung zur Geschichte "Sündhaft gut"
    http://www.aveleen-avide.com/valisère-projekt/

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    Willkommen bei Aveleens Couchgeflüster. Ich lese aus „Wind River Gold“ von John F. Cooper. John F. Cooper ist das Pseudonym von Mario Ulbrich. Er ist Reporter bei einer großen Tageszeitung in Sachsen und hat mehrere Romane sowie zahlreiche Kurzgeschichten veröffentlicht.

    .

    Foto: © John F. Cooper Copyright Ulf Dahl


    In „Wind River Gold“ geht es um:
    Herbst 1820 in den Rocky Mountains. Der Trapper Jedediah Jones träumt davon, einen der Riesenbiber zu fangen, von dem indianische Legenden berichten. Aber ehe der Winter vorbei ist, hat Jed andere Sorgen: Hunting Coyote, ein rachsüchtiger Blackfoot, ist auf seiner Fährte. Gemeinsam mit dem Greenhorn Malcolm McGruder muss Jed ums nackte Überleben kämpfen. Auf ihrem Weg durch die Berge stoßen sie auf die Überreste einer spanischen Expedition. Die Spur führt sie zu einem Jahrhunderte altem Geheimnis. Doch auch eine Gruppe verbrecherischer Weißer ist ihnen dicht auf den Fersen …

    Ein Abenteuerroman aus der wilden Zeit der Mountain Men: Packende Kämpfe, gefährliche Tiere und heimtückische Gegner vor der imposanten Naturkulisse des fernen Westens.

    Cover Wind River Gold


    Hier lese ich aus John F. Cooper Buch „Wind River Gold“.

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    Heute gibt es 1 Buch „Wind River Gold“ zu gewinnen. Wer mir die 1. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Wind River Gold“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt. Eine Gewinnerfrage gibt es bei meiner Weihnachtsaktion nicht.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

    Ein großes Dankeschön an den John F. Cooper, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat.

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    Ich habe für die Firma Valisère zu ihren 5 Herbst-/Winter-Dessous-Kollektionen 2013 je eine erotische Kurzgeeschichte in je 2 Versionen geschrieben. Je eine Version ist sinnlich, je eine Version ist mit sexuellen Szenen.

    Und meine Geschichten gilbt es kostenlos!

    Für den Desktop und für das iPad.

    http://www.valisere.com/

    Unter Valisere/E-Book findet ihr beide Downloads.

    Trailer: http://m.youtube.com/watch?v=hMBdFiENhx8&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3DhMBdFiENhx8

    Video meiner Lesung zur Geschichte "Sündhaft gut"
    http://www.aveleen-avide.com/valisère-projekt/

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    Willkommen bei Aveleens Couchgeflüster. Ich lese aus „Der Convent“ von Rüdiger Heins. Rüdiger Heins ist Schriftsteller.

    Rüdiger Heins ist auch in der Erwachsenenbildung tätig und er ist Herausgeber des Online-Magazins eXperimenta. Ich stelle sein Buch „Der Convent“ vor, das im VerlagWiesenburgverlagerschienen ist. Und hier geht es zur Webseite von Rüdiger Heins.

    4. Foto Rüdiger

    Foto: © Rüdiger Heins


    In „Der Convent“ geht es um:
    Der Autor flicht seine eigenen Erinnerungen an Himmerod als Wegstation seit seiner Jugend ein, bringt lebensgeschichtliche Verbindungen mit diesem Ort ins Wort, die als Hintergrund der Begegnungen mit heutigen Mönchen spannende Eindrücke vermitteln. Und er schenkt dem Leser Reflexionen über seinen Lebensweg, seinen "way of life". Dies immer entlang eines monastischen Tages. Manchmal durchaus etwas dramaturgisch entfaltet - und doch ein Sprungbrett hin zu dem, was die Mönche von sich preisgeben und erzählen. Tatsächlich also keineswegs ein Klosterführer, sondern ein Blick hinter die Kulissen. Sehr persönlich gehalten, eigenwillig durchaus in den Äußerungen der Mönche, divergent manchmal, somit ein Spiegelbild einer Gemeinschaft von Männern, die teilweise lange Jahre "in der Welt" gelebt haben, bevor sie in der Mitte des Lebens ihrer klösterlichen Berufung gefolgt sind. Und insofern stimmig für Himmerod, wie es sich heute darstellt.

    Cover Heins Der Konvent 1_Layout 1


    Hier lese ich aus Rüdiger Heins Buch „Der Convent“.

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    Heute gibt es 1 E-Book/Buch (steht jetzt nicht in der Mail von Rüdiger und überlasse ich ihm) „Der Convent“ zu gewinnen. Wer mir die 1. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Der Convent“ gewinnen, allerdings nur, wenn Ihr Wohnsitz in Deutschland liegt. Eine Gewinnerfrage gibt es bei meiner Weihnachtsaktion nicht.

    Bitte die Adresse nicht vergessen, da ich sonst das Buch nicht zusenden kann.

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

    Ein großes Dankeschön an den Verlag Wiesenburg, der mir das E-Book/Buch zur Verfügung gestellt hat.

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    Ich habe für die Firma Valisère zu ihren 5 Herbst-/Winter-Dessous-Kollektionen je eine erotische Kurzgeeschichte in je 2 Versionen geschrieben. Je eine Version ist sinnlich, je eine Version ist mit sexuellen Szenen.

    Und meine Geschichten gilbt es kostenlos!

    Für den Desktop und für das iPad.

    http://www.valisere.com/

    Unter Valisere/E-Book findet ihr beide Downloads.

    Trailer: http://m.youtube.com/watch?v=hMBdFiENhx8&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3DhMBdFiENhx8

    Video meiner Lesung zur Geschichte "Sündhaft gut"
    http://www.aveleen-avide.com/valisère-projekt/

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    Willkommen bei Aveleens Couchgeflüster. In „Verrat der Engel“ passt hervorragend in die Vorweihnachtszeit. Denn wer möchte da nicht an die Liebe glauben? Und ob sich Sarah wieder an ihre Liebe erinnern wird, das erfährt man nur, wenn man das Buch liest.

    Carolyn Lucas ist Autorin und ich stelle ihr Buch „Verrat der Engel“ vor. CarolynLucas ist auf Facebook. Und hier geht es zur Webseite von Carolyn Lucas.

    Foto-Carolyn Lucas

    Foto: © Carolyn Lucas


    In „Verrat der Engel“ geht es lt. Amazon.de um:
    Durch Rafaels Opfer ist die 25jährige Sarah von dem Fluch des Orakels befreit. Allerdings hat sie auch alle Erinnerungen an ihre große Liebe verloren. Gemeinsam mit ihrer Freundin Fabienne wagt Sarah einen Neuanfang in Kalifornien. Ein Leben ohne Magie und Himmelskinder.

    Doch Semjasa, der oberste Engel, schickt Urakib, der Sarahs Liebe gewinnen soll. Damit wäre sie für Rafael für immer verloren.

    Auch die weiblichen Engel mischen sich ein – sie wollen Rafael helfen, sich zu erinnern und Sarahs Liebe erneut zu gewinnen.

    Ein Wettlauf beginnt – gegen die Zeit und gegen verborgene Interessen, die sich den Liebenden in den Weg stellen.

    Wird es Sarah und Rafael gelingen, ihre Gefühle füreinander wieder zu finden oder bleiben sie für immer getrennt, vereint nur in der Sehnsucht nach dem, was sie verloren haben?

    Verrat der Engel


    Hier lese ich aus Carolyn Lucass Buch „Verrat der Engel“.

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    Heute gibt es 1 E-Book „Verrat der Engel“ zu gewinnen. Wer mir die 3. E-Mail an autorin(at)aveleen-avide(Punkt).com schreibt, der kann „Verrat der Engel“ gewinnen. Eine Gewinnerfrage gibt es bei meiner Weihnachtsaktion nicht.

    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Mitmachen lohnt sich!

    Ein großes Dankeschön an den Carolyn Lucas, die mir das E-Book zur Verfügung gestellt hat.

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    Ich habe für die Firma Valisère zu ihren 5 Herbst-/Winter-Dessous-Kollektionen je eine erotische Kurzgeeschichte in je 2 Versionen geschrieben. Je eine Version ist sinnlich, je eine Version ist mit sexuellen Szenen.

    Und meine Geschichten gilbt es kostenlos!

    Für den Desktop und für das iPad.

    http://www.valisere.com/

    Unter Valisere/E-Book findet ihr beide Downloads.

    Trailer: http://m.youtube.com/watch?v=hMBdFiENhx8&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3DhMBdFiENhx8

    Video meiner Lesung zur Geschichte "Sündhaft gut"
    http://www.aveleen-avide.com/valisère-projekt/

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